Serie. Märtyrer und Heilige in Spanien

Christen in Spanien: Über 700 Jahre von Sarazenen und Mauren dominiert, teils unterjocht. Fortsetzung im 20. Jahrhundert während des spanischen Bürgerkrieges durch die Volksfrontregierung, Sozialisten, Kommunisten, Freimaurer, Anarchisten, verfolgt und getötet. Beispiel Hornillos del Camino. Pfarrkirche Santa Maria. Priester Teodulo Gonzales Fernandez SDB.

Spanischer Bürgerkrieg 1936-39 *)

Besonders zu leiden unter der Volksfront (Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten und Freimaurer) hatten die Katholiken, ob Laien oder Priester, in den Diözesen Valencia, Cartagena und Barcelona. Schon der Besitz eines Heiligenbildchens und/oder eines Kruzifixes konnte die Verhaftung bedeuten.

Die Märtyrer

  • Seliger Pascual Roda Diaz. 1937 im Spanischen Bürgerkrieg den Märtyrertod erlitten. Mehr lesen.
  • Seliger Teodulo Gonzales Fernandez SDB, Salesianerorden Don Bosco. 25-jährig am 9. September 1936 in Madrid ermordet. Zuvor Pfarrer in Hornillos del Camino. Am 28. Oktober 2007 von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen. Geboren am 2. April 1911 in Castrillo de Murcia, Burgos. vgl. auch Etappe 15 (bitte scrollen)
  • Seliger Dionis Dominguez Martinez, auch Domenec Ciriac genannt. Mönch, Member of the Marist Brothers of the Schools. Im Alter von 26 Jahren am 20. April 1937 in Madrid als Märtyrer im spanischer Bürgerkrieg ermordet.
  • Josef Maximus Moro Briz und Gefährten. 1936 im span. Bürgerkrieg von den Anhängern der Volksfront getötet. Seine letzten Worte waren solche der Vergebung für seine Verfolger. Mehr lesen Heiligenlexikon.
  • Seliger Lluis Berenguer Moratona. Vinzentinischer Priester. Am 28. Mai 1937 im Alter von 68 in Barcelona von Republikanern ermordet.
  • Der selige Agustin Alcala y Henke. Verheirateter Laie. Gilt als einer der ersten verehrten Märtyrer des Erzbistums Sevilla. Am 17. Juli 1936 vor seinem Haus erschossen. Mitglied mehrerer Bruderschaften, Gründer eines Olivenexportunternehmens, ging jeden Tag zur hl. Messe. Studierte Jura mit Auszeichung, Doktorarbeit.
  • Der selige Manuel Gutierrez Martin. Priester. Erschossen am 24. Juli 1936. Mitglied der Oblaten-Missionare der Unbefleckten Jungfrau Maria. Webseite catholicesaints
  • Seliger Millan Garde Serrano. Präfekt , Leiter mehrerer Seminare, u.a. in Astorga und Leon. Gefoltert, bis er tot zusammenbrach. Webseite. Nach Ausbruch des  Bürgerkrieges predigte er im Verborgenen, brachte heimlichen Katholiken die Kommunion . Am 9. April 1938 von antikatholischen Kräften verhaftet. In mehreren Gefängnissen geschlagen und gefoltert, predigte gleichwohl den Mitgefangenen. Webseite
  • Die selige Maria Del Consuelo Raminan Carracedo. Nonne. Franziskaner-Missionarinnen der Göttlichen Mutterschaft. Getötet in Madrid, 7. Juli 1936.
  • Pater Timoteo Rojo. 1936 von der Volksfront ermordet, weil er die sterblichen Überreste des heiligen Isidor von Madrid (1070-1130; Schutzpatron der Hauptstadt) versteckt hatte; denunziert von einer Nachbarin. Sein Seligsprechungsverfahren läuft. „Die religiöse Verfolgung jener Jahre „war die blutigste, die die Kirche in unserem Land erlitten hat“, sagt Weihbischof Juan Antonio Martínez Camino.“ – Quelle: CNA Newsroom, 16.12.2022
  • vgl. auch CNA englisch: Seligsprechung von 60 im spanischen Bürgerkrieg ums Leben gekommenen Vincentianern.
  • vgl. auch Webseite Liste Märtyrer der religiösen Verfolgung während des spanischen Bürgerkrieges, 1934, 1936-1939. Über einhundertvierzig (140) Priester, Nonnen und Laien.

*) vgl. Webseite Weltweite Christenverfolgung

Heilige. Märtyrer. Iberische Halbinsel

  • Antonius der Große (250-356). Namensgeber des Klosters (heute eine Ruine) San Anton, kurz vor Castrojeriz. Stichwort: Antonius-Feuer. 16. Etappe.
  • Heilige Facundus und Primitivus. Im heutigen Sahagun am Camino Frances im 3. Jh. gemartert.
  • Heiliger Vinzenz von Saragossa. Unter Kaiser Diocletian in 304 n. Chr. nach grausamer Marter gestorben.
  • Heilige Cyriacus von Malaga. Unter Diokletian 305 in Malaga zu Tode gesteinigt.
  • Heilige Paula von Malaga. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Diocletian 305 n. Chr. zu Tode gesteinigt.
  • Heiliger Anastasius von Cordoba. 14. Juni. 853 enthauptet. Diakon der Kirche des Heiligen Acisclus in Cordoba, Spanien. Mönch im Doppelkloster Tabanos. Priester. Einer der ersten drei Märtyrer von Cordoba, die auf Befehl des maurischen Kalifen wegen ihres Glauben geötet wurden.
  • Heilige Digna von Cordoba. 853 enthauptet. Nonne im Doppelkloster Tabanos. Eine der ersten drei  Märtyrerinnen von Cordoba, die auf Befehl des maurischen Kalifen aufgrund ihres Glaubens getötet wurden.
  • Heiliger Felix von Cordoba. 853 enthauptet auf Befehl des maurischen Kalifen von Cordoba aufgrund seines katholischen Glaubens. Geboren in einer Berberfamilie. Mönch in Asturien, Doppelkloster Tabanos.
  • Heiliger Raimund von Penafort, 1178 – 1275. Rechtsberater und Beichvater Papst Gregors IX. Raimund unterstützte den Orden der Mercedarier beim Loskauf christlicher Sklaven aus den Händen moslemischer Sarazenen. Unten mehr.

