„Excellence, le chancelier Adenauer et moi-même venons dans votre cathédrale sceller la réconciliation de la France et de l’Allemagne.“ + Eine Gedenkplatte „plaques commémoratives“ auf dem Vorplatz vor dem Mittelportal der Kathedrale spiegelt Präsident de Gaulles Begrüßungsworte an den damaligen Erzbischof von Reims Francois Marty (deutsche Übersetzung). + FotoAusschnitt Reims, 2017.

An Monsignore Marty, Erzbischof von Reims
„Exzellenz, Kanzler Adenauer und ich kommen in Ihre Kathedrale, um die Versöhnung Frankreichs und Deutschlands zu besiegeln.“
Charles de Gaulle, Sonntag, 8. Juli 1962, 11 Uhr 02.
FotoQuelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Floor_tile_in_front_of_cathedral,_Reims.jpg + gemeinfrei, 21.07.26
So geht Frieden
Durch diplomatische Friedensverhandlungen + Durch Aussöhnung + Gestern + Heute + Morgen + Man muss es nur wollen + Wer setzt den ersten Schritt? + In Europa + Weltweit + In Afrika: Nigeria
Foto aus September 2017. Cathédrale Notre-Dame de Reims. Kathedrale Unserer Lieben Frau zu Reims.
Rote Stühle. Hier verfolgten beide Staatsmänner, der französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer die katholische Versöhnungsmesse am 8. Juli 1962.

Die von Pfr. Richard Kocher in seiner Predigt
vom 11. Juli 2026 in Altötting zitierten Worte:

Statuen De Gaulle und Adenauer im Garten des Adenauer-Hauses in Rhöndorf. Die Besichtigung des Hauses einschl. des Grabes sei empfohlen, wie wir vor ca. 15 Jahren.
FotoQuelle: commons.wikimedia, 22.07.26; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adenauer_De_Gaulle_2.jpg ), gemeinfrei +
- „Mein Herr und mein Gott, wir kommen zu Dir, Bundeskanzler Adenauer und ich, um die Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich zu besiegeln.“ +
- « Mon Seigneur et mon Dieu, le Chancelier Adenauer et moi venons à Vous sceller la réconciliation entre l’Allemagne et la France. »
…. dürften zwar später von deutscher Seite als religiöse Ausschmückung hinzugefügt worden sein, um den christ-katholischen Charakter der deutsch-französischen Aussöhnung zu untermauern,
hätte aber durchaus seine Berechtigung im Einklang der Katholizität beider Staatsmänner.
Der religiöse Bezug zum Apostel Thomas und dessen Worte an den auferstandenen Christus (Joh, 20,28): Mein Herr und mein Gott sind mehr als evident.
Foto aus 2017. Cathédrale Notre-Dame de Reims. + Im Wesentlichen aus dem 13. Jahrhundert. Erster Kirchenbau im 5. Jahrhundert auf den Überresten gallo-römischer Thermen. + Hier wurden Frankreichs Könige gekrönt. + HIer triumphierte Jeanne d’Arc. + Hier zerschoss deutsche Artillerie im Ersten Weltkrieg hunderte bedeutendste Kunstwerke.


Bundeskanzler Konrad Adenauer und Präsident Charles de Gaulle, September 1958 in Bonn.
Zwei Politiker, die sich verstanden, trotz ihres Altersunterschiedes, trotz oder gerade wegen der bis dahin unheilvollen deutsch-französischen Geschichte
Über den katholischen Glauben hinweg vertrauten sie einander; der erste Kontakt beider bei Charles de Gaulle in Colombey-les-Deux-Églises in 1958 berichtet hierüber.
Foto: commons.wikimedia (Bundesarchiv, B 145 Bild-F015892-0010 / Ludwig Wegmann / CC-BY-SA 3.0, ), gemeinfrei, 04.01.25.
Beide Politiker waren praktizierende Katholiken, sodass Präsident de Gaulles sakrale Zumessung dieses epochalen Ereignisses nicht von der Hand zu weisen ist. + Er sah die Kathedrale von Reims – den Ort der französischen Königsweihen, der Zerstörung im Ersten Weltkrieg und der deutschen Kapitulation 1945 – als Bühne für eine historische Wende.
Im Inneren der Kathedrale gibt es offensichtlich keinen entsprechenden Marmorstein mit diesem Text: „Mein Herr und mein Gott, wir kommen zu Dir, Bundeskanzler Adenauer und ich, um die Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich zu besiegeln.“
Foto. 2017. Gedenkplatte im Inneren der Kathedrale. Text: „Hier taufte der heilige Remigus den König der Franken.“

Die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I. durch den heiligen Bischof Remigus von Reims an einem Weihnachtstag, wahrscheinnlich 496 nach Christus, markiert die Geburtsstunde des christlichen Abendlandes. Sie vereinte die germanischen Franken mit der gallo-römischen Bevölkerung und legte den Grundstein für das spätere Frankreich.

Cadenabbia am Comer See. Italien. 2011. Refugium des Bundeskanzlers in den Ferien.
Foto: Konrad Adenauer mit Robert Schumann (Mitte) und Alice de Gasperi, Ministerpräsident Italiens.
Im weiteren Verlauf dieser bemerkenswerten Predigt des Programmdirektors von Radio Horeb, Pfarrer Dr. Richard Kocher, ging dieser auf Robert Schumann (franz. Staatsmann) ein, dem Architekten der Versöhnung zwischen Frankreich und der Bundesepublik Deutschland, beginnend bereits in 1950, nur fünf Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges: Unfassbar mutig. + Gfs. demnächst mehr über ihn.
Zu Beginn seiner Predigt ging Pfr. Kocher auf die afrikanische Situation ein. + Der Katholizismus wächst ungebrochen
Allein in Nigeria gäbe es über 1.000 Priesteramtskandidaten, obschon die Veranwortlichen der Priesterseminare im Vorwege aussieben würden, nur jