Christenverfolgung. Mexiko. Spanien

Beispiel Mexiko 1926.

vgl. auch Menüpunkt WELTWEITE CHRISTENVERFOLGUNG HEUTE.

Empfehlung: DVD „Gottes General. Schlacht um die Freiheit“

15. Juli 2023. – Mexiko 1926. Mexikos atheistische Regierung versucht die brutale Vernichtung der katholischen Kirche. Analog der Französischen Revolution von 1789, als die Jakobiner unter Robespierre, Danton und Marat nicht nur die Anhänger des Königshauses, sondern besonders grausam die katholische Kirche und ihre Gläubigen verfolgen ließ, und das unter dem Rubrum Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Warum der 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille immer noch gefeiert wird, mag jeder für sich bewerten.

Vergleich spanischer Bürgerkrieg 1936-39

Wie in Spanien der 30ziger Jahre mit dem Ergebnis eines fürchterlichen Bürgerkrieges von 1936-1939 zwischen der Volksfrontregierung mit Sozialisten, Kommunisten (von Stalin gesteuert) und Anarchisten auf der einen und General Francisco Francos Nationale Bewegung auf der anderen Seite. Keine Frage. Franco war ein Diktator. Die Jakobiner nicht minder. Analoges in Portugal. Die atheistische Regierung versucht Anfang des letzten Jahrhunderts die Kirche zu desavouieren, zu pulverisieren. Die Fatima-Erscheinungen von 1916/17 kommen dazwischen.

Geschichtlicher Abriss Mexikos

Anno Domini 1525 erobert Hernán Cortés, spanischer Entdecker und Conquistador (1485-1547), das Aztekenreich inklusive der Hauptstadt Tenochtitlan (das heutige Mexiko City). Er läßt dabei den „großen Tempel“ zerstören, bei dessen Einweihung viele Jahre zuvor noch bis zu zwanzigtausend Kriegsgefangene als Menschenopfer unvorstellbar grausam umgebracht worden waren. Die „Welt“ vom 25.08.2015 berichtete darüber.

300 Jahre katholisch

Im Dezember 1531 erscheint im Stadtviertel Guadalupe von Mexiko-City dem später heiliggesprochenen Indio Juan Diego Cuauhtlaoatzin (1474-1548) viermal die „Mutter des einzig wahren Gottes“, die Jungfrau Maria und Gottesmutter des Herrn. Daraufhin bekehren sich innerhalb weniger Jahre Millionen Indios zum Christentum. Ungefähr 300 Jahre blieb Mexiko katholisch. Das änderte sich nach der mexikanischen Unabhängigkeit 1822.

Verfolgung der Katholiken beginnt 1859

Ab 1859 wird stringent die Trennung von Staat und Kirche vollzogen, der päpstliche Nuntius des Landes verwiesen, umfängliche laizistische Maßnahmen eingeführt. In 1917 (dem Fatimajahr von Portugal) schließt die Regierung die Kirche dann völlig vom öffentlichem Leben aus: viele Orden werden verboten, kirchliche Schulen geschlossen, Katholiken haben keine Besitzrechte mehr an Gebäuden, Priestern wird das Wahlrecht abgesprochen; Gottesdienste, Heilige Messen, können nur unter staatlicher Aufsicht vollzogen werden, dabei Priester nur dann zugelassen, wenn sie verheiratet sind; welch` ein Frevel.


Erhängte Cristeros,
entlang einer Bahnstrecke im Bundesstaat Jalisco in 1927 als Abschreckung seitens der regierungstreuen Truppen.

Fotoquelle: commons.wikipedia

Die Auseinandersetzungen nehmen in ungekannter brutaler Form zu und münden in 1926/27 letztlich in einen mehrjährigen Bürgerkrieg, dem Cristero-Aufstand, der Bauernmilizen, der 1929 seitens der regierungstreuen Truppen blutig niedergeschlagen wird; Priester und Laien auf der Straße ermordet. Mehrfache Interventionen des Papstes Pius XI. verhallen. Erst später entspannte sich die Situation; der staatliche verordnete Atheismus war gescheitert.

USA und Weltöffentlichkeit interessieren sich nicht

Interessant an dieser Situation ist, daß sowohl die angrenzenden USA (mehrheitlich Protestanten) wie die gesamte Weltöffentlichkeit dem Grunde nach sich passiv verhielten, jedoch die US-Regierung der mexikanischen Regierung Waffen liefern ließ zwecks Niederschlagung des Cristero-Aufstandes.

Auch heute interessiert sich die Weltöffentlichkeit nicht für die schlimmsten Christenverfolgungen ever, sodass sogar ein Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses davor warnte: „Beten allein wird nicht helfen„, Spiegel-Interview in Ausgabe 50/2014.

Zurück zum Cristero-Aufstand. Hierzu paßt sehr gut eine Nachricht vom 12. März 2016, publiziert von CNA (Catholic Network Agency deutsch): „Der letzte Cristero: Abschied von einem Kämpfer des katholischen Widerstands.“

Gottes General

Von diesem katholischen Widerstand handelt der US-mexikanische Film Gottes-General. Schlacht um die Freiheit / For Greater Glory: The True Story of Cristiada mit Andy Garcia, Oscar Isaac und Peter O`Toole, den ich sehr empfehlen möchte. In Deutschland von den Kino-Verleihern verschmäht.

Einer der Protagonisten des Films, der 14-jährige Jose Sanchez del Rio aus Mexiko, wird 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen. Er gilt als Kindermärtyrer, der während der blutigen Christenverfolgung seitens des Regimes, gefoltert und erschossen wurde, ohne am bewaffneten Geschehen selbst beteiligt gewesen zu sein. Warum heilig gesprochen? Papst Franziskus hatte im Februar 2016 in Mexiko ein 7-jähriges Mädchen getroffen, das auf Fürsprache des jungen Märtyrers auf wundersame Weise von einer Krankheit genesen war. Quelle: Radio Vatikan 13.10.2016.

vgl. auch Artikel The Cristero War