40 Tage Fastenzeit: Vorbereitung auf Ostern + Zeit der Umkehr + Zeit der Gottesbegegnung + Neu: Catholic Daily Reflections + MiniKat + ApostlePod + Gottes Heilsplan

Catholic Daily Reflections reflektiert den göttlichen Plan, die lange Heilsgeschichte – beginnend mit Adam und Eva, von Noah und Abraham fortgesetzt, vertieft durch Moses, verinnerlicht durch die Propheten und letztlich in Jesus Christus die Vollendung. + Mt 5,17-18. + FotoAusschnitt: Verhülltes Kreuz während der Karwoche der röm.-kath. St. Martin in Tannheim. Quelle (18-02-26)

Die Zahl 40 taucht immer wieder in der Bibel auf. So zog sich auch Jesus 40 Tage in die Wüste zurück zum Fasten und Beten. +

Beginn der Fastenzeit: Aschermittwoch, 18. Februar 2026 + Sie kulminiert in der Heiligen Woche + spanisch: Semana Santa + deutsch: auch Karwoche genannt + Palmsonntag am 29. März 2026 + Ostern: 4./5./6. April 2026.

Jesus said to his disciples: “Do not think that I have come to abolish the law or the prophets. I have come not to abolish but to fulfill. Amen, I say to you, until heaven and earth pass away, not the smallest letter or the smallest part of a letter will pass from the law, until all things have taken place.” Matthew 5:17–18

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Denkt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht ein Jota noch ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“  
(Matthäus 5,17–18)

The long history of salvation, through which God gradually revealed His divine plan, began with Adam and Eve, continued with Noah and Abraham, deepened with Moses, became internalized with the prophets, and was fulfilled in Jesus. Though tracing this history in detail is a lengthy process, one simple truth stands out: After the fall of Adam and Eve, God gradually unfolded the perfection of His Divine Law to His people. In the same way, He draws each of us closer as we slowly convert and are purified through our spiritual journey.

Die lange Heilsgeschichte, durch die Gott nach und nach seinen göttlichen Plan offenbarte, begann mit Adam und Eva, setzte sich mit Noah und Abraham fort, vertiefte sich mit Mose, wurde durch die Propheten verinnerlicht und fand in Jesus ihre Vollendung. Auch wenn die detaillierte Nachzeichnung dieser Geschichte ein langwieriger Prozess ist, bleibt eine einfache Wahrheit bestehen: Nach dem Sündenfall von Adam und Eva offenbarte Gott seinem Volk nach und nach die Vollkommenheit seines göttlichen Gesetzes. Ebenso zieht er jeden von uns näher zu sich, während wir uns langsam bekehren und auf unserem spirituellen Weg geläutert werden.

At the start, God established what we call the Natural Law. Adam and Eve understood moral truths naturally. However, after their sin, that Law became obscured and remains so today. God then made a covenant with Noah, promising never again to destroy the earth by water. With Abraham, the covenant deepened, as God promised to bless all nations through his descendants. Then came Moses, and with him, the Ten Commandments, a clear moral code for living. Ceremonial laws were introduced to guide the people in worship, and civil laws helped establish the Israelites as God’s distinct people.

Jusepe de Ribera (1591–1652) + Mose und die Zehn Gebote

FotoQuelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moses041.jpg (13.03.26; gemeinfrei. The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN3936122202.

Am Anfang schuf Gott das, was wir das Naturrecht nennen. Adam und Eva verstanden moralische Wahrheiten von Natur aus. Nach ihrer Sünde wurde dieses Gesetz jedoch verdunkelt und ist es bis heute geblieben. Gott schloss daraufhin einen Bund mit Noah und versprach, die Erde nie wieder durch eine Flut zu zerstören. Mit Abraham wurde der Bund vertieft, denn Gott versprach, alle Völker durch seine Nachkommen zu segnen. Dann kam Mose und mit ihm die Zehn Gebote, ein klarer Moralkodex für das Leben. Zeremonialgesetze wurden eingeführt, um das Volk im Gottesdienst anzuleiten, und weltliche Gesetze trugen dazu bei, die Israeliten als Gottes auserwähltes Volk zu etablieren.

Once Israel was established, God sent prophets to call for a deeper, internal transformation of heart. The prophets urged the people to repent, return to God, and prepare for the Messiah, who would fulfill the Covenant in its entirety.

Nach der Gründung Israels sandte Gott Propheten, um zu einer tieferen, inneren Herzenswandlung aufzurufen. Die Propheten drängten das Volk zur Umkehr, zur Rückkehr zu Gott und zur Vorbereitung auf den Messias, der den Bund in seiner Gänze erfüllen würde.

When Jesus arrived, His teaching illuminated a fuller understanding of the Law. In Him, all the promises and precepts of the Law were realized. Through His life, death, and resurrection, Jesus established a New Covenant of grace, bringing about the fullness of redemption.

Mit Jesu Ankunft eröffnete seine Lehre ein tieferes Verständnis des Gesetzes. In ihm erfüllten sich alle Verheißungen und Gebote des Gesetzes. Durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung stiftete Jesus einen neuen Gnadenbund und bewirkte so die volle Erlösung.

 Christus und die Samariterin am Jakobsbrunnen.

FotoQuelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Christ_and_the_Woman_of_Samaria_-_Benedetto_Luti.jpg.; 08.03.26, gemeinfrei

8. März 2026. Dritter Fastensonntag (Lesejahr A): Facing the Horror of My Sins. Deutsche Übersetzung möglich: Dem Schrecken meiner Sünden ins Auge sehen.

Jesus sagte zu ihr: „Geh und ruf deinen Mann und komm wieder.“ Die Frau antwortete ihm: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus erwiderte ihr: „Du hast recht, wenn du sagst: ‚Ich habe keinen Mann.‘ Denn du hast fünf Männer gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Was du gesagt hast, ist wahr.“ 
Johannes 4,16–18

Jesus said to her, “Go call your husband and come back.” The woman answered and said to him, “I do not have a husband.” Jesus answered her, “You are right in saying, ‘I do not have a husband.’ For you have had five husbands, and the one you have now is not your husband. What you have said is true.” John 4:16–18 +

Conclusion: Reflect today on the importance of opening your eyes to see the reality of your sins. Don’t run from your past—confront it, understand it, confess it, and receive the living water of mercy. The holier you become, the more clearly you will see even the smallest sins you have committed. That is good. It is necessary if we want to be healed and refreshed by God. Imitate this sinful woman today. God is never ashamed of us. Let the shame and guilt dissipate within God’s abundant mercy so that like this woman, you will know that God knows you through and through and loves you despite your sin.

Durst nach Leben

Professorin für Heilige Schrift an einem US-Priesterseminar. Sie verfolgt einen anderen Ansatz, stellt ihre Kurzkatechesen – prinzipiell zu jedem Sonntag – immer in den Gesamtkontext der Bibel, verbindet das Evangelium mit den Lesungen und vor allem mit dem Alten Testament. Ihre anspruchsvollen Katechesen sind gleichermaßen auf auf dem katholischen TV-Sender k-tv zu verfolgen.

4.949 Aufrufe 04.03.2026 + Minikatechese zu den Lesungen zum 3. Sonntag der Fastenzeit 2026: Exodus 17,3-7 + Paulus` Brief an die Römer 5,1-2; 5-8 + Evangelium nach Johannes 4, 5-42 von Dr. Nina Heereman

That Woman (Man) is You

PodApostle + Our Lady of the Gulf Catholic Church + 65.400 Abonnenten + 1.106 Aufrufe 08.03.2026+ Homily of Fr. Mike O’Connor from Mass on March 8, 2026 at Our Lady of the Gulf Catholic Church in Bay St. Louis, MS. + Readings Ex 17:3-7 Rom 5:1-2, 5-8 Jn 4:5-42

Transkript: Bitte auf der YouTube-Seite anklicken und Predigt Satz für Satz mitlesen.

Violett verhülltes Kreuz während der Karwoche der röm.-kath. St. Martin in Tannheim; in vielen Gemeinden auch schon ab Aschermittwoch.

FotoQuelle: commons.wikimedia (18-02-26), gemeinfrei, Author Bene 16.

