2. Vatikanisches Konzil 1962/65. Was sagen Zeitzeugen? „Was früher als das Heiligste galt, scheint plötzlich als das Verbotenste …“

Eines der zentralen theologischen Anliegen von Kardinal Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. war es, zu zeigen, dass das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) nicht als Bruch mit der Tradition verstanden werden dürfe. Foto umseitig: Konzilseröffnung. Quelle s.u.

Was sagt der Zeitzeuge und Peritus *) des Konzils

Joseph Ratzinger?

Als Theologieprofessor, als Erzbischof von München-Freising, als Kurienkardinal (Präfekt der Glaubenskongregation), als Papst Benedikt XVI., als Papa Emeritus?

Joseph Kardinal Ratzinger, Rom 1988.

Quelle: commons.wikimedia, gemeinfrei (31.12.24)

*) Peritus: beratender Konzilstheologe, in diesem Fall Berater vom Kölner Kardinal Josef Frings

Als emeritierter Papst Benedikt XVI. – 2015

Aktive Teilnahme der Gläubigen darf nicht um-interpretiert werden

Konzilseröffnung 1962. Prozession der Konzilsväter, 11. Oktober 1962.

FotoQuelle: commons.wikimedia, Peter Geymayer, gemeinfrei (19.01.25)

Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde in Krakau 2015 verwies er darauf, dass manche die Forderung des Konzils nach einer aktiven Teilnahme der Gläubigen am Gottesdienst so radikal (um-)interpretiert hätten, dass Chorwerke und Orchestermessen künftig in Konzertsäle verbannt werden müssten. Demgegenüber betonte er, die Kirchenmusik dürfe nicht aus der Liturgie verschwinden. Das habe das Konzil ausdrücklich abgelehnt. 

Quelle: KNA/mak. © WeltN24 GmbH 2015. 

Als amtierender Papst Benedikt XVI. in 2009, 2012, 2013

Es gibt keine nach-konziliare Kirche

Konzil: Teil der ganzen und einzigen Tradition der Kirche und ihres Glaubens.“

Am 11. Februar 2009 sprach Benedikt über das Petrus-Amt, also über Identität und Kontinuität. Für ihn war und ist es unerträglich, von einer vor- und nachkonziliaren Kirche zu sprechen, quasi von Dummen, Rückständigen und Fortschrittlichen und Guten. Denn zu Ende gedacht hieße das doch wohl, dass auch die Gründung / Stiftung der Kirche durch Christus „vorkonziliar“ wäre. Somit wären auch alle Apostel und fast alle Heiligen von der heiligen Cäcilia bis zu Edith Stein als vor-konziliar zu betrachten.

Pfingstmesse, 15. Mai 2005.

In seinem Vorwort zu einem Band der Gesamtausgabe seiner Werke zum II. Vaticanum brachte der Papst am 2. August 2012 auch einen Vorbehalt bezüglich bestimmter Inhalte in den Dokumenten Gaudium spes (Pastorale Konstitution) und Nostra aetate („in unserer Zeit“: Anfangsworte der Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen) zum Ausdruck. – mehr später –

Quelle: commons.wikimedia, gemeinfrei (31.12.24)

Nicht von ungefähr pflegen / pflegten große Teile des deutschen Episkopats (Gesamtheit der Bischöfe) eine deutliche Aversion gegenüber diesen ihren deutschen Papst.

Ansprache an den römischen Klerus am 14. Februar 2013

Konzil der Konzilsväter versus Konzil der Medien

In einer seiner letzten Ansprachen vor seinem Rücktritt ging Papst Benedikt XVI. am 14. Februar 2013 noch einmal im Detail auf das Zweite Vatikanische Konzil ein. Eigentlich wollte er an jenem Tag seinem Klerus, seinen römischen Priestern und Bischöfen, eine andere Rede gehalten haben.

So nutzte er dann die Gelegenheit, nur noch zwei Wochen verblieben ihm als Pontifex maximus, Vatikanum II in Erinnerung zu rufen. Es war mucksmäuschenstill, ich lauschte live via TV.

Aus dem Stegreif faszinierte er seine Zuhörer, als er aus dem Gedächtnis über das Konzil der Konzilsväter sprach und, wie er treffend formulierte – über das Konzil der Medien. Ein fundamentaler Unterschied. Mehr hierüber vgl. auch seine Ansprache vom 22. Dezember 2005.

