Pilgerbüro Santiago. 348.451 Pilger am 22. August 2025

6% Steigerung. Camino Frances: 45,76% + über 35% Caminho Portugues inkl. Costa. 45% Spanier. 7,7% Amerikaner. 5,01% Italiener. 4,73% Portugiesen. 16.148 Deutsche. Nur noch 1,89% Franzosen.

In Kürze werde ich nachfolgendes Zahlwerk auf den neuesten Stand bringen.

Ausgesuchte Caminos de Santiago, 27. Juli 2025

  • Camino Frances: 132.094 Pilger
  • Camino Portugues: 54.807
  • Camino Portugues Costa: 47.600
  • Gesamt: 287.483 Pilger
  • Ingles: 16.238 Pilger
  • Primitivo: 14.297 Pilger
  • Norte: 10.811 Pilger
  • Via de la Plata: 5.5324 Pilger
  • De Invierno: 1.736 Pilger
  • Muxia-Finisterre: 1.373 Pilger
  • Spanien: 118.182 Pilger
  • Portugal: 14.886 Pilger
  • Korea: 4.501 Pilger
  • China: 2.488 Pilger
  • Deutschland: 14.728 Pilger
  • USA: 24.757 Pilger
  • Italien: 12.595 Pilger
  • Brasilien: 4.763 Pilger
  • Frankreich: 5.574 Pilger
  • Tschechien: 2.931 Pilger
  • Mexiko: 6.479 Pilger
  • Kanada: 4.590 Pilger
  • Polen: 4.280 Pilger

Geschlechter – Motive

  • Frauen: 53,58%
  • Männer: 46,42%
  • Religiöse Motive: 47,06%
  • nicht religiöse: 19,64%
  • religiös-kulturelle: 33,30%

Altersgruppen

  • jünger 18 J.: 10,95%
  • älter 65 J.: 11,97%
  • 18-45 J.: 37,.74%
  • 46-65 J.: 39,34%

Einstiegsorte

Sarria: 32,18%. Tui: 7,82%. St. Jean: 6,25%. Roncesvalles: 0,78%. Von Deutschland aus: 134 Pilger. Von Lourdes: 86. Somport: 90. Von Paris: 77. Von Italien aus: 80 Pilger. Von Fatima: 90 Pilger. Von Belgien aus: 108 Pilger.

Es gab Zeiten, als der Anteil der Spanier noch um die 50% lag, derzeit wieder steigend mit 41,46% (zuletzt 35,4%). Die US-Amerikaner nehmen den 2. Rang ein; die Deutschen an 3. Stelle mit 5,17% vor den Portugiesen. Die Franzosen mit 1,96% lassen stark nach. – Interessant ist auch, dass die Menschen, die mittel- und unmittelbar an den Jakobswegen leben, offensichtlich nur begrenzten Zugang zum Camino und Jakobus finden.

Anfang Dezember `24 führte uns der Weg u.a. nach Finisterra, she. Bericht; vgl. auch Santiago in der Weihnachtszeit.

Will der Camino Frances nicht das Schicksal eines üblichen Wanderweges teilen, sollten sich die Verantwortlichen von St. Jean, Roncesvalles, Pamplona, Logrono, Burgos und Leon mächtig ins Zeug legen; auch und gerade die betreffenden Kirchengemeinden resp. Bistümer. Warum nicht die Schönheit des Camino de Navarra (145 km bis Pamplona) herausstreichen? Warum nicht die der Regionen La Rioja und Kastilien / Leon? Das Außergewöhnliche, das Mysterische, das Mystische des Camino de Santiago muss erhalten bleiben. Foto: Roncesvalles, 2006.

Dass Roncesvalles letztlich so wenig als Einstiegsort in den Camino Frances ausgewählt wird, erkläre ich mir unter anderem mit der relativ umständlichen Anfahrt: entweder mit dem Taxi von Pamplona, weil zu teuer, oder mit dem Bus von Pamplona, da zu zeitaufwendig. Auch hier könnte die Infrastruktur verbessert werden, nicht wahr?

