Wir über uns

Wer sich intensiv mit dem Camino de Santiago auseinandersetzt

Wer sich intensiv mit dem Camino de Santiago auseinandersetzt, sich vom genius loci ergreifen lässt, bereit ist, das Zeugnis der frühen Pilger wahrzunehmen, der wird automatisch ein Faible haben für mittelalterliche Geschichte, Politik und Theologie / Katholizität.

Nicht alle Probleme der Welt sind mit Wissenschaft, Technik oder political correctness lösbar. Weder Nostalgie, noch blinder Fortschrittsglaube. Die Wissenschaft verliert zunehmend ihre triumphale Aureolo *1)

Vor rund 2000 Jahren prägte Caligula, römischer Kaiser *2), das berühmte Bonmot „oderint dum metuant“ – „Mögen sie (die Mitbürger) mich hassen, solange sie mich fürchten!“ Fraglos zynisch gemeint und offensichtlich erfolgreich in die Tat umgesetzt. Leider sind ihm zu viele der nachfolgenden Politiker (bis in die Neuzeit) bereitwillig gefolgt, diese Form der Staatsführung als Maxime ihres politischen Handelns zu übernehmen.

Wichtig aber ist das Aufeinanderhören.  Angst, Hysterie, Cancel Culture, KI, Wokismus, Deplatforming und Silencing sind kontraproduktiv. – „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“: Ludwig Wittgenstein (1889-1951). – „Wer die Sprache verletzt, schlägt den Menschen selbst“: Romano Guardini (1885-1968) – Sprache sei das Zutage-Treten der Wahrheit, darum werde sie zerstört, wo sie in den Dienst der Propaganda gestellt wird. – Jeder Mensch strebt von Natur aus nach Wissen:  Aristoteles. Nicht nach betreutem Denken.

Gemeinfreies Foto: Raffaels (1483-1520) Schule von Athen mit den idealisierten Darstellungen der Gründerväter der abendländischen Philosophie. Obwohl seit Platon vor allem eine Sache der schriftlichen Abhandlung, ist das angeregte Gespräch bis heute ein wichtiger Bestandteil des philosophischen Lebens. Foto oben: Gemeinfrei. Raffael. 1510. Vatikanische Museen. Ausschnitt Disputa del Sacramento. *1) Aureole: Glorienschein; *2) Caligula, an sich Gaius Caesar Augustus Gemanicus, geb. 12 n. Christus, Kaiser von 37 bis 41 nach Christus.

Maxime. Gott erwartet meine individuelle Antwort

Das Christentum ist das Gegenteil einer Observanz-Religion, in der das Befolgen der Gebote als Schlüssel zum Verstehen dient. Christsein setzt den Mut voraus, auf das Göttliche Wort Jesu Christi zu hören, das allein die Gemeinschaft mit Gott konstituiert, denn er ist das Wort und dieses Wort steht am Anfang (vgl. Neues Testament, Joh 1). Gott erwartet unsere individuelle Antwort. Christsein bedeutet, als neue Menschen zu leben, die Christus als Gewand angelegt haben (vgl. NT, Gal 3,27) und in der Kirche eingegliedert sind. Christsein bedeutet also, Jesus Christus als den einzigen Erlöser der Menschen anzunehmen und an seiner Lehre, die Jesus selbst ist, festzuhalten. *3)

*3) Prof. Dr. Pater Wolfgang Buchmüller OCIST, Rektor der „Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz“. + Prof. Dr. Ralph Weimann, Priester, Bioethiker und Dogmatiker in Rom.

Buen Camino.
Deus aia nos y Santìago.

Peter Schulze

Moordeicher Ehepaar schreibt Buch über seine Erlebnisse

800 Kilometer auf dem Jakobsweg gepilgert

Von Markus Tönnishoff (Redakteur)

Stuhr-Moordeich. Immer wieder kommt es vor, dass Menschen aus der Gemeinde Stuhr ein Buch schreiben. Jetzt reihen sich auch Elke und Peter Schulze aus Moordeich in den Reigen der Autoren ein. Die beiden haben einen Reisebericht verfasst, der auch unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ stehen könnte, geht es doch um eine Wanderung auf dem legendären Jakobsweg. In ihrem Buch „Westwärts nach Galicien“ beschreiben die beiden ihre Erfahrungen, Eindrücke und Gefühle auf (…) In ihrem knapp 140-seitigen Buch im Din-A-4-Format verzichten die beiden zwar nichts ganz auf Fotos, setzen sie aber recht sparsam ein. Texte sind Elke und Peter Schulze wichtiger. In ihnen schildern die Schulzes nicht nur ihre Reiseerfahrungen, sondern auch ihre Gedanken und Reflexionen. Doch gelingt es ihnen auch, die Landschaften und Gebäude (…) sehr treffend zu beschreiben, sodass der Leser nicht unbedingt Bilder vermisst. Obendrein haben sich die beiden Autoren auch über die Geschichte vieler Orte informiert und geben die wichtigsten Daten kurz und knapp wieder. Zwischen den Texten finden sich immer wieder Sätze und Aussagen von mittelalterlichen Zeitzeugen.

„Wir haben unser Herz an den Jakobsweg verloren“, sagt Peter Schulze. Er beschäftigt sich schon sehr lange mit der Geschichte des Weges.“ (…) Das Buch kann u.a. auf der Internetseite www.epubli.de bestellt werden.

Der Artikel des Bremer Weser-Kurier vom 23. November 2012 erschien in mehreren Teil- / Regionalausgaben u.a. in Stuhr und in Delmenhorst, einer nahe gelegenen niedersächsischen Stadt mit rund 75.000 Einwohnern. Fünf Jahre zuvor, Dezember 2007, war der erste Artikel über uns erschienen:

https://www.weser-kurier.de/stadt-delmenhorst/800-kilometer-auf-dem-jakobsweg-gepilgert-doc7e3pfxqa15upjkrjkmp?reloc_action=artikel&reloc_label=/region/zeitungen_artikel,-800-Kilometer-auf-dem-Jakobsweg-gepilgert-_arid,438663.html

Den Reisebericht (linkes Foto) Westwärts nach Galicien – Pilger auf den Spuren vergangener Zeitzeugen nach Santiago de Compostela – können Sie sehr fragmentiert nachlesen unter dem Hauptmenüpunkt REISEBERICHT – oder käuflich in den betreffenden Online-Shops erwerben. Der Reisebericht zum Caminho Portugues komplettiert das Angebot.

2022 – Interview Internetradio

„Pilgern in der Zeit vor, während und nach Corona“

nachzuhören ab Minute 16:12: Kontrafunk aktuell am 28. Dezember 2022, Gesprächsführung Andreas Peter.  

Im  Wochenrückblick vom 31. Dezember 2022 ist das Interview in einer Zusammenfassung zu hören.

*) Quelle: Matthias Matussek. Die Welt auf der Couch. Die Weltwoche vom 06.10.23: Wissenschaftsgläubigkeit und Angstverbreitung.