Das Fasten ist nur ein Aspekt der Vorbereitung auf Ostern. Im Vordergrund stehen zwei andere Aspekte: die Erinnerung und Vorbereitung auf die Taufe; andererseits die innere Umkehr (Buße), Gebet und das Hören auf das Wort Gottes und die Werke der Liebe.

Wer mehr darüber wissen will, schlage die Webseite der Erzdiözese Wien auf.

vorgeschaltet ist der Palmsonntag:

Jesu Christi-Einzug in Jerusalem (später mehr) +Semana Santa + Heilige Woche Spanien + Das Herzstück das Tridiuum Sacrum + Zu den einzelnen Tagen unten mehr (bitte scrollen).

Palmsonntagsprozession in Astorga

Procesión de Las Palmas, organizada por la Cofradía de la Entrada de Jesús en Jerusalén, el Domingo de Ramos en Astorga, León, España.

FotoQuelle: commons.wikimedia (18-02-26), gemeinfrei

  • Gründonnerstag mit dem Letzten Abendmahl Jesu Christi mit seinen 12 Aposteln +

Karfreitag mit dem Leiden und Sterben Jesu Christi +

Ein Kruzifix (Paso) wird aus der Kathedrale von Valladolid getragen + Capuchones o capirotes en Semana Santa. Catedral de Valladolid.

FotoQuelle: commons.wikimedia (18-02-26), gemeinfei; Author Luis Fernandez Garcia

  • Karfreitag mit dem Leiden und Sterben Jesu Christi +
  • Karsamstag als Ruhetag, und
  • Ostersonntag mit der glorreichen Auferstehung des Herrn; das die Welt (außerhalb der Geburt Jesu Christi), wie kein anderes Ereignis zuvor und nachher, in ihren Grundfesten verändert hat. +
  • Foto: Raffael. 1510. Auschnitt Disputa. Stanza della Segnatura, Vatikanische Museen. Im Fokus des Geschehens Jesus Christus, der Sohn Gottes, herabgekommen zur Menschheit. Foto: gemeinfrei.

Das Exsultet (frohlocket) der Osternacht

Ausschnitte des Exsultets: Vom Diakon in der Osternachtsmesse (in Latein wie) in der Landessprache vorgesungen. Die Wirkung auf die Gottesdienstbesucher ist phänomenal. Jeder wird auf eine eigentümliche Weise davon berührt. Der Text entstammt dem 4. resp. 5. Jahrhundert aus Norditalien resp. Südgallien (heutiges Frankreich); in Anlehnung an die Theologie des berühmten Mailänder Bischofs Ambrosius (4. Jh.).

  • Dies ist die Nacht, die unsere Väter, die Söhne Israels, aus Ägypten befreit und auf trockenem Pfad durch die Fluten des Roten Meeres geführt hat.
  • Dies ist die Nacht, in der die leuchtende Säule das Dunkel der Sünde vertrieben hat.
  • Dies ist die Nacht, die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben, scheidet von den Lastern der Welt, dem Elend der Sünde entreißt, ins Reich der Gnade heimführt und einfügt in die heilige Kirche.
  • Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg.
  • Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet.
  • O unfassbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin!
  • O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten.
  • Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der Tag, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“
  • Der Glanz dieser heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten.
  • So ist nun das Lob dieser kostbaren Kerze erklungen, die entzündet wurde am lodernden Feuer zum Ruhme des Höchsten.
  • O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet!

mit seinen 12 Aposteln im Abendmahlssaal in Jerusalem: Fußwaschung. Eucharistie. Weihepriestertum.

Fußwaschung. Jesus wäscht vermutlich Petrus die Füße. Er hat dafür sein weißes (Symbol für die Göttlichkeit Christi) Gewand abgelegt und handelt jetzt als Mensch. – Palma der Junge, 1550 – 1628.

FotoQuelle: commons.wikimedia (17.04.25), gemeinfrei.

Catholic Daily Reflections: Holy Thursday. Mass of the Lord`s Supper. Englischer Text, deutsche Übersetzung möglich. Unser Vorbild für Heiligkeit. Johannes 13,12-15.

