Galicische Orte am Camino Frances + 30 Jahre Weltkulturerbe – Reise durch Jahrhunderte

Rückblick 2023: Galicien feiert den 30. Jahrestag der Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes + Werfen wir doch noch einmal einen Blick auf die bedeutenden galicischen Orte am Jakobsweg + Die von O Cebreiro bis nach Santiago de Compostela zu passierenden Städte und Ortschaften bestechen durch ihre Geschichte, ihrer Kultur und lebendigen, erhaltenswerten Tradition. + Foto 2006: O Cebreiro

2004 wurde er mit dem Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht ausgezeichnet und im Sommer 2015 ernannte die UNESCO den Camino Primitivo und den Camino del Norte ebenfalls, wie zuvor den französischen Weg, zum Welterbe. Somit erhielten auch diese Wege die höchste Auszeichnung für ein Kulturgut.

Ich möchte Sie, Euch einladen, sich auf diese Orte näher einzulassen, abseits der sportiven Wanderung. + Schön, dass der spanische Autor nicht nur die wichtigsten Orte und Landschaften kurz skizziert, er geht auch auf Kirchen, Kapellen und Klöster ein, ohne die es den Camino de Santiago heute nicht gäbe. Denn mehrheitlich ihre Priester, Ordensleute und Ritterorden schufen die Voraussetzungen für passierbare Wege quer durch Hispania. Das sollten wir alle bedenken: von Nichts kommt Nichts.

Zitat Webseite caminosantiago.ga. (23.06.26):

  • „Seit dem Mittelalter spielt der Jakobsweg eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der verschiedenen Kulturen, aus denen die europäische Identität hervorging. +
  • Die besonderen Wesensmerkmale entstanden in einem gemeinsamen Raum voller Geschichtskultur, durch den sich das Wegenetz der Pilgerstraßen bahnte und damit der Kommunikation und dem Austausch von Gedanken, Formen und Projekten diente. +
  • Der Weg war eine wahre „Autobahn des Wissens“ – ein Mittel zur Verbreitung von großen, in Europa entstandenen kulturellen und künstlerischen Strömungen,
  • der Romanikgotischen Kathedralen, der mittelalterlichen Lyrik der „Cantigas”, religiösen Liedersammlungen, sowie der Heldenepen der Chansons de Geste. +
  • Darüber hinaus war er auch ein unvergleichliches Zeugnis für menschliche Solidarität.“

Im folgenden orientiere ich mich an der Google-Übersetzung des spanischen Originaltextes, verwende nach Möglichkeit eigene Fotos. Nicht jeden der genannten Orte konnten wir in 2006 kennenlernen. Man muss Prioritäten setzen; der Zeitrahmen tut ein übrige. + Dem Reisebericht Westwärts resp. den einzelnen en Detail beschriebenen Etappen des Camino Frances sind natürlich mehr Fotos unserer ersten Tour in 2006 zu entnehmen.

Wegstein am Jakobsweg, der zwischen Laguna und O Cebreiro den Beginn der Autonomen Region Galicien anzeigt

FotoQuelle: commons.wikimedia (23.06.26), gemeinfrei

Nachfolgende Texte entnommen der Webseite El Camino de Santiago francés: viaje a través de la historia, cultura y tradición +

Der französische Jakobsweg: Reise durch Geschichte, Kultur und Tradition – (Button s.u.) – 15. November 2023

Jedes Rathaus erzählt eine einzigartige Geschichte, bietet eine andere kulturelle Perspektive und öffnet ein Fenster zu den Traditionen und Bräuchen, die Galizien ausmachen. Auf dieser Route verschmilzt die Vergangenheit mit der Gegenwart und die Pilger werden Zeugen des Reichtums, der vom Land und den Menschen ausgeht, die dem Jakobsweg Leben einhauchen. Eine Reise durch die galizischen Gemeinden auf dem französischen Jakobsweg ist nicht nur eine Pilgerreise, sondern eine Reise durch die Jahrhunderte.

O Cebreiro in der Provinz Lugo. Erste wichtige Station auf dem Camino Frances. Kleiner Ort mit ihren alten Pallozas und der vor-romanischen Kirche Santa María erinnert an die Essenz des traditionellsten Galiziens. 

Die Legende vom Erscheinen des Heiligen Grals an diesem Ort verleiht dem Erlebnis eine mystische Note.

Triacastela. „Drei Burgen“, so sein Name. Hier treffen sich mehrere Pilgerwege. Drei Hauptrouten greifen ineinander und machen das Rathaus zu einem Treffpunkt der Kulturen und Erlebnisse.