    Franz Xaver (Javier) Missionar in Japan im 16. Jh. – Christenverfolgung

    Franz Xaver von Javier (Die Burg von Javier liegt abseits des Camino Aragones), neben Ignatius von Loyola Mitbegründer des Jesuitenordens, war 1549 vom Papst nach Asien zwecks Missionierung geschickt worden; insbesondere nach Nippon / Japan. Letztlich scheiterte Franz: das christliche Ideal eines heiligen Lebens in Armut war für Japaner unvorstellbar.

    • Japan. Blessed Ambrose Fernandez + zig weitere Jesuiten. Märtyrer in 1620.
    • Märtyer von Nagasaki – 5. Februar 1597: Sechsundzwanzig Missionare des Franziskanerordens und der Jesuiten sowie zum Katholizismus übergetretene Japaner gekreuzigt;
    • darunter Martin von der Himmelfahrt Loynaz de Aguirre – ein Spanier aus Vergara, baskisch Bergara.

    Fotos: Pfarrkirche Santa Maria. Teodulo Gonzales Fernandez SDB, Priester und Ordensmann. Als 25jähriger am 9. September 1936 während des Spanischen Bürgerkriegs ermordet in Madrid von den Republikanern resp. Roten Garden, also im Namen der Volksfrontregierung. Rechts: San Anton. Französische Mönche kümmerten sich seit dem 12. Jahrhundert um die Kranken, die am Antoniusfeuer litten (Vergiftung durch Getreideparasiten) und gaben den vorbeiziehenden Pilgern Wegzehrung mit. Die Ausgabestelle mit den beiden Nischen ist heute zugemauert. Eng verbunden mit San Anton ist das T-förmige „Tau“-Kreuz. Papst Urban IV. (1200-1264) anerkannte es als Symbol christlicher Hingabe. Folgerichtig trugen es die Antoniter- Mönche als Erkennungszeichen, später bekannt als Cruz del Peregrino. Es sollte vor Unheil und Krankheit bewahren.

    Fotos unten: Javier, nahe dem Camino Aragones.

    Raimund von Peñafort / Orden der Mercedarier

    Loskauf christlicher Skalven aus den Händen moslemischer Sarazenen

    Raimund, er wurde fast 100 Jahre alt (1178-1275; Rechtsberater und Beichtberater von Papst Gregor IX.; 3. Ordensgeneral der Dominikaner) unterstützte aufgrund eines Traumes, in dem ihn die Gottesmutter Maria um Hilfe bat, den Orden der Mercedarier zu unterstützen, der sich dem Loskauf christlicher Gefangener bei den moslemischen Sarazenen widmete. Die Ordensleute sammelten im 13. Jahrhundert Geld enormen Ausmaßes, die versklavten Christen freizukaufen.

    Madonna der Barmherzigkeit. Domenico Ghirlandaio, 1448-1494. Fotoquelle: commons.wikimedia (10.07.24)

    Eigens dafür wurde später in Spanien das Marienfest Maria de Mercede (Maria von Erbarmen), Maria vom Loskauf der Gefangenen, Our Lady of Ranson, eingeführt. 1696 wurde das Fest auf die ganze Kirche ausgedehnt, seitdem ist der 24. September sein Feiertag. Im Zuge einer Reform des römischen Generalkalenders wurde der Gedenktag wieder abgeschafft: weitere Frucht des 2. Vatikanischen Konzils. Der Gedenktag wird in der Dominikanischen Republik weiterhin als staatlicher Feiertag begangen.

    Auszug Institut Philipp Neri: Als der größte und zwar der fruchtbarste Teil Spaniens unter dem harten Joch der Sarazenen schmachteten unzählige Christen, die elendiglich unter grausamer Knechtschaft standen, unter größter Gefahr, den christlichen Glauben zu verleugnen und das ewige Heil zu verlieren, da trat die allerseligste Himmelskönigin in ihrer Güte diesen vielen, großen Übeltätern entgegen und offenbarte ihre übergroße Liebe in der Befreiung dieser Gefangenen. Mehr hierüber zu lesen

    Märtyrer. Französische Revolution

    Die Französische Revolution von 1789 wird mit allem in Verbindung gebracht, nur nicht mit der brutalen Verfolgung der Katholiken und ihrer Institutionen – vor allem seitens der Jakobiner. An dieser Stelle beispielhaft für die vielen Tausend Ermordeten die Namen von zwei Märtyrern, deren Gedenktag der 7. Juli ist. Webseite Catholic Saints: Französische Revolution / French Revolution

    • Joseph Richter von Saint-Martin. Priester. Grausam gestorben am 7. Juli 1794 an Bord des berüchtigten Gefängnisschiffes im Hafen von Rochefort. Webseite
    • Marie-Gabrielle-Francoise-Suzanne de Gaillard de Lavalde. Schwester Iphigenie vom Heiligen Matthäus. Ermordet am 7. Juli 1794 durch die Guillotine. Webseite

    Mehr lesen: Französische Revolution. Bismarcks Kulturkampf.