Auszüge seiner Rede an die Bischöfe Chiles:

  • „Viele Ausführungen vermitteln den Eindruck,
  • daß nach dem Vatikanum II jetzt alles anders ist und das Frühere alles keine Gültigkeit mehr haben kann, oder, in den meisten Fällen, diese nur noch im Lichte des Vatikanum II hat: 
  • Das Zweite Vatikanische Konzil behandelt man nicht (mehr) als Teil der lebendigen Tradition der Kirche, sondern direkt als Ende der Tradition und so, als fange man ganz bei Null an. 
  • Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte;
  • trotzdem interpretieren es viele, als wäre es fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt.
  • Dieser Eindruck wird besonders durch Ereignisse des täglichen Lebens verstärkt. 
  • Man duldet keine Kritik an den Maßnahmen der nachkonziliaren Zeit;
  • wo aber die alten Normen oder die großen Glaubenswahrheiten – zum Beispiel die leibliche Jungfräulichkeit Marias, die körperliche Auferstehung Jesu, die Unsterblichkeit der Seele etc. – im Spiel sind, da reagiert man entweder überhaupt nicht, oder nur in extrem abgeschwächter Form. (…) 
  • Das führt bei vielen Menschen dazu, daß sie sich fragen, ob die Kirche von heute wirklich noch die gleiche ist wie gestern, oder ob man sie nicht ohne Warnung gegen eine andere ausgetauscht hat. 

Quelle: Das Portal zur katholischen Geisteswelt; P. Engelbert Recktenwald FSSP; vollständiger Text: s.u. + Weitere Quellen: Reform u. Kontinuität. / Tradition u. Kultur. Papst Franziskus duldet keine Kritik am Konzil. Weiterlesen

Statt um Strukturen streiten – auf das Evangelium Christi hören

Denn in all den nachkonziliaren Debatten um das Amt und um die Strukturen der Kirche und in dem vielfältigen täglichen Kleinkram und seinem Streit tun wir in Wirklichkeit dasselbe.“

Der Rangstreit der Jünger geht in vielgestaltiger Weise weiter. Und obwohl wir immer wieder das Evangelium hören, obwohl es 2000 Jahre verkündigt wird, sind wir offenbar nicht imstande, wirklich etwas von Herrn zu erlernen. Denn das Evangelium kann man eben nicht wie irgendeinen technischen oder mathematischen oder einen Sprachkurs der Reihe nach mit dem Verstand verstehen. „

Foto: 1977. Erzbischof Joseph Ratzinger mit Prof. Dr. Wolfgang Nastainczyk. commons.wikimedia, 03.01.25, gemeinfrei.

Quelle: Joseph Ratzinger. Gesammelte Schriften. Band 14/2 Predigten. Taufe und Becher. München, 31. Mai 1978. S. 759

Unsere Kirchen, unsere Priesterseminare, unsere Klöster sind nach dem Konzil leerer geworden

Nachstehende Äußerungen sind seinem Aufsatz „Zur Ortsbestimmung von Kirche und Theologie heute“ zu entnehmen – geschrieben zum 10. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Kozils 1962-1965.

  • daß das Klima in der Kirche zeitweise schon nicht mehr bloß frostig, sondern nur noch bissig-aggressiv war, braucht auch nicht umständlich bewiesen zu werden;
  • daß allenthalben Parteiungen die Gemeinschaft zerreißen, gehört zu unseren täglichen Erlebnissen, die die Freude am Christlichen bedrohen.
  • Wer solches sagt , wird schnell des Pessimismus geziehen und so aus dem Gespräch gestellt.

Quelle: Ich beziehe mich hier auf einen Artikel in Summorum Pontificum.de. Joseph Ratzinger, Theologische Prinzipienlehre. Donauwörth 2005, S. 383 – 39.

Später wird er als Papst Benedikt XVI.

diese schonungslose Beschreibung nicht mehr in Ansatz bringen, gleichwohl er immer wieder davor warnte, nur den vermeintlichen Geist des Konzils zu beschwören und nicht die tatsächlich schriftlich manifestierten Ergebnisse. Nicht das Konzil der Medien – sondern das Konzil der Väter zähle.

Zur Untermauerung dieser seiner Gedanken zitiert der Professor in seinem Vortrag von 1975 Gregor von Nazianz (s.u.), der in 382 die Einladung zur Fortsetzung des Konzils von Konstantinopel mit Worten abgelehnt habe:

  • „Um die Wahrheit zu sagen, so halte ich dafür, daß man jedes Konzil der Bischöfe fliehen sollte,
  • da ich einen glücklichen Ausgang noch bei keinem erlebte;
  • auch nicht die Abschaffung von Übelständen …,
  • immer dagegen Ehrsucht oder Zank ums Vorgehen.“  

Basilius der Große (330-379),

Joseph Ratzinger weiter: Basilius der Große, Bischof und Kirchenlehrer, habe die Konzilien seiner Zeit noch deutlicher und kritischer beurteilt:

  • Sie hätten zu einer „entsetzlicher Unordnung und Verwirrung“ geführt und
  • die ganze Kirche mit einem „unaufhörlichen Geschwätz“ erfüllt.