Pilger entdecken hier die galizische Gastfreundschaft in ihren Herbergen und die Schönheit der Berglandschaften.

Kloster San Xulián de Samos

FotoQuelle: commons.wikimedia (26.05.26), gemeinfrei

Kloster Samos. Bei Pilgern gut bekannt ist das imposante Kloster des Heiligen Julian von Samos; ein architektonisches Juwel, das sich majestätisch inmitten üppiger grüner Landschaften erhebt. 

Das im 6. Jahrhundert gegründete Benediktinerkloster war Zeuge der turbulenten Geschichte der Region und beherbergt eine beeindruckende Bibliothek mit wertvollen Manuskripten. Darüber hinaus besticht Samos mit Kopfsteinpflasterstraßen, traditionellen Steinhäusern und einer ruhigen Atmosphäre, die Besucher dazu einlädt, in die Authentizität des tiefsten Galiziens einzutauchen.

Sarria. Strategisch wichtig für diejenigen Pilger, die die Compostela erhalten möchten, Stichwort 100km-Entfernung.

Die Kirche Santa Mariña mit ihren mittelalterlichen Mauern und das Kloster La Magdalena sind Zeugen der reichen Geschichte Sarrias. Die jakobinische Tradition ist in jeder Ecke spürbar, von den gepflasterten Straßen bis hin zu den Gesprächen mit den Einheimischen.

Casa do concello, Paradela, Lugo. Rathaus

FotoQuelle: commons.wkimedia (23.06.26), gemeinfrei

Paradela verkörpert die ländliche Essenz Galiziens. Seine mit grünen Feldern und Wäldern übersäten Landschaften vermitteln Ruhe, während seine traditionellen Steinhäuser Geschichten aus alten Zeiten erzählen.

Portomarín. Ort mit einer besonderen Geschichte. Das alte Portomarín wurde in den 1960er-Jahren überschwemmt, um einen Stausee zu errichten. Viele seiner Gebäude wurden sorgfältig verlegt und am neuen Standort wieder aufgebaut.

Das Ergebnis ist eine Verschmelzung von Alt und Neu, wobei die St.-Nikolaus-Kirche Zeugnis dieser Metamorphose ist. Von Interesse der Fluss Miño.

Casa consistorial de Monterroso. Town Hall. Rathaus

FotoQuelle: commons.wikimedia (26.06.26), gemeinfrei

Monterroso besticht durch seinen ländlichen Charme. Umgeben von üppigen Landschaften und sanften Hügeln laden die gepflasterten Straßen und gemütlichen Plätze zum Flanieren ein, während die traditionelle Architektur die reiche Geschichte der Region offenbart. 

Eine Oase der Ruhe, die die Authentizität Galiziens offenbart.

Palas de Rei. Church of Santiago de Albá.

FotoQuelle: commons-wikimedia (26.06.26) gemeinfrei

Palas de Rei, umgeben von dichten Wäldern und grünen Wiesen, bietet Pilgern ein friedliches Erlebnis. Die Gastfreundschaft seiner Bewohner und der Reichtum seiner natürlichen Umgebung machen Palas de Rei zu einem einzigartigen Zwischenstopp auf dem Jakobsweg.

Melide. Bekannt für seinen Oktopus nach galizischer Art, ist ein Genuss für die Sinne. Dieses Rathaus in der Provinz La Coruña ist berühmt für seine gastronomische Tradition, die Pilger in seinen zahlreichen Restaurants und Lebensmittelgeschäften genießen können. Die Kirche Santa María und die römische Brücke über den Fluss Furelos verleihen dieser charmanten Stadt einen historischen Reiz.

Arzúa, bekannt für seinen gleichnamigen Käse, gilt als Symbol für den landwirtschaftlichen Reichtum Galiziens. In dieser Gemeinde tauchen Pilger in grüne Felder ein, die von Bauernhöfen und Dörfern gesäumt sind. Die Kirche von Santiago und die Kapelle A Magdalena verleihen dieser idyllischen Landschaft eine spirituelle Note.

O Pino wiederum verkörpert die ruhige und authentische Essenz der Region. Es präsentiert sich als eine ruhige Ecke voller Geschichte und Natur. Mit seinen grünen Feldern und alten Steingebäuden bietet diese Stadt eine tiefe Verbindung zu den galizischen Wurzeln.

Beispielfoto: Puente Medieval de Furelos.