  • Einsetzung des Weihepriestertums: Begründung der Apostolizität*): ununterbrochene Weitergabe des Priesteramtes von den Aposteln auf nachfolgende Bischöfe bis heute.
  • Einsetzung des Altarssakramentes, infolge dessen die heilige Eucharistiefeier bis heute und weiterhin bis zu Christi Wiederkunft realiter gefeiert wird.
  • Heute wird sich der Apostel Judas Iskariot ins Spiel bringen, Jesus gegen 30 Silberlinge der Hohepriester (u.a. mit Kajaphas, der maßgeblich an der Verurteilung von Jesus von Nazareth beteiligt war) zu verraten.
  • Beginn der Eucharistiefeier häufig erst abends ab 18 Uhr. In vielen Gemeinden weltweit wird es eine Prozession mit dem Allerheiligsten (Monstranz) geben, sie erinnert an Jesu Gang zum Ölberg, wo er in Todesangst (Agonie) betete und verhaftet wurde. Die anschließende „stille Anbetung“ vor dem Allerheiligsten bringt die Eucharistiefeier zum Abschluss.
  • Lesungen differieren je nach Lesejahr: Buch Exodus 12.1-8-11-4. Psalmen 116, 12-13.15-16.17-18. 1. Korintherbrief Paulus 11,23-26. Evangelium nach Johannes 13,1-15.
  • In den Bischofskirchen und -kathedralen findet zumeist vormittags die sog. Chrisammesse statt mit der Weihe der heiligen Öle für die Taufbewerber, für die Krankensalbung (vormals „Letzte Ölung“) und für die Firmung.

*) Die eine, heilige, katholische (allumfassend) und apostolische Kirche: eingesetzt von Jesus Christus.

Passion Christi. Leiden und Sterben des Herrn

Beginn des Gottesdienstes (keine herkömmliche Messe) um 15Uhr, dem Zeitpunkt (9. Stunde) des Kreuzestodes Jesu Christi als „Gottesknecht“ nach Jesaja 53 (Altes Testament). – Lesungen differieren je nach Lesejahr: Buch Exodus 12,1-11 + Evangelium nach Johannes 18,1-40.49.12 + Leidensgeschichte Jesu Christi: Gefangennahme, Judas, Hohepriester Kajaphas, Verurteilung Pilatus, Geißelung, Kreuzweg, Kreuzigung, Jesus Worte zu Maria und Johannes, Tod, Grablege, Josef von Arimathäa, Nikodemus +

Marienwallfahrtsort Lourdes, 2018. Kreuzweg. Kreuzigung des Herrn, links und rechts die kriminellen Schächer, von denen einer seine Taten quasi in letzter Sekunde bereut. Im apokryphen Nikodemus-Evangelium namentlich mit Dismas erwähnt.

Catholic Daily Reflections, 18. April 2025. Mit Liebe am Kreuz stehen. Johannes 19,25-27.

Kreuzweg, 1. Station, Groom/Texas, USA, 2005 mit Gero im Rahmen der Route-66-Tour. Das riesige Kreuz, – Cross of Our Lord Jesus Christ -, 58 Meter hoch, noch in 32 Kilometer Entfernung zu sehen, zieht Gläubige wie Touristen an: jährlich bis zu rund 10 Millionen Besucher.

Etwas abseits die Jesus-Fountain: „I Am The Way, And The Truth, And The Life. No Man Cometh To The Father, But By Me.“John 14:6

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich.

  • Der Kreuzweg, in jeder katholischen Kirche plastisch an den Innenwänden vorhanden, erinnert an dieses Geschehen vor rund 2.000 Jahren mit 14 resp. 15 Stationen: vom Beginn der Verurteilung seitens Pontius Pilatus, dem schmerzvollen Weg nach Golgotha, dem Kreuzestod, der Abnahme Jesu Leichnam und letztlich seiner glorreichen Auferstehung.
  • Jesus Christus nahm mit seinem Kreuzestod die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich. Der Sieg über Hölle, Tod und Grab.
  • Ostern dann der Tag der Sündenvergebung, Errettung aus dem Tod, ewiges Leben, der Liebe.
  • Der Altar ist schmucklos, die Kreuze verhüllt. In einigen Gemeinden wird auch die Heilige Kommunion gereicht.

