Johannes-Evangelium: „Aber ich bitte (bete) nicht nur für diese (Anm.: Jünger) hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ + FotoAusschnitt:
Vollendung in der Einheit + Fürbitte Jesu für alle Glaubenden
„So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. + Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt. + Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. + Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin + Joh 17,20-26 +
The Last Supper Restored – Leonardo da Vinci . Das letzte Abendmahl

Leonardo da (aus) Vinci (1452-1519) verarbeitete seine zeitgemäßen Vorstellungen von diesem Treffen Jesu mit seinen 12 Aposteln in diesem berühmtesten Gemälde der Welt ein. Wahrscheinlich feierten die Protagonisten das letzte Abendmahl nicht sitzend an einem Tisch, sondern der römisch-antiken Tradition folgend in halb liegender Position auf speziellen Polstern (Triklinien)
FotoQuelle: commons.wikimedia (20.05.26), gemeinfrei.
Personen: Jesus Christus in der Mitte + von links außen zur Mitte hin: Natanael Bartholomäus; Jakobus der Jüngere (Sohn des Alphäus, Cousin Jesu); Andreas der Erstberufene (Bruder von Simon Petrus); Judas Iskariot, der Verräter; Simon Petrus (Stellvertreter Christi); Johannes, der Lieblingsjünger Jesu (Evangelist) +
Von rechts außen zur Mitte hin: Thomas (Beiname: Didymus); „Unser“ Jakobus der Ältere *), Sohn des Zebedäus (älterer Bruder von Johannes); Philippus; Matthäus (Evangelist, ehem. Steuerpächter); Judas Thaddäus und Simon der Zelot (Cousins Jesu) +
Im Folgenden möchte ich an Hand Jesu-Äußerungen in den Evangelien der weitverbreiteten Ansicht vieler Christen widersprechen,
auch und gerade liberalen Theologen und Bischöfen widersprechen, die den dreifaltigen Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist nur (ausschließlich) als personifizierte in sich selbst ruhende Liebe ansehen frei nach dem Motto: Gott liebt jeden, er wird jeden Menschen zu sich in die himmlische Herrlichkeit holen – unabbhängig vom Lebenswandel des Betreffenen (die Sünde ist sowieso out) +
Zwar wissen wir nicht um Gottes ewigen Ratschluss, aber wir dürfen Jesu Worten folgen und vertrauen, der entsprechend Joh 17,20 deklamiert: + Ich bete (bitte) für alle, die durch ihr Wort an mich glauben +
Im Umkehrschluss kann das nur heißen, dass diejenigen, die nicht an Jesus Christus glauben, nicht gerettet werden:
Groom, Texas. Jesus-Fontain. Jesus Christ: I Am The Way …
April 2005 im Rahmen der Route-66-Tour mit Gero.
Jesus-Fontain. „Jesus Christ: I Am The Way, And The Truth, And The Life. No Man Cometh To The Father, But My Me.“ – John 14:6.
Eingebettet im Kreuzweg mit allen 14 Stationen Jesu Christi, dem 58 Meter hohen Cross of Our Lord Jesus Christ und der Kreuzigungsszene von Golgotha.
- Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6) + niemand kommt zum Vater außer durch mich +

Das wiederum bedeutet, das Jesus Christus nicht nur ein Wegweiser, sondern der einzige persönliche Weg zu Gott ist, die absolute Wahrheit und der Ursprung des wahren, ewigen Lebens. +
Jesu Warnungen (für manche auch Drohungen)
manifestiert unter anderem beim Evangelisten Matthäus 10,28 + 13,24 + 13,47 + 25,31; bei den Evangelisten Lukas 16,19 und Markus 9,47 +
Jesus spricht vom Ende der Welt, in dem das Gute vom Bösen getrennt wird,
die Gläubigen geduldig Gottes Urteil vertrauen sollen
- Matthäus 10,28: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann (endloses Leiden oder endgültige Vernichtung).
- Matthäus 13:24ff: „Sollen wir gehen und es (Anm.: der Feind Gottes als gesätes Unkraut) ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen (Anm.: die gottesfürchtigen Menschen) aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte (Anm.: das Jüngste Gericht). Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen (Hölle); den Weizen aber bringt in meine Scheune (gemeint ist das Himmelreich)“. +
Teilhabe an der ewigen Herrlichkeit – Sharing in Eternal Glory
Nicht umsonst zu haben – kein Automatismus
19. Mai 2026, Dienstag der siebten Osterwoche.
„Ich bete für sie. Ich bete nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und alles, was dein ist, ist mein. An ihnen bin ich verherrlicht worden.“ + Johannes 17,9–10
Papstbesuch (Benedikt XVI.) in Deutschland 2011; Etzelsbach

