Spanischer Bürgerkrieg + 20 Priester von den Balearen vom Vatikan als Märtyrer anerkannt: 1936 wegen ihres katholischen Glaubens getötet + Ernest Hemingway

Es muss endlich seitens des Mainstreams ein Umdenken einsetzen, der Tatsache Rechnung tragen, dass viele Tausend Katholiken, Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien während des spanischen Bürgerkrieges von 1936-39 ihr Leben für den katholischen Glauben eingesetzt haben. + Viele von ihnen sind schon seliggesprochen, als Märtyrer anerkannt worden. + So jetzt im Juni 2026 – von Papst Leo XIV. bestätigt – zwanzig Priester von den Balearen, die 1936 von den Garden der Volksfrontregierung aus Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten ermordet, weil katholisch. + FotoAusschnitt: Ernest Hemingway: Erläuterungen s..u.

Zitat: Die Gruppe der künftigen Seligen wird von Juan Torres Torres angeführt und umfasst insgesamt 20 Diözesanpriester der balearischen Inseln Ibiza und Formentera.

  • Die Geistlichen wurden während des Spanischen Bürgerkriegs in den Monaten August und September 1936 wegen ihres Glaubens getötet. Zum Zeitpunkt der Ereignisse stellten die Männer etwa die Hälfte des lokalen Klerus dar.
  • Dem Martyrium waren gesellschaftliche Spannungen und restriktive Maßnahmen gegen die Kirche vorausgegangen,
  • darunter die Profanierung einer Pfarrei im Jahr 1934
  • sowie administrative Schritte wie die Entfernung religiöser Namenszusätze bei den Ortschaften der Inseln.

Für „Weitere künftige Selige und Ehrwürdige Diener Gottes“ bitte Vatican News anklicken

Auch Maria Agnese Tribbioli gehört nun amtlich zu den „Dienerinnen Gottes“. Die Gründerin der Kongregation der Frommen Arbeiterinnen des Heiligen Josef aus Florenz organisierte während des Zweiten Weltkriegs

  • Hilfsmaßnahmen für Verfolgte,
  • darunter die Aufnahme einer Gruppe jüdischer Mitbürger.

Für diesen mutigen Einsatz wurde sie postum (nach ihrem Tod) von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet.

Pamplona 2006. Ernest Hemingway. Fan der San Fermin.

In seinem Buch Wem die Stunde schlägt, 1938„Ich weiß, daß auch wir (während des Bürgerkrieges) schreckliche Sachen gemacht haben.

Der zu den berühmtesten Autoren der USA zählende Ernest Hemingway schrieb über seine von ihm empfundene Wahrheit 1938 in Havanna die ersten Sätze seines berühmten Romans Wem die Stunde schlägt.

Arturo Barea kommentierte den Roman wie folgt (Seite 441): „(…) Er wollte am Kampf Spaniens direkt Anteil haben. Da er aber keinen Anteil hatte an den Vorstellungen, dem Leben und den Leiden der Spanier, konnte er sie in seiner Fantasie nur nach dem Spanien formen, das er kannte. (..) Hemingway sei immer ein Zuschauer gewesen.“

vgl. auch Reisebericht Westwärte Etappe 4

Hemingway glorifiziert in seinem Roman nicht nur die heldenhafte Selbsttötung verwundeter Partisanen, nein: er glorifiziert den heldenhaften Kampf „indoktrinierter“ Partisanen, zumeist des Lesens und Schreibens unkundig, gegen die Feinde der Demokratie, also gegen die Faschisten. Robert Jordan, ein junger US-Amerikaner, zu Hause Dozent, berät und führt die Partisanen mit dem Ziel, eine strategisch wichtige Brücke zu sprengen.

Die Partisanen sind die Guten, selbstverständlich, sind sie doch, vormals christ-katholisch gläubig und entsprechend erzogen, nunmehr Atheisten, Sozialisten oder – noch besser – Kommunisten.

Ihre verübten Greueltaten (Gegner morden) seien verständlich, da sie ja eine bessere, gerechtere Welt anstrebten: ohne Kirche, ohne Großgrundbesitzer, ohne (….)

Letzlich kommt auch Hemingway nicht umhin, die Grausamkeiten der Republikaner, der Volksfront, der Gegner Francos zu beschreiben: Anarchisten, Sozialisten, Kommunisten, aufgestachelte Bauern und Landarbeiter:

  •  „Ich weiß, daß auch wir schreckliche Sachen gemacht haben. Aber nur deshalb, weil wir ungebildet waren und es nicht besser verstanden.
  • Sie (gemeint sind die Faschisten) haben es absichtlich und bewußt getan. – Seite 356. *)
  • Seite 130: “und da sah ich den Saal voller Menschen, die mit Knüppeln und Dreschflegeln drauflosschlugen und stachen und stießen, und die weißen hölzernen Gabeln schwangen, die jetzt rot waren, und die Zinken waren abgebrochen (…)
  • Und ich sah den Pfarrer, und die Verfolger hackten mit Sicheln und Rübenmessern auf ihn ein (…)!“
  • Seite 118:  „>Don Faustino, a sus ordenes, zu Ihren Diensten, im Himmel gibt es hübsche Mädchen<, (…)
  • und sie führten ihn an den Rand der Klippe (…) und die Bauern und die harten Burschen hockten sich schnell hinter ihn, wie er so dakniete, und versetzten ihm einen heftigen Stoß, und er schoß über den Rand des Felsens, und man hörte ihn im Fallen laut schreien, mit gellender Stimme.“
  • Seite 249. Hotel Gaylord, Madrid. Karkow, ein sowjetischer Journalist, zu Robert Jordan: „Ja, wir vertilgen und vernichten diese leibhaftigen Teufel und den Abschaum der Menschheit (…) sie werden ausgerottet.
  • Aber sie werden nicht ermordet. Verstehen Sie den Unterschied? (…)
  • Glauben Sie nicht, daß das spanische Volk es nicht eines Tages bereuen wird, daß es gewisse Generale, die noch heute Befehlsposten haben (gemeint sind offensichtlich diejenigen in den eigenen Reihen), nicht rechtzeitig erschossen hat. Ich liebe Erschießungen nicht, Sie verstehen.“

Diese wenigen Beispiele mögen genügen. Hemingway beschreibt diese en masse – mit Wonne, wie mir scheint. 

Quelle: Ernest Hemingway. Wem die Stunde schlägt. For Whom the Bell Tolls, 1940. Übertragung Paul Baudisch, 1. Januar 1955, gebundene Ausgabe im Verlag S. Fischer. Verfilmt 1943 mit Gary Cooper und Ingrid Bergmann.

In den Fünfzigern des vergangenen Jahrhunderts zog es Ernest Hemingway zurück nach Madrid, zurück ins Hotel Florida, zurück nach Pamplona (zum Stierkampf; vgl. Etappe 4 ) und Barcelona, ungeachtet der Franco-Diktatur, die er doch so vehement bekämpft hatte. Die Annehmlichkeiten des leichten Lebens obsiegten.