Text YouTube: Dieser Kreuzweg lädt ein, den Leidensweg Jesu mit den tiefgründigen Betrachtungen von Kardinal Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI.) mitzugehen. Die Texte entstanden im Jahr 2005, kurz vor seiner Wahl zum Papst, als Ratzinger vom Heiligen Vater Johannes Paul II. gebeten wurde, die Meditationen für den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom zu verfassen. Mit geistlicher Tiefe, intellektueller Klarheit und einer großen Nähe zum Herzen Jesu führen seine Worte durch die 14 Stationen – von der Verurteilung bis zur Grablegung. In ihnen offenbart sich nicht nur ein Theologe, sondern ein gläubiger Mensch, der die Passion Christi als Lehrweg der Liebe und Erlösung versteht. Dieser Kreuzweg ist eine Einladung zur inneren Sammlung, zur Buße und zur Verwandlung des eigenen Herzens – im Licht des Leidens Christi, das die Welt verwandelt hat.

Der schmerzhafte Rosenkranz erinnert gleichermaßen an das Geschehen. + Der „glorreiche“ Rosenkranz mit der Aufstehung und Himmelfahrt Jesu Christi komplettiert das ganze Rosenkranzgebet.

  • 1. Jesus, der für uns (auf dem Ölberg) Blut geschwitzt hat (Lukas 22,39-46).
  • 2. Jesus, der für uns gegeißelt worden ist (Matthäus 27,26).
  • 3. Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist (Johannes 19,2-16).
  • 4. Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat (Johannes 19,17 + Lukas 14,27).
  • 5. Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist (Lukas 23,35ff).

Tag der Grabesruhe Jesu Christi

Er endet mit dem Beginn der Osternachtsfeier von der glorreichen Auferstehung Christi. Nur die Gottesmutter Maria, wie einige wenige Frauen und der Apostel (Johannes), den Jesus liebte, harrten aus, hatten keine Angst, verhaftet zu werden. Rhetorische Frage: Wie hätten wir re-agiert?

Lesungen differieren je nach Lesejahr A-C: Buch Exodus 14,15-31.15.1 + Buch Exodus 15,1b-2abcd.3-4.5-6-13.17-18 + Römerbrief (Paulus) 6,3-11 +Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas 24,1-12

Klosterkirche Zur Schmerzhaften Muttergottes (Blieskastel), Statue Maria im Strahlenkranz.

FotoQuelle: commons.wikimedia (18.04.25), gemeinfrei

Catholic Daily Reflections, 18.04.25

Zitat (dt. automatisierte Übersetzung Catholic Daily Reflections): Der Erlöser der Welt starb einen grausamen Tod am Kreuz. Sein gebrochener Körper wurde ins Grab gelegt. Seine Jünger zerstreuten sich und fürchteten, als Nächstes an der Reihe zu sein. Doch unsere Heilige Mutter hielt Wache in der Hoffnung, dass ihr Sohn bald auferstehen würde.

Weiter im Text Catholic Daily Reflections: Traditionell sind die Samstage im Kirchenjahr der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet. Diese alte Tradition entstand unter anderem aus dem Glauben, dass Mutter Maria am Karsamstag in gläubiger Erwartung der Auferstehung Jesu wachte, während andere in Angst und Verwirrung lebten. Sie wusste, dass ihr Sohn auferstehen würde. Sie hatte unerschütterliche Hoffnung. Ihr Glaube war gewiss. Ihre Liebe ließ sie wachsam bleiben, während sie auf die Wiederkunft ihres Sohnes wartete.

Seit Jahrhunderten wird angenommen, dass die erste Person, der Jesus nach seiner Auferstehung erschien, seine eigene Mutter war. Papst Johannes Paul II. glaubte daran. Der heilige Ignatius von Loyola glaubte daran. Und viele andere teilten diesen Glauben im Laufe der Jahrhunderte.