Obwohl die Kirche die Sünde traditionell unter den sieben Todsünden zusammenfasst, versteht man sie auch als aus drei Hauptquellen entspringend: dem Fleisch, der Welt und dem Teufel.
Betrachtung. Reflektion. Rezeption. Meditation.
- Das „Fleisch“ bezieht sich auf die ungeordneten Begierden und Leidenschaften, die aus unserer gefallenen menschlichen Natur entspringen.
- Die „Welt“ steht für die gesellschaftlichen Werte, den Materialismus und die säkularen Ideologien, die einen Lebensstil fördern, der Gottes Willen widerspricht.
- Der „Teufel“ repräsentiert den persönlichen, geistlichen Widersacher, der uns durch Täuschung, Lügen und das Schüren sündhafter Begierden in die Irre führen will.
- Diese drei Quellen versuchen beständig, unsere Beziehung zu Gott zu untergraben.
Im Glauben fest bleiben – die Stimme Gottes erkennen
Wir sind aufgerufen, diesen Versuchungen zu widerstehen und im Glauben fest zu bleiben. Dies gelingt uns, indem wir uns auf die Gnade Gottes verlassen, die diese Versuchungen zum Schweigen bringt. Das Fleisch wird durch die Tugend der Mäßigung bezwungen und gezügelt, der Teufel wird besiegt, indem wir die Stimme Gottes erkennen, und die Welt wird überwunden, indem wir nach der wahren Herrlichkeit streben, zu der wir berufen sind. Es ist diese dritte Versuchung und ihr Heilmittel, das Jesus in der heutigen Lesung besonders anspricht …
Jesus und die zwölf Apostel“ mit Christusmonogramm
Rom, Domitilla-Katakomben, Fresko „Christus und die 12 Apostel“ und Christussymbol „Chi Rho“ 1
FotoQuelle: commons.wikimedia (21.05.26), gemeinfrei
… Dieses Gebet beschließt Jesu Rede beim Letzten Abendmahl und wird kurz vor seinem Gang in den Garten Gethsemane gesprochen, wo mit seiner Verhaftung sein Leiden beginnt. Diese letzten Worte Jesu fassen den Sinn des Lebens zusammen.

In diesem Gebet bittet er seinen Vater: „Und nun verherrliche mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ (Johannes 17,5).
Irdischer Ruhm und Reichtum als Versuchung versus Gottes Wille
Aus menschlicher Sicht sehnen wir uns naturgemäß nach Ruhm. Doch aus weltlicher Sicht ist irdischer Ruhm eine Versuchung, da er uns dazu verleitet, das Lob der Geschöpfe dem Ruhm vorzuziehen, den Gott uns schenken möchte. Jesus verwirft nicht den Wert des Ruhms; er verweist lediglich auf seine wahre Quelle – den Vater. Jesu Ruhm entspringt nicht menschlichem Lob. Er gründet sich vielmehr darauf, dass er den Willen des Vaters vollkommen erfüllte und sich selbst als das einzige Opfer für die Sünden darbrachte. Durch sein Leiden wird er vom Vater in seiner menschlichen Natur verherrlicht und offenbart die Herrlichkeit, die er als ewiger Sohn Gottes von jeher genossen hat. Diese Herrlichkeit wird er in alle Ewigkeit offenbaren.
Gebet Jesu für seine Jünger und für alle, die an ihn glauben
Obwohl Jesus dieses Gebet für sich selbst beginnt, schließt er bald die „die du mir gegeben hast“ mit ein – seine Jünger und letztlich alle, die durch sie zum Glauben an ihn kommen werden, also auch uns. Sein Gebet gilt allen, die mit Jesus und dem Vater verbunden sind, und betont, dass Jesus in ihnen verherrlicht wird, weil sie seinen Willen erfüllen und seine Mission fortsetzen, wodurch wir an seiner ewigen Herrlichkeit teilhaben.
Diese Passage verdeutlicht auf wunderbare Weise, dass weltlicher Ruhm und Anerkennung im Vergleich zu der wahren Herrlichkeit, zu der wir berufen sind, verblassen. Wir sind dazu aufgerufen, an Jesu eigener Herrlichkeit teilzuhaben, der ewigen Herrlichkeit, die er mit dem Vater teilt. Dies geschieht, indem wir uns mit ihm in seiner irdischen Mission der aufopfernden Liebe vereinen, die seine Herrlichkeit offenbart – die wahre Herrlichkeit, nach der wir uns sehnen.
Reflektion heute
Denken Sie heute über Ihr natürliches Verlangen nach Herrlichkeit nach. Gott legt dieses Verlangen in uns, doch die Werte der gefallenen Welt verleiten uns dazu, nach vergänglicher Herrlichkeit zu streben, die uns durch die Meinung anderer verliehen wird. Der einzige Weg, das Verlangen nach wahrer Herrlichkeit zu erfüllen, ist die Vereinigung mit Christus, einschließlich seines Leidens und Sterbens, um die Herrlichkeit zu empfangen, die ihm vom Vater zuteilwurde. Deshalb gilt das Martyrium, der höchste Akt aufopfernder Liebe, als ruhmreich. Es ist der höchste Ausdruck der Teilhabe an Christi Leiden, das seine Herrlichkeit offenbarte. Opferbereitschaft, Selbstlosigkeit, Tugend und vollkommene Übereinstimmung mit Christus führen uns zu dieser ewigen Herrlichkeit. Ein Leben in Christus, verwandelt in uns, schenkt uns diese Herrlichkeit schon jetzt. Nach unserem Tod werden wir im Himmel für immer jene Herrlichkeit genießen, an der wir auf Erden teilhatten. Streben Sie nach Herrlichkeit – nach wahrer Herrlichkeit – und Sie werden erfahren, dass Ihre natürlichen Sehnsüchte durch übernatürliche Gnade erfüllt werden.
Gebet. Herr aller Herrlichkeit, mit deinem Vater bist du in Ewigkeit verherrlicht, und die Herrlichkeit, die dir der Vater von Ewigkeit her verliehen hat, erstrahlt. Du lädst uns ein, an deiner Herrlichkeit teilzuhaben, indem wir an dem irdischen Mittel teilhaben, durch das diese Herrlichkeit offenbart wurde – deinem Leiden. Lass mich stets nach dieser heiligen und reinen Herrlichkeit streben, mehr als nach dem, was die Welt bietet, um für immer im Himmel mit dir und allen Heiligen daran teilzuhaben. Jesus, ich vertraue auf dich.