Kirchenlehrer Basilius der Große, geboren 330 in Cäsarea in Kappadokien, gestorben am 1. Januar 379. Basilius war der Bruder von Gregor von NyssaPetrus von Sebaste und Makrina „der Jüngeren”, Sohn einer angesehenen und frommen Familie. Er zählt als „Neucinäer zu den geistigen Vätern des Glaubensbekenntnisses von Nicäa-Konstantinopel von 381. Von ihm ist viel bekannt, über 300 Briefe blieben erhalten. 

Basilius, sein Bruder Gregor von Nyssa (335–394), und sein oben zitierter Freund Gregor von Nazianz (329-390) werden als die drei kappadokischen Kirchenväter bezeichnet.

Interessant die Geschichte der älteren Schwester Makrina; für Gregor seine Lehrmeisterin. Das Frage-und-Antwort-Gespräch der beiden über die Themen Seele und Auferstehung besticht durch eine nicht wegzudenkende Intellektualität und Glaubenstiefe, von der sich so mancher heutige Theologe eine Scheibe abschneiden könnte.

Foto: gemeinfrei (02.01.25). Joachim Schäfer, <a href=“www.heiligenlexikon.de“>Ökumenisches Heiligenlexikon</a>

Mein Zwischenfazit: Als hätten die Bischöfe des 20./21. Jahrhunderts nichts dazu gelernt: beklemmend aktuell.

Prof. Ratzinger weiter: Wenngleich die großen Konzilien des 4. Jahrhunderts in der historischen Rückschau als Leuchttürme der Kirche erkennbar geworden seien, so hätten sie gleichwohl zu schweren Spaltungen geführt, deren kirchliche Wunden bis heute nicht verheilt seien.

  • „Die treuen Erben des großen Bischofs Kyrill von Alexandrien (375-444) fühlten sich durch die Formeln verraten,
  • die ihrer heilig gehaltenen Überlieferung entgegenstanden;
  • als monophysitische Christen bilden sie im Orient noch heute eine bedeutende Minorität,
  • die uns einfach durch ihr Dasein noch etwas von der Härte der damaligen Kämpfe ahnen läßt.“
  • „Ein Konzil (Anm. gemeint ist Vaticanum II), das nicht dogmatisierte und niemanden ausschloß,
  • schien niemanden treffen, niemanden abstoßen, nur alle anziehen zu können.
  • In Wahrheit ist es ihm nicht anders ergangen als den Kirchenversammlungen zuvor;

Wie konnte es geschehen, dass aus dem großen Aufbruch zur Einheit der Zerfall hervorkam?

Diese markanten Sätze prägte der Zeitzeuge in seiner Zeit als Theologieprofessor bereits wenige Jahre nach dem Konzil, in 1971.

  • „Wie konnte es zu dieser merkwürdigen babylonischen Situation kommen in dem Augenblick, in dem wir ein neues Pfingsten erhofft hatten? 
  • Wie war es möglich, dass gerade in dem Moment, in dem das Konzil die reife Ernte des Erwachens der letzten Jahrzehnte eingebracht zu haben schien, statt des Reichtums der Erfüllung sich plötzlich eine unheimliche Leere ergab?

Quelle: Credo für heute – Was Christen glauben“, Joseph Ratzinger / Benedikt XVI., Verlag Herder, Freiburg, 2006; Seite 192; zitiert aus seinem Buch mit Co-Autor Hans Urs von Balthasar „Warum ich noch in der Kirche bin“; Kösel-Verlag, München, 1971. 

Als Theologie-Professor 1971

Über das 1. Vatikanische Konzil 1870

In seinem Buch „Credo für heute“ geht Professor Ratzinger 1971 im Rahmen seines Themas „Warum ich noch in der Kirche bin“, auch auf das Erste Vatikanum ein. Damit bringt er unmissverständlich die Wichtigkeit von Vaticanum I zum Audruck, widerspricht also denjenigen vehement, die die kirchliche Zeitrechnung erst mit 1962 beginnen lassen wollen.

  • „Sagen wir es einmal ganz hart: Das erste Vatikanum hatte die Kirche beschrieben als „signum levatum in nationes“, als das große eschatologische Banner, das weithin sichtbar die Menschen ruft und vereint.
  • Sei es (so meinte das Konzil von 1870) jenes von Jesaja (11,12) erhoffte, weithin sichtbare Zeichen, das jeder Mensch erkennen kann und das allen unzweideutig den Weg weist:
  • Mit ihrer wunderbaren Ausbreitung, ihrer hohen Heiligkeit, ihrer Fruchtbarkeit in allem Guten und ihrer unerschütterlichen Stabilität sei sie das eigentliche Wunder des Christentums, seine ständige, alle anderen Zeichen und Wunder ersetzende Beglaubigung vor dem Angesicht der Geschichte.