Aus diesen Gründen ist Karsamstag ein idealer Tag, um über das nachdenkliche Herz unserer Heiligen Mutter nachzudenken. In der Heiligen Schrift wird mehrfach berichtet, dass Mutter Maria die Geheimnisse des Lebens ihres Sohnes in ihrem Herzen erwog. Sie war eine der wenigen, die ihm in seinem Todeskampf beistand. Sie stand vor dem Kreuz und dachte betend über sein vollkommenes Opfer nach. Die Heilige Mutter hielt seinen Leichnam in ihren Armen und dachte darüber nach, wohin sein Geist gegangen war. Und heute wacht sie und denkt über seine baldige Rückkehr nach.

Was ist damit gemeint?

„Die Geheimnisse des Tages zwischen der Beisetzung Christi am späten Freitag und der Auferstehung beim Sonnenaufgang des Ostersonntags haben die Neugier – und die Phantasie – der Christusgläubigen seit den frühesten Zeiten beschäftigt und zur Entstehung einer ganzen Reihe von apokryphen Berichten geführt.“ Zitat Ende.

  • Abstieg der Seele des Herrn in die Unterwelt, in die Vorhölle, (modern:) in das Reich des Todes.
  • Zitat: MIt dem Diktum: „Hinabgestiegen in die Hölle“ sprengt der Auferstehende die Pforten der Vorhölle, 
  • in der die Gerechten des Alten Bundes auf die ihnen verheißene Erlösung warten.
  • Der Auferstehende
  • – da das menschliche Denken dazu neigt, jedes Ereignis an einem bestimmten Punkt in Raum und Zeit zu verorten –
  • wird für die Befreiung der Vorväter die Zeit zwischen Kreuzestod und Auferstehung angenommen.

Hauptquelle: Teile der apokryphen Pilatusakten (2.-4. Jh.): von den Kirchenvätern anerkannt und genutzt; auch in Anlehnung des apokryphen Nikodemus-Evangeliums (310 – 320).  

Das „descendit ad inferos“ des apostolischen Glaubensbekenntnisses, in modernen Übersetzungen durchaus vertretbar wiedergegeben mit „hinabgestiegen in das Reich des Todes“, gehört deshalb unbestreitbar zu den frühesten Glaubensaussagen der Christenheit.

„Christus aber nimmt den Urvater Adam bei der Hand und führt ihn zusammen mit den anderen Vorvätern, Propheten, Märtyrern und Urmüttern aus der Hölle hinaus. Dabei singen die Erlösten Psalm 118: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn, Alleluja. Ihm gebührt die Herrlichkeit von allen Heiligen. + Und so kann es Ostern werden.

lat. Dominica paschæ in resurrectione Domini, kurz auch: Dominica resurrectionis) ist der ranghöchste und wichtigste Feiertag der Christenheit, das älteste Fest im Kirchenjahr. Kein Ereignis der Weltgeschichte, außerhalb der Geburt Jesu, hat je den Lauf der Menschheit so maßgeblich verändert. Lassen wir uns nicht von den a-religiösen resp. anti-christlichen EU-Eliten irritieren. Und dennoch, die katholische Kirche wird als einzige Institution der Welt überleben, was auch immer geschehen mag!

+ Mehr lesen Webseite ➲ Weltkirche – Katholizismus

Marienwallfahrtsort Lourdes, 2014. Kreuzweg. Das Grab ist leer. Der Stein weggerollt. Der Herr ist wahrhaft auferstanden. Er wird wiederkommen am Ende der Tage.

Marienwallfahrtsort Lourdes in den Pyrenäen; 2010, 2014 und 2018 mit Stefan. Kreuzweg, letzte (15.) Station; 6-sprachig.

Mehr lesen zum Wallfahrtsort mit der heiligen Bernadette von Soubirous.

