Tatort Sarria. Hier starteten in 2025 mehr als 32,4% *) aller Pilger + doppelt so viel wie in 2006 mit „nur“ 16,18% + Nun hat sich der Jakobswegverband endlich entschlossen, gegenzusteuern. Die Fernpilger sollen geschützt werden und nicht auf den letzten 100 km mit den vielen Tausend Kurzstreckenwandern um einen Herbergsplatz „kämpfen“ zu müssen.
Wie soll das geschehen?
Den Charakter des Jakobsweges auf den letzten 100 Kilometern bewahren, wo der größte Besucherandrang herrscht.
Durch die Errichtung einer traditionellen Herberge in Galicien, die ausschließlich Fernpilgern vorbehalten bleibt.

Herberge in Rabanal de Camino. Für uns (in 2006) stimmte alles: preiswerte Unterkunft + sehr gutes Pilgernmenü + Gespräche mit Einheimische, Service. Hilfestellung (she. Foto), …
Mit dieser neuen Albergue solle das früher übliche „Gastfreundschaftsmodell“ wiederbelebt werden, das sich – so elCorreoGallego resp. Portal caminosantiago.org in ihren Berichten vom 27./28. April 2026 – auf das innere Erlebnis des Jakobsweges konzentriere. + Es biete einen Ruhebereich im verkehrsreichsten Abschnitt, der speziell für diejenigen Pilger konzipiert wurde, die schon seit Wochen oder sogar Monaten unterwegs seien, die dazu beitrügen, die Identität des Camino de Santiago aufrechtzuerhalten.
Identität des Jakobsweges bewahren
Astorga, San Javier, 2006. Stunden später werden sich hier viele Pilger eingefunden haben; mehrere mit einer Flasche Rotwein in Hand. Nette Pilger plaudern miteinander: so manche phantastische Erzählung inklusive. + Gleichwohl: wir waren rundum zufrieden, an diesem Tag auf der Strecke von Hospital de Orbigo, in Astorga, das tolle Gespräch mit Söhnke (an jenem Tag managte er die Herberge), mit dem Zimmer für uns ganz allein,a m Abend, mit dem Frühstück am nächsten Morgen. Fazit: bestens zufrieden.

Zitat: Die Initiative, die ursprünglich von der Internationalen Bruderschaft des Jakobswegs (FICS) angestoßen wurde, ist Teil einer umfassenderen Strategie zum Schutz des Wesens des Jakobswegs angesichts des anhaltenden Wachstums. + Neben anderen in Logroño getroffenen Entscheidungen betonte die Föderation auch die Stärkung des traditionellen Gastfreundschaftsmodells und die Einbindung neuer historischer Organisationen. + Die Herausforderung, so die Organisation, ist klar: den Anstieg der Pilgerzahlen zu bewältigen, ohne dass der Jakobsweg seine Identität verliert. + Und diese Aufgabe beginnt genau dort, wo er am stärksten frequentiert ist.
Zahlen 2006 vs 2025.26.
- 2006. Start in den Pyrenäen: St.-Jean-Pied-de-Port: 10,82 % (10.937 Pilger) +
- Start in Roncesvalles: 9,26% (9.362 Pilger) + von insgesamt 101.056 Pilgern (CF: 82.955)
- Vergleich 2025: Start in St. Jean: 6,08% (30.348 Pilger) +
- Start in Roncesvalles: 0,78% (3.874 Pilger) + von insgesamt 530.919 Pilgern
- Zusammenfassung Fernpilger ab Pyrenäenorte St. Jean und Roncesvalles
- in 2025: gesamt 7,86% vs 2006: 20,08%.
- Start in Sarria. 2006: 16,18% + von insgesamt 101.056 Pilgern (CF: 82.955)
- Vergleich 2025: 32,4% + von insgesamt 530.919 Pilgern
- Zwischenergebnis zum 27. April 2026: 38,64%.
Alle Zahlen entsprechend Pilgerbüro Santiago de Compostela, 28.04.26