Camino Portugues 

Eigenes Foto 2011. Typisch die Marienverehrung am Camino Portugues

Zugegeben, eine provokante Überschrift. + Aber: In jeder (möglichen) Übertreibung steckt ein Körnchen Wahrheit. + Der Caminho Portugues 2011 war unsere dritte Jakobswegunternehmung. + Im Rückblick kann ich unmissverständlich feststellen, dass der Camino Portugues Central als ein mehr oder weniger zu einem mutierten Erlebniswanderweg mit dem Camino Frances als Jakobusweg absolut nicht konkurrieren kann. + Kirchen und religiös geprägte Sightseeingpoints fast immer leer resp. nicht besucht, seitens der Pilgerwanderer von Interesselosigkeit geprägt, dafür die unweit gelegenen Getränkestände, Restaurants überfüllt und nicht zu überhören. + Relativ viele Pilger bedeuteten mir, unreligiös zu sein, mit der (katholischen) Kirche nichts am Hut haben zu wollen, sowohl in der Dichte, absolut und prozentual, mehr als auf dem CF feststellbar. + Gleichwohl möchte ich den CP Central nicht missen, konnten wir doch mit Harold und Irene aus Calgary u.a.m. sehr interessante Mitpilger kennenlernen.

Eigenes Foto 2011 am Caminho Portugues

Alle Etappen + Pastoralbrief des Erzbischofs + Santiaguino do Monte + Wanderwegenetz genannt Camino de Santiago + Die Infrastruktur des christ-katholisch-grundierten Caminos nutzen und die Kirche ablehnen + Harold und Irene aus Calgary + Gotteshäuser am Weg

Es ist wie beim Golfen. Wenn der erste Schlag so richtig gut gelungen ist, nicht ins Gras gehackt, nicht getoppt, der kleine Ball das Eisen Sieben flüssig geschwungen verlassen, der Pro anerkennend die Weite auf über einhundert Meter taxiert hat, ja, dann ist man bereits infiziert – für das ganze Leben. Das Spiel lässt einen nicht mehr los. + Und so ist es mit dem Camino de Santiago. Kaum sind wir am 16. Mai vom Caminho Portugues zurückgekehrt, schon sitze ich am Schreibtisch, plane den nächsten Jakobsweg, den des Camino Aragones.