  • Die Osternacht beginnt mit der Vigilfeier (heilsgeschichtliche Nachtwache mit Lesungen), der großen Liturgiefeier, der Begrüßung des Osterlichtes,
  • Mit dem Gloria geht das Licht in den Kirchen an.
  • Taufgedächtnis (an Ostern werden weltweit nach wie vor viele Menschen getauft). Die Anwesenden erneuern feierlich ihr Taufversprechen.
  • Verkündigung der frohen Botschaft der Auferstehung. Ostersonntag noch einmal die große Feier. Einen guten Abriß vermittelt katholisch.de
  • Alle vier Evangelisten Matthäus (Mt 28,1-10) + Markus (Mk 16,1-8) + Lukas (Lk 24,1-12) und Johannes (Joh 20,1-10) berichten, jeder von seiner Warte.
  • Ostern ist das wichtigste Fest des Christentums. Die Osterbotschaft lautet: Gott hat Jesus von den Toten auferweckt – das Leben ist stärker als der Tod! So erinnern und feiern Christen in aller Welt in der Karwoche und in der Osterzeit die Botschaft von Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi (Erzbistum Wien).
  • Lesungen differieren je nach Lesejahr A-C: Apostelgeschichte 10,34a.37-43 + Psalmen 118, 1-2.16-17.22-23 + Kolosserbrief (Paulus) 3,1-4 + Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes 20,1-9

Aus dem Lukasevangelium, 24,1-6:

  • „Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. 
  • Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. 
  • Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden.
  • Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden…“

Ostersonntag, 8. April 2012


»Surrexit Christus, spes mea« – »Auferstanden ist Christus, meine Hoffnung« (Ostersequenz).
Möge euch alle die jubelnde Stimme der Kirche erreichen, mit den Worten, die der alte Hymnus Maria Magdalena in den Mund legt, der ersten, die dem auferstandenen Jesus begegnete. Sie eilte zu den anderen Jüngern, und während ihr das Herz im Halse schlug, verkündete sie ihnen: „Ich habe den Herrn gesehen!“ (Joh 20,18).

Auch wir, die wir die Wüste der Fastenzeit und die schmerzlichen Tage der Passion durchlebt haben, geben heute dem Siegesruf Raum: „Er ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!“ Für jeden Christen wiederholt sich die Erfahrung, die Maria Magdalena machte. Es ist eine Begegnung, die das Leben verwandelt: die Begegnung mit einem einzigartigen Menschen, der uns die ganze Güte und Wahrheit Gottes spüren läßt, der uns nicht oberflächlich und vorübergehend, sondern tiefgreifend vom Bösen befreit, uns völlig heilt und uns unsere Würde zurückgibt.

Das ist es, warum Maria Magdalena Jesus „meine Hoffnung“ nennt: weil er es war, der sie zu neuem Leben erweckte, ihr eine neue Zukunft schenkte, ein gutes Leben, frei vom Bösen. „Christus, meine Hoffnung“ bedeutet, daß all meine Sehnsucht nach dem Guten in ihm eine reale Möglichkeit findet: Mit ihm kann ich hoffen, daß mein Leben gut sei, daß es erfüllt und ewig sei, denn Gott selbst ist uns so nahegekommen, daß er sich in unser Menschsein hineinbegeben hat.“

Aus: Botschaft zu „Urbi et orbi“, 8. April 2012

Quelle: Die Tagespost, 2024.2025

Ostersamstag, 15. April 2006

Ein deutscher Theologe hat einmal ironisch gesagt, das Mirakel einer wiederbelebten Leiche – wenn es denn stattgefunden habe, was er nicht glaubte – sei letztlich unwichtig, es betreffe uns ja nicht.

In der Tat, wenn da nur einer irgendwann einmal wiederbelebt worden wäre, nichts sonst, was sollte uns das angehen?

Aber Christi Auferstehung ist eben mehr, ist anderes. Sie ist – wenn wir einmal die Sprache der Evolutionslehre benützen dürfen – die größte „Mutation“, der absolut entscheidendste Sprung in ganz Neues hinein, der in der langen Geschichte des Lebens und seiner Entwicklungen geschehen ist: ein Sprung in eine ganz neue Ordnung, der uns angeht und die ganze Geschichte betrifft.
Aus: Predigt vom 15. April 2006

This overview of salvation history is not only important from a historical perspective but also offers insight into how God relates to each of us personally. In the beginning of our own conversion, God meets us where we are: He calls us to be His children, and we are drawn to follow His commandments, avoiding serious sin. As we progress, our faith practices, including the sacraments, take on new depth. Gradually, we internalize the call to live from the heart, not just through outward observance. We begin to see God as an intimate and personal God, and we work to overcome even small attachments to sin. Ultimately, we are called to turn fully to the Gospel, letting it lead us into a deeper relationship with Christ.