Vorahnungen: Heidentum in der Kirche. Entweltlichung

  • „Dieses dem Namen nach christliche Europa ist seit rund vierhundert Jahren zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen her auszuhöhlen droht.
  • Das Erscheinungsbild der Kirche der Neuzeit ist wesentlich davon bestimmt, dass sie auf eine ganz neue Weise Kirche der Heiden geworden ist und noch immer mehr wird:
  • nicht wie einst, Kirche aus den Heiden, die zu Christen geworden sind,
  • Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst, und gerade das ist das Kennzeichnende sowohl der Kirche unserer Tage wie auch des neuen Heidentums, dass es sich um ein Heidentum in der Kirche handelt und um eine Kirche, in deren Herzen das Heidentum lebt.“ 

Quelle: Die Tagespost vom 19. Juli 2018, Artikel von Martin Lohmann – Gottes Werk oder Runder Tisch.

Eine brillante Beschreibung des jungen Professors Joseph Ratzinger über die moderne sich anbahnende reps. abzeichnende, in Teilen schon bestehende Heiden-Kirche, die noch keiner seiner Mit-Theologen im Auge hatte. Im Gegenteil, man griff den jungen Professor an: es sei doch alles okay, die Kirchen voll, et ecetera.

Woran machte er es fest? An seinen Erfahrungen als junger Kaplan (24-jährig) in Münchner Gemeinden beginnend im Spätsommer 1951: Zitat Ratzinger: Es zeigte sich, dass im Glauben eigentlich auch die Erwachsenen Kinder sind und so am ehesten zum Erwachsensein im Glauben geführt werden können. Jedenfalls war der Besuch der 10.30-Uhr-Messe steigend: Es war schließlich der weitaus am besten besuchte Gottesdienst, an dem die Menschen auch mit Stehplätzen sich begnügten und die Kirche bis an den Rand gefüllt war. So hat der Geistliche Rat Blumschein mich dann auch als Prediger der 7.30-Uhr-Messe eingesetzt, was zur Folge hatte, dass ich an vielen Sonntagen zwei verschiedene Predigten vorbereiten musste.“

Und weiter in schonungsloser Offenheit: „Ob das Wort ,Entweltlichung‘, das aus dem von Heidegger gebildeten Wortschatz stammt, in Freiburg als abschließendes Stichwort von mir klug gewählt war, weiß ich nicht. Der Gedanke als solcher ist mir im Lauf meines Kaplansjahres immer deutlicher geworden, und ich habe ihn zum Ende meiner Freisinger Jahre in den Beitrag ‚Die neuen Heiden und die Kirche‘ in der katholischen Kulturzeitschrift Hochland, die im Kösel-Verlag erschien, dargestellt und ein unerwartetes Echo gefunden.

Ratzinger: Meine Erfahrung in dem Bogenhausener Jahr hatte mir gezeigt,

  • dass viele der die Struktur und das Leben in der Kirche betreffenden Funktionen von Menschen wahrgenommen wurden, die den Glauben der Kirche keineswegs teilten.
  • So musste ihr Zeugnis auch in vielem als fragwürdig erscheinen.

„Eine Scheidung war notwendig, so kam es mir vor. Allerdings konnte und durfte man nicht an eine Kirche der Heiligen denken: Dass dieser in der Geschichte immer wiederkehrende Gedanke ein falscher Traum ist, den die Wirklichkeit immer sofort widerlegt, war mir besonders in meinen Augustinus-Studien über den Donatismus deutlich geworden.“

Der Donatismus war am Ende der Verfolgungszeit in Nordafrika entstanden, als Bischöfe, die sich mit dem heidnischen Staat kompromittiert hatten, nun weitermachten, als ob sie immer treue Hirten gewesen wären. Nicht wenige Gläubige wollten aber solche Hirten nicht anerkennen.“

Später dann, nach Beendigung des Konzils, Ende der Sechziger, konnte Ratzinger sich quasi haptisch bestätigt fühlen, sorgten doch die liberalen Protagonisten des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962-1965 dafür, dass viele Gläubige sich erstmal innerlich von ihrer Kirche verabschiedeten: nichts war mehr wie früher, alles floss den Bach runter, der Glaube versandete allmählich – mehr oder weniger unter direkter wie indirekter Mithilfe vieler deutscher Bischöfe, die die Kirche auf den Kopf stellen wollten … . 

Fortsetzung folgt

Reden und Ansprachen des Papstes. Andere Zeitzeugen: Bundeskanzler Konrad Adenauer. Disput Erzbischof Marcel Lefebvre mit Papst Paul VI. Staatsrechtler Carl Schmitt. Bischof Bode, Osnabrück. Abriss Hochaltar St. Johann, Bremen. Umdeutung Konzilsergebnisse; etc.

Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern

Als erstes möchte ich Ihnen von ganzem Herzen für Ihre liebenswürdige Einladung danken, Ihr Land zu besuchen, und auch für diese Gelegenheit zu brüderlicher Begegnung und Dialog. Ich mache mir keine Illusionen, ein Land während eines Aufenthalts von einigen wenigen Tagen kennenlernen zu können, aber dennoch ist es mir sehr wichtig, die Gelegenheit zu haben, die Orte zu sehen, wo Sie arbeiten, und in gewissem Maße selbst die Atmosphäre des kirchlichen Lebens hier zu erfahren.

Ich möchte Ihnen mit diesen Worten den Dialog sehr ans Herz legen, den wir miteinander führen wollen. Ich nutze im allgemeinen die Gelegenheit einer solchen Begegnung, um kurz einige der wichtigsten Fragen der Arbeit der Kongregation zu erläutern. Doch das durch die Bischofsweihen vom 30.Juni offensichtliche Schisma bewegt mich dazu, dieses Mal mit dieser Gewohnheit zu brechen. Heute möchte ich einfach einige Dinge kommentieren, die den Fall Mgr. Lefebvres betreffen. Statt mich bei den Ereignissen aufzuhalten, scheint es mir von größerer Tragweite und Wichtigkeit, die Lehren, die die Kirche aus den gesamten Geschehnissen für heute und für morgen ziehen kann, zu beurteilen. Zu diesem Zweck möchte ich zuerst einige Bemerkungen zu der Haltung des Heiligen Stuhls während der Gespräche mit Mgr. Lefebvre voranschicken, und danach möchte ich dann auf die allgemeinen Ursachen näher eingehen, die zu dieser Situation geführt haben und die, über den besonderen Fall hinaus, uns alle betreffen.

I. Die Haltung des Heiligen Stuhls in den Gesprächen mit Lefebvre

In dem aufrichtigen Bemühen darum, einen angemessenen Lebensraum für seine Bewegung innerhalb der Kirche zu schaffen, haben wir in den letzten Monaten viel Arbeit in das Problem von Lefebvre investiert. Der Heilige Stuhl ist aus diesem Grunde von vielen Seiten kritisiert worden. Man sagte, der Heilige Stuhl habe dem Druck des Schismas nachgegeben; der Heilige Stuhl habe das Zweite Vatikanische Konzil nicht mit der angemessenen Kraft verteidigt; während der Heilige Stuhl mit großer Härte gegen die progressistischen Bewegungen vorgehe, zeige er zu viel Verständnis für die konservative Rebellion. Die spätere Entwicklung der Ereignisse hat diese Behauptungen deutlich genug widerlegt. Der Mythos der Härte des Vatikans angesichts der progressistischen Vergehen ist letzten Endes ein leeres Hirngespinst. Bisher hat man vor allem Ermahnungen ausgesprochen und in keinem Falle kanonische Strafen im eigentlichen Sinne verhängt.

Die Tatsache, daß Lefebvre zum Schluß den unterschriebenen Vertrag gekündigt hat, zeigt, daß der Heilige Stuhl trotz der wirklich weitgehenden Konzessionen ihm nicht die umfassende Freiheit gewahrt hat, die er wollte. Im grundlegenden Teil der Übereinkünfte hatte Lefebvre anerkannt, daß er das Zweite Vatikanum und die Aussagen des postkonziliaren Lehramtes akzeptieren muß, und zwar mit der Autorität, die dem jeweiligen Dokument zukommt.

Es ist widersinnig, daß gerade diejenigen, die keine Gelegenheit ausgelassen haben, um vor aller Welt ihren Ungehorsam – gegenüber dem Papst und den Aussagen des Lehramtes in den letzten 20 Jahren – zu verkünden, gerade diejenigen sind, die diese Haltung als zu lau verurteilen und fordern, einen totalen Gehorsam gegenüber dem Zweiten Vatikanum zu verlangen.

Man hat auch behauptet, daß der Vatikan Lefebvre ein Recht auf Uneinigkeit zugestanden habe, was man den Komponenten progressistischer Tendenz dauernd verweigere. In Wahrheit war das Einzige, was man in der Übereinkunft – entsprechend Lumen Gentium Nr. 25 – bestätigte, die einfache Tatsache, daß nicht alle Dokumente des Konzils den gleichen Rang haben. Im Vertrag wurde außerdem explizit vorgesehen, daß die öffentliche Polemik vermieden werden muß, und es wurde eine positive Haltung der Achtung gegenüber den Maßnahmen und öffentlichen Erklärungen gefordert. Man hat jedoch der Priesterbruderschaft ebenso das Recht eingeräumt, dem Heiligen Stuhl – wobei dessen Entscheidungsbefugnis unangetastet bleibt – Schwierigkeiten in Fragen der Interpretation und der Reformen im juristischen und liturgischen Bereich darzulegen. Dies alles zeigt sicher ausreichend, daß Rom in diesem schwierigen Dialog die Großzügigkeit in allem, worüber sich sprechen läßt, mit der Festigkeit im Wesentlichen vereint hat.

