Vergessen die Märtyrer des sowjetischen Kommunismus + Erzbischof Cordileone erinnert, San Francisco

20. Jahrhundert. Völlig vergessen die Christenverfolgung während der Herrschaft der Kommunisten in der Sowjetunion, in den von den Sowjets besetzten Ländern des Warschauer Paktes wie Polen, Ungarn, Bulgarien, CSSR. Tschechoslowakei (heute Tschechien, Slowakei), Rumänien, in subtiler Art auch in der DDR. *)

Foto umseitig. Quelle: commons.wikimedia (02.12.24) gemeinfrei. Bauarbeiten am Weißmeer-Ostsee-Kanal (Sommer 1932). Unbekannter Fotograf. Panorama view of work at White Sea Canal (Belomorkanal) between lake ladoga and the white sea in the Soviet Union (from october 16, 1931 until august 30, 1933). As depicted most of the work has been done manually by forced labour.

*) Von den gegenwärtigen Verfolgungen und schlimmen Drangsalen in Nord-Korea und in der Volksrepublik China abgesehen.

Die vor einem Vierteljahrhundert verblichene kommunistische Supermacht setzte auf die Vernichtung der Kirchen und die Auslöschung der Religion

1931 photo of the destruction of the original Church of Christ the Saviour in Moscow, Russia. + The destruction of the Cathedral of Christ the Saviour under the policy of Marxist-Leninist state atheism in the USSR +

Die Zerstörung der Christ-Erlöser-Kathedrale im Rahmen der Politik des marxistisch-leninistischen Staatsatheismus in der UdSSR.

FotoQuelle: commons.wikimedia (11.04.26), gemeinfrei

Auszug: Im Kampf Lenins und Stalins gegen die katholische Kirche lassen sich drei Etappen unterscheiden: In der ersten wurden die Diözesen liquidiert und alle Bischöfe vertrieben. + Bei der zweiten gelang es Stalin, die von Bischof Michel d‘ Herbigny im Auftrag von Papst Pius XI. geheim geweihte Hierarchie zu zerschlagen. + Der dritte Abschnitt setzte ein, als 1939/40 mit Ostpolen und dem Baltikum ganze katholische Gebiete unter sowjetische Herrschaft gerieten, was 1944/45 ein zweites Mal erfolgte.

Quelle (Zitat): Die sowjetische Zeitschrift „Der Gottlose“ (Besboshnik) feierte offen unumwunden ihre satanischen Triumphe mit Kirchenschändungen und Blasphemien. + Beispiel:

  • Besoffene Matrosen zogen mit Dirnen in ein Gotteshaus und zerstörten die Einrichtung.
  • Bolschewiken inszenierten die „Trauung“ eines Popen mit einer Stute.
  • Beide küssten das Kruzifix.
  • Nachdem der Priester seinen Glauben verraten hatte und dadurch moralisch vernichtet worden war, wurde er erschossen und damit gleichsam zweimal ermordet.“

Soviet children protesting against Christmas in Moscow, 1929. The banners call for parents not to buy Christmas trees (left) and for the encouragement of secular education (right).

Sowjetische Kinder protestieren 1929 in Moskau gegen Weihnachten. Auf den Transparenten wird dazu aufgerufen, keine Weihnachtsbäume zu kaufen (links), und für eine weltliche Erziehung geworben (rechts).

FotoQuelle: commons.wikimedia (11.04.26), gemeinfrei

Der Autor berichtet anschaulich beispielhaft über den Abfall eines Moskauer Patricharchen, der geglaubt hatte, mit seiner Ergebenheitserklärung, er sei nicht mehr Feind der Sowjetmacht, die Kirche irgendwie retten zu können: eindeutiges Fehlverhalten, weil sie, viele Bischöfe und Priester, sich alle täuschten. Das rote Rad des Terrors zermalmte alles, was nicht auf Linie lag.

Quelle: Tagespost, 9. April 2026, Das rote Rad des Terrors. Verlinkung später. Uwe Wolff bemüht dabei die Autoren Eberhard Michelsson (1929 über die sowjetische Religionspolitik) und Edzard Schaper (1908-1984, Konvertit, Schriftsteller; dokumentierte die kirchliche Untergrundarbeit); letzterer musste sich gar vor den schwedischen Staatsmacht fürchten, die ihn an die Sowjetunion ausliefern wollte.

200.000 Priester und Ordensleute

  • Laut „France Catholique“ können 200.000 russisch-orthodoxe Priester, Mönche und Nonnen als Märtyrer betrachtet werden:
  • von den Massenerschießungen und Folterungen zum Verschwinden zahlreicher Menschen ohne jegliche Dokumentation. 
  • Quelle: Die Tagespost, S. 8, Pressestimmen.

US-Erzbischof Salvatore Joseph Cordileone:

An die „Märtyrer des Kommunismus“ sollte mehr erinnert werden

Von jenen Heiligen, die er besonders verehre, waren viele nicht unbedingt getötet worden, sondern schwer verfolgt. + Diese großen Männer trotzten – unter Lebensgefahr – den Regimes. + Viele unserer heutigen Bischöfe schwimmen im Mainstream mit, wagen nicht aufzubegehren – zum Beispiel gegen die familienfeindliche Politik und gegen die Abtreibung.

Erzbischof Cordileon nennt unter anderem folgende „große Bischöfe und Kardinäle während des Sowjetregimes und des Nationalsozialismus“:

  • Karol Jozef Wojtyła, Polen, späterer Papst Johannes Paul II., 1920-2005.
  • Ihm wird (als Papst) eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland Polen zugeschrieben. +
  • Wojtyła führte seine Studien in der Untergrunduniversität fort, wurde aber zwangsweise zum Baudienst im Generalgouvernement herangezogen. Er war in einem Steinbruch sowie vom Frühjahr 1942 bis August 1944 in einer Chemiefabrik eingesetzt. So entging er seiner Deportation zur Zwangsarbeit nach Deutschland. + Wadowice und Krakau sind Orte, die bis zum Zweiten Weltkrieg sehr stark durch die jüdische Kultur beeinflusst waren, was prägend für Wojtyłas positives Verhältnis zum Judentum war. +
  • Im Oktober 1942 trat er ins geheime Priesterseminar der Erzdiözese Krakau ein. + Von August 1944 bis Kriegsende 1945 fand er Zuflucht in der Residenz des Krakauer Erzbischofs Adam Stefan Sapieha
  • Kardinal Jozsef Mindszenty, Ungarn, Esztergom, 1892-1975.
  • Wegen seines Auftretens gegen Ungerechtigkeiten wurde er mehrmals inhaftiert und war nach 1945 eine Symbolfigur des Widerstandes gegen den Kommunismus in Ungarn. +
  • Nach der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands im November 1956 lebte er bis 1971 im Asyl der US-Botschaft in Budapest und danach bis zu seinem Tod im Exil in Wien.
  • Quelle: zum Teil Wikipedia (19-10-25)

Ermordet ihres katholischen Glaubens wegen – von den Anhängern der Volksfrontregierung aus Sozialisten, Freimaurern, Kommunisten und Anarchisten.