Dieser Überblick über die Heilsgeschichte ist nicht nur aus historischer Sicht wichtig, sondern bietet auch Einblick in Gottes persönliche Beziehung zu jedem Einzelnen von uns. Zu Beginn unserer Bekehrung begegnet uns Gott dort, wo wir stehen: Er ruft uns, seine Kinder zu sein, und wir fühlen uns dazu bewegt, seinen Geboten zu folgen und schwere Sünden zu meiden. Im Laufe unseres Glaubensweges gewinnen unsere Glaubenspraktiken, einschließlich der Sakramente, an Tiefe. Nach und nach verinnerlichen wir den Ruf, aus dem Herzen zu leben, nicht nur durch äußerliche Einhaltung der Sakramente. Wir beginnen, Gott als einen uns nahestehenden und persönlichen Gott zu erkennen, und wir arbeiten daran, selbst kleine Neigungen zur Sünde zu überwinden. Schließlich sind wir berufen, uns ganz dem Evangelium zuzuwenden und uns von ihm in eine tiefere Beziehung zu Christus führen zu lassen.

Recognizing this progression is essential for our spiritual journeys. If we fail to see this path, we might become complacent. Everything God revealed at the beginning of your conversion remains true, but the start is not the fulfillment. As you reflect on your life, ask yourself: Can I see how God has drawn me closer to Himself, deepened my faith, and called me into greater union with Him?

Diese Entwicklung zu erkennen, ist wesentlich für unseren spirituellen Weg. Wenn wir diesen Weg nicht erkennen, könnten wir selbstzufrieden werden. Alles, was Gott zu Beginn deiner Bekehrung offenbart hat, bleibt wahr, doch der Anfang ist nicht die Erfüllung. Wenn du über dein Leben nachdenkst, frage dich: Kann ich erkennen, wie Gott mich näher zu sich gezogen, meinen Glauben vertieft und mich in eine engere Gemeinschaft mit ihm geführt hat?

God leads us gently, knowing that immediate perfection would be overwhelming. Still, He desires our daily growth. Each day is an opportunity for continued conversion, deeper transformation, and spiritual purification. The great saints have written about this journey, showing us the way to holiness.

Gott führt uns sanft, denn er weiß, dass uns sofortige Perfektion überfordern würde. Dennoch wünscht er sich unser tägliches Wachstum. Jeder Tag bietet die Möglichkeit zur fortwährenden Umkehr, zur tieferen Wandlung und zur geistlichen Läuterung. Die großen Heiligen haben über diesen Weg geschrieben und uns den Weg zur Heiligkeit gezeigt.

Reflect today on the call to be perfect. If that seems impossible, commit to one step at a time. The road to perfection is long, demanding, and difficult—but it is also freeing, transforming, and ultimately glorious. Though you won’t become a saint overnight, you can take the next step toward holiness today. Say “Yes” to this journey and trust that God will lead you.

Denke heute über den Auftrag zur Vollkommenheit nach. Wenn dir das unmöglich erscheint, geh Schritt für Schritt vor. Der Weg zur Vollkommenheit ist lang, anspruchsvoll und schwierig – aber er ist auch befreiend, transformierend und letztendlich herrlich. Du wirst zwar nicht über Nacht heiliggesprochen, aber du kannst heute den nächsten Schritt in Richtung Heiligkeit gehen. Sage „Ja“ zu dieser Reise und vertraue darauf, dass Gott dich führen wird.

Prayer. My revealing Lord, little by little You have shown us the path to salvation. From the time of Adam and Eve until Your coming as man, You have guided us back to full communion with You. In my own life, reveal to me the path to holiness and give me the courage to follow it. Help me to grow into sainthood, one step at a time. Jesus, I trust in You.

Gebet. Mein Herr, du hast uns Schritt für Schritt den Weg zum Heil gezeigt. Von Adam und Eva bis zu deinem Kommen als Mensch hast du uns zurück zur vollen Gemeinschaft mit dir geführt. Zeige mir in meinem Leben den Weg zur Heiligkeit und gib mir den Mut, ihn zu gehen. Hilf mir, Schritt für Schritt zur Heiligkeit zu wachsen. Jesus, ich vertraue auf dich.