„Ich stelle mir die Hölle gerne als leer vor.“ Davon berichtet die Internationale Ausgabe von CNA – Catholic News Agency am 15. Januar 2024. + Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt anderes, ebenso die Evangelien (s.u.) FotoAusschnitt Michelangelo: Die Verdammten werden in die Hölle gestürzt

Foto: VaticanNews

Michelangelo: Die Verdammten werden in die Hölle gestürzt + (Ausschnitt des Jüngsten Gerichtes), 1536–1541 + Sixtinische Kapelle, Vatikan.
Vgl. dazu die Evangelien mit Jesu-Aussagen in
- Matthäus 5,22. 28; 13,42. 50
- Markus 9,43-48
- Matthäus 10,28; 13,41-42 und 25,41.
Auszug Katechismus der Katholischen Kirche
IV. Die Hölle + Nr. 1033-1037
- Sie besteht in der ewigen Verdammnis jener, die aus freiem Entschluss in Todsünde sterben.
- Die schlimmste Qual der Hölle besteht im ewigen Getrenntsein von Gott.
- Einzig in Gott kann ja der Mensch Leben und Glück finden.
- Dafür ist er geschaffen, und das ist seine Sehnsucht.
- Christus fasst diese Wirklichkeit in die Worte:
- „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!“ (Mt 25, 41).
Der Papst schwenkt also ein auf die Linie derjenigen modernen Theologen, die da deklamieren, es käme jeder in den Himmel? + Auch wenn er ausdrücklich hinzufügt, dass das seine private Meinung sei, nicht das Dogma der Kirche.
veröffentlicht durch Papst Johannes Paul II. + Im wesentlichen erarbeitet unter der Leitung von Kurier-Kardinal Joseph Ratzinger. + Dieser für die Bischöfe, Theologen und Kirchenmitarbeiter gedachte Welt-Katechismus ist in die vier katechetischen Hauptstücke Symbolum, Sakramente, Dekalog und Vaterunser gegliedert.
Er umfasst die gesamte verbindliche katholische Lehre und soll neben der Heiligen Schrift die zweite Grundlage der Glaubensorientierung sein.
Außerdem gilt die Annahme der in ihm dargelegten Lehre als der Maßstab für die Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche.
Zitat: IV Die Hölle (Quelle: s.o.)
1033 Wir können nicht mit Gott vereint werden, wenn wir uns nicht freiwillig dazu entscheiden, ihn zu lieben. Wir können aber Gott nicht lieben, wenn wir uns gegen ihn, gegen unseren Nächsten oder gegen uns selbst schwer versündigen: „Wer nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder, und ihr wißt: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt“ (1 Joh 3,14-15). Unser Herr macht uns darauf aufmerksam, daß wir von ihm getrennt werden, wenn wir es unterlassen, uns der schweren Nöte der Armen und Geringen, die seine Brüder und Schwestern sind, anzunehmen [Vgl. Mt 25,31-46]. In Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluß für immer von ihm getrennt zu bleiben. Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen nennt man „Hölle“.
1034 Jesus spricht öfters von der „Gehenna“ des „unauslöschlichen Feuers“ [Vgl. Mt 5,22. 29; 13, 42. 50; Mk 9,43-48], die für jene bestimmt ist, die bis zum Ende ihres Lebens sich weigern, zu glauben und sich zu bekehren, und wohin zugleich Seele und Leib ins Verderben geraten können [Vgl. Mt 10,28]. Jesus kündigt in ernsten Worten an, daß er „seine Engel aussenden“ wird, die „alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und … in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt“ (Mt 13,41-42), und daß er das Verdammungsurteil sprechen wird: „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!“ (Mt 25,41).
1035 Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer“ [Vgl. DS 76; 409; 411; 801; 858; 1002; 1351; 1575; SPF 12]. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.
1036 Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufr uf zur Bekehrung: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn“ (Mt 7,13-14).
„Da wir weder Tag noch Stunde wissen, müssen wir auf die Ermahnung des Herrn hin standhaft wachen, damit wir, wenn unser einmaliger irdischer Lebenslauf erfüllt ist, mit ihm zur Hochzeit einzutreten und den Gesegneten zugezählt zu werden verdienen und uns nicht wie bösen und faulen Knechten geheißen wird, ins ewige Feuer zu weichen, in die Finsternis draußen, wo ‚Heulen und Zähneknirschen sein wird“ (LG 48).
1037 Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen [Vgl. DS 397; 1567]; nur eine freiwillige Abkehr von Gott (eine Todsünde), in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu. Bei der Eucharistiefeier und in den täglichen Gebeten ihrer Gläubigen erfleht die Kirche das Erbarmen Gottes, der „nicht will, daß jemand zugrunde geht, sondern daß alle sich bekehren“ (2 Petr 3,9):
- „Nimm gnädig an, o Gott, dieses Opfer deiner Diener und deiner ganzen Gemeinde;
- ordne unsere Tage in deinem Frieden, rette uns vor dem ewigen Verderben
- und nimm uns auf in die Schar deiner Erwählten“ (MR, Römisches Hochgebet 88).