Jetzt endlich scheinen es auch die Verantwortlichen begriffen haben; sie sprechen plötzlich vom Bedeutungsverlust des Camino Frances, von der Inflation der Jakobswegrouten. Ja, das mag sein. Aber: zunächst sollte man selbst tätig werden, nicht nur reagieren, die „Schuld“ woanders suchen. – vgl. dazu meinen Beitrag: Inflation der Jakobswegrouten zum Bericht von gronze.com.

Anmerkung: Die von mir teilweise ausgesuchten Routen und Einstiegsorte sind mehr oder weniger willkürlich ausgewählt. Alle Zahlen ausweislich der Pilgerstatistiken des Pilgerbüros Santiago de Compostela, 28.07.2025.

Weil`s so herrlich ist: Pilgern mit Koffer. Dieser kleine Seitenhieb ist allein deswegen existent zu halten, alldieweil der Herr Bischof nicht gerade dafür bekannt ist, die Dogmen der katholischen Kirche zu lehren (er folgt dem Mainstream), wie sein Bischofseid es eigentlich von ihm fordert. So folgt auch hier seine Exzellenz dem Beispiel vieler, auf dem Jakobsweg ohne Rucksack zu wandern, die Koffer zum jeweiligen Hotel transportieren zu lassen …

„Bischof Franz-Josef Overbeck verliert Koffer auf Jakobsweg.“So die Überschrift eines Berichtes auf dem Portal der deutschen Bischöfe aus 2018. Zitat: „500 Gläubige des Bistums Essen pilgern gerade auf dem Jakobsweg in Spanien. Bischof Franz-Josef Overbeck ist auch dabei, hatte aber gleich zu Beginn Pech: Sein Koffer ging verloren. Doch Mitpilger konnten ihm helfen.“ Später fand sich der Koffer wieder an. Quelle: Portal der deutschen Bischöfe: katholisch.de.

inklusive unseres ersten Camino Frances von 2006 viermal (4x) in Spanien, 1 x Portugal und 1 x Deutschland. Auf dem Rücken immer ein Rucksack mit bis zu 11 resp. 13 kg. Einen Koffer benutzten wir im Rahmen eines extra geschalteten Fototrips unter anderem in 2018 zusammen mit Stefan unserem Sohn und ‚Chauffeur‘ quer durch Frankreich bis kurz vor dem spanischen Burgos. – Wir hatten ja s. Zt. noch so viele Fotos aufnehmen können, weil aber von den Etappen so übermüdet, erschöpft oder die Kirchen, etc. geschlossen waren, war es uns weiland nicht vergönnt gewesen.

In 2011 – auf unserem Caminho Portugues – begegneten uns mehrere lautstarke Bus-Reisegruppen, die sich Pilger nannten ….. Der Bus mit den Koffern in wenigen Hundert Metern entfernt stationiert. – Nun denn, ihnen gehört der Jakobsweg gleichermaßen. Wo steht denn schon geschrieben, wie und mit welchen Hilfsmitteln zu pilgern ist? Ein „Aber“ gibt`s dennoch.

Gleichwohl passierte uns ein in etwa gleiches Schicksal. Unserer beider Rucksäcke, wie die vom Arztehepaar aus Oldenburg, wie die von Florian aus Potsdam: alle Lost and Found. Lösung: Wir warteten auf den nächsten Tag, schoben eine Extra-Übernachtung in Bilbao ein, vertrauten letztlich den Hinweisen des Carriers, der uns versichert hatte, dass alle Rucksäcke mit der nächsten am Folgetag planmäßigen Maschine kommen würden. Auch diese Geschichte ist in Teilen auf meiner Webseite Dort, wo Pilger aller Länder sich treffen, wiederzufinden.