Die Erklärung, die Mgr. Lefebvre selbst für die Zurücknahme seiner Zustimmung gab, ist sehr aufschlußreich. Er erklärte, er habe nun begriffen, daß der unterzeichnete Vertrag nur darauf abziele, sein Werk in die ‚Kirche des Konzils‘ zu integrieren. Die Katholische Kirche in der Einheit mit dem Papst ist für ihn die ‚Kirche des Konzils‘, die sich ihrer eigenen Vergangenheit entäußert hat. Es scheint, als könne er nicht mehr sehen, daß es sich einfach um die Katholische Kirche mit der Gesamtheit der Tradition, zu der auch das Zweite Vatikanische Konzil gehört, handelt.

II. Überlegungen über die tieferen Ursachen des Falls Lefebvre

Das Problem, das uns Lefebvre vorgelegt hat, endet aber nicht mit dem Bruch vom 30. Juni. Es wäre zu bequem, in eine Art Triumphalismus zu verfallen und zu denken, das Problem existiere nicht mehr von dem Augenblick an, da die Bewegung Lefebvres sich klar von der Kirche getrennt hat. Ein Christ kann und darf sich über eine (Kirchen-)Spaltung niemals freuen.

Auch wenn die Schuld mit Sicherheit nicht dem Heiligen Stuhl zuzuweisen ist, haben wir dennoch die Pflicht, uns zu fragen, welche Fehler wir gemacht haben, welche Fehler wir (noch immer) machen.

Die Normen, mit denen man seit der Erscheinung des Dekrets über den Ökumenismus im Zweiten Vatikanum die Vergangenheit bewertet, müssen logischerweise auch in der Gegenwart Gültigkeit haben. Eine der fundamentalen Entdeckungen der ökumenischen Theologie ist, daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden.

Die an den Rand gedrängte Wahrheit verselbständigt sich, und von der Ganzheit der kirchlichen Struktur entwurzelt, bildet sich in ihrem Umfeld dann die neue Bewegung. Die Tatsache, daß nicht wenige Menschen außerhalb des engen Kreises der Mitglieder der Priesterbruderschaft Lefebvres in diesem Mann eine Art Leitbild oder zumindest nützlichen Lehrer sehen, muß uns zu denken geben. Es reicht nicht, sich auf politische Motive oder auf Nostalgie und andere sekundäre Gründe kultureller Art zu berufen. Diese Gründe würden nicht ausreichen, um auch und besonders junge Menschen anzuziehen, die aus sehr verschiedenen Ländern mit den unterschiedlichsten politischen oder kulturellen Voraussetzungen stammen.

Sicher bemerkt man überall die engstirnige, einseitige Betrachtungsweise. Trotzdem wäre das Phänomen insgesamt nicht denkbar, wenn es nicht auch eine Reihe positiver Elemente gäbe, die in der heutigen Kirche im allgemeinen nicht den erforderlichen Lebensraum finden. Aus allen diesen Gründen sollten wir diese Situation vor allem als einen Anlaß zur Gewissensprüfung betrachten. Wir müssen uns ernsthaft zu den Mängeln in unserer Seelsorge befragen lassen, auf die alle diese Ereignisse hinweisen. So werden wir denen einen Platz bieten können, die innerhalb der Kirche fragen und suchen, und so wird es uns gelingen, das Schisma aus dem Innern der Kirche selbst heraus überflüssig zu machen. Ich möchte gerne drei Aspekte nennen, die meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

a) Das Heilige und das Profane

Es gibt viele Gründe, die dazu geführt haben können, daß viele Menschen Zuflucht in der alten Liturgie suchen. Ein erster und wichtiger Grund liegt in der Bewahrung der Würde und des Heiligen.

Nach dem Konzil haben viele absichtlich die „Entsakralisierung“ zum Programm erhoben, indem sie erklärten, daß das Neue Testament den Tempelkult abgeschafft habe: Der Vorhang des Tempels, der im Augenblick des Kreuztodes Christi zerriß, bedeute – ihrer Meinung nach – das Ende des Heiligen. Der Tod Jesu außerhalb der Mauern, d.h. vor aller Augen, ist nun der wahre Kult. Der Kult, wenn er überhaupt existiert, besteht in der Nicht-Sakralität des täglichen Lebens, in der gelebten Liebe. Von diesen Überlegungen getrieben, hat man die priesterlichen Gewänder beiseite gelegt; man befreite die Kirchen weitestgehend vom Glanz, der an das Heilige erinnert; und wo dies möglich war, reduzierte man die Liturgie durch Grüße, gemeinsame Zeichen der Freundschaft und ähnliche Dinge auf die Sprache und Gesten des normalen Lebens.

Dennoch verkannte man mit diesen Theorien und dieser Praxis völlig den wahren Zusammenhang zwischen dem Alten und dem Neuen Testament; man hatte vergessen, daß diese Welt noch nicht das Königreich Gottes ist und daß „der Heilige Gottes“ (Joh. 6,69) weiterhin noch im Gegensatz zur Welt steht; daß wir der Läuterung bedürfen, um uns Ihm zu nähern; daß das Profane auch nach dem Tod und der Auferstehung Jesu nicht zum Heiligen geworden ist.

Der Auferstandene ist nur denjenigen erschienen, deren Herz sich Ihm, dem Heiligen, öffnete: er hat sich nicht jedem gezeigt. Aus dieser Welt hat man den neuen Raum des Kultes geöffnet, auf den wir uns alle beziehen; auf diesen Kult, der darin besteht, sich der Gemeinschaft mit dem Auferstandenen zu nähern, zu dessen Füßen sich die Frauen niederwarfen und den sie anbeteten (Mt.28,9). Ich will jetzt nicht weiter auf diesen Punkt eingehen, sondern direkt die Schlußfolgerung ziehen:

Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern. Die Liturgie ist kein Festspiel, kein gemütliches Zusammensein. Es ist vollkommen unwichtig, ob es dem Priester gelingt, seine eindrucksvollen Ideen oder phantasievollen Nachtgedanken zu verwirklichen. Die Liturgie bedeutet, den dreimal heiligen Gott unter uns zu vergegenwärtigen, sie ist der brennende Dornbusch und die Verbindung Gottes mit dem Menschen in Jesus Christus, dem Toten und dem Auferstandenen.

Die Größe der Liturgie besteht nicht darin, eine interessante Unterhaltung zu bieten, sondern darin, daß uns der Völlig-Andere berührt, den wir nicht herbeiholen könnten. Er kommt, weil Er will. Mit anderen Worten, das Wesentliche der Liturgie ist das Geheimnis, das im gemeinsamen Ritus der Kirche begangen wird; alles andere ist Nebensache. Die Menschen spüren dies im Innern und fühlen sich betrogen, wenn das Mysterium in Unterhaltung verwandelt wird, wenn der Hauptdarsteller in der Liturgie nicht mehr der lebendige Gott ist, sondern der Priester oder liturgische Animateur.

b) Der nicht der Willkür unterliegende Glaube und seine Fortdauer.

Das Zweite Vatikanische Konzil gegen Mgr. Lefebvre als Wertvolles und Verbindendes der Kirche zu verteidigen ist und bleibt eine Notwendigkeit. Aber es gibt eine einengende Haltung, die das Zweite Vatikanum isoliert und die Opposition hervorgerufen hat. Viele Ausführungen vermitteln den Eindruck, daß nach dem Vatikanum II jetzt alles anders ist und das Frühere alles keine Gültigkeit mehr haben kann, oder, in den meisten Fällen, diese nur noch im Lichte des Vatikanum II hat.

Das Zweite Vatikanische Konzil behandelt man nicht als Teil der lebendigen Tradition der Kirche, sondern direkt als Ende der Tradition und so, als fange man ganz bei Null an. Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte; trotzdem interpretieren es viele, als wäre es fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt.

Dieser Eindruck wird besonders durch Ereignisse des täglichen Lebens verstärkt. Was früher als das Heiligste galt – die überlieferte Form der Liturgie – scheint plötzlich als das Verbotenste und das Einzige, was man mit Sicherheit ablehnen muß. Man duldet keine Kritik an den Maßnahmen der nachkonziliaren Zeit; wo aber die alten Normen oder die großen Glaubenswahrheiten – zum Beispiel die leibliche Jungfräulichkeit Marias, die körperliche Auferstehung Jesu, die Unsterblichkeit der Seele etc. – im Spiel sind, da reagiert man entweder überhaupt nicht, oder nur in extrem abgeschwächter Form.

Ich selbst habe als Professor sehen können, wie selbst der Bischof, der vor dem Konzil einen einwandfreien Professor wegen seiner etwas ungehobelten Reden ablehnte, sich nach dem Konzil nicht in der Lage sah, einen anderen Professor abzulehnen, der offen einige fundamentale Glaubenswahrheiten leugnete. Das führt bei vielen Menschen dazu, daß sie sich fragen, ob die Kirche von heute wirklich noch die gleiche ist wie gestern, oder ob man sie nicht ohne Warnung gegen eine andere ausgetauscht hat. Der einzige Weg, das Vatikanum II glaubwürdig zu machen, besteht darin, es klar als das darzustellen, was es ist: ein Teil der ganzen und einzigen Tradition der Kirche und ihres Glaubens.

c) Die Einzigkeit der Wahrheit

Abgesehen von den liturgischen Fragen, die wir jetzt beiseite lassen, sind die zentralen Konfliktpunkte gegenwärtig der Angriff gegen das Dekret über die Religionsfreiheit und den sogenannten Geist von Assisi. Hier zieht Lefebvre die Grenzen zwischen seiner Position und derjenigen der Katholischen Kirche von heute. Es ist nicht nötig, ausdrücklich hinzuzufügen, daß seine Aussagen in diesem Bereich nicht akzeptiert werden können.

Aber wir werden uns hier nicht mit seinen Irrtümern beschäftigen, sondern wir wollen uns fragen, wo es in uns selbst an Klarheit mangelt.

Für Lefebvre handelt es sich um einen Kampf gegen den ideologischen Liberalismus, gegen die Relativierung der Wahrheit. Natürlich teilen wir nicht seine Meinung, daß der Text des Konzils über die Religionsfreiheit oder das Gebet von Assisi nach der gewollten Intention des Papstes Relativierungen sind.

Aber die Wahrheit ist, daß in der spirituellen Bewegung der nachkonziliaren Zeit oft die Frage der Wahrheit vergessen, ja sogar unterdrückt wurde; vielleicht liegt hier das Kernproblem der heutigen Theologie und Seelsorge. Die „Wahrheit“ erschien plötzlich ein zu hoher Anspruch, ein „Triumphalismus“, den man sich jetzt nicht mehr erlauben konnte.

Dieser Prozeß zeigt sich klar in der Krise, in die das Ideal und die Praxis der Mission geraten sind. Wenn wir nicht die Wahrheit aufzeigen, wenn wir unseren Glauben verkünden und wenn diese Wahrheit nicht mehr unbedingt zur Rettung des Menschen erforderlich ist, dann verlieren die Missionen ihren Sinn. Als Folge davon zog und zieht man die Schlußfolgerung, daß man sich in Zukunft nur noch darum bemühen muß, daß die Christen gute Christen sind, die Moslems gute Moslems, die Hindus gute Hindus etc.

Aber wie kann man wissen, wann jemand ein „guter“ Christ oder „guter“ Moslem ist? Der Gedanke, daß alle religiösen Ausdrucksweisen eigentlich nur Symbole des letzten Endes Unverstehbaren sind, gewinnt auch in der Theologie rasch an Boden und dringt bereits tief in die liturgische Praxis ein.

Dort, wo dieses Phänomen auftritt, wird der Glaube an sich verlassen, denn er besteht ja gerade darin, mich der Wahrheit, soweit ich sie erkannt habe, anzuvertrauen. So haben wir sicher alle Veranlassung, auch in diesem Bereich auf den richtigen Weg zurückzukehren. Wenn es uns gelingt, wieder die Gesamtheit des Katholischen in diesen Punkten zu zeigen und zu leben, dann können wir damit rechnen, daß das Schisma von Lefebvre nicht von langer Dauer sein wird.

Ergänzung: Rede Papst Franziskus in der Mongolei September 2023: soll der Heilige Vater sich zur christlich-lateinischen Tradition versus buddhistische, moslemische und hinduistische Traditionen wie folgt geäußert haben:

  • Christlich-lateinische Tradition:
  • „Close-mindedness, unilateral imposition, fundamentalism and ideological coercion ruin fraternity, feed tensions and endanger peace.“
  • meine deutsche Übersetzung: … in ihrer Engstirnigkeit, einseitigen Zumutung, Fundamentalismus und ideologischem Zwang ruiniert sie die Brüderlichkeit, schürt Spannungen und gefährdet den Frieden.
  • Buddhistische, moslemische und hinduistische Traditionen:
  • „religious traditions, in their originality and diversity (which) have a formidable potential for good, at the service of society“  
  • … in ihrer Originalität und Vielfalt entwickeln sie aus ihrem gewaltigen Potential heraus das Gute im Dienst der Gesellschaften.

Wenn dem so sein sollte, der Papst sich wirklich so geäußert hat, dann frage ich mich, warum alle (Kurien-) Kardinäle und (Erz-) Bischöfe von Rang und auch bekannte Klostergemeinschaften ruhig bleiben, den Papst nicht kritisieren?!


Der Pastoraltheologe Prof. Dr. Andreas Wollbold in seinem Blogbeitrag Alte Messe – jetzt wieder da! zum zehnten Jahrestags des Inkrafttretens von Summorum Pontificum.


Zum Thema:
Bernward Deneke über seine erste Erfahrung mit der „alten Messe“.


Die heilige Messe erklärt

In zwei Predigten habe ich die hl. Messe erklärt. Den ersten Teil finden Sie auf dieser Seite. In dieser zweiten Predigt geht es um Wandlung, Messkanon und Kniebeugen.


Weitere Ansprachen von Kardinal Ratzinger:

Die Konturen des Glaubens verschwinden

Zehn Jahre Motu proprio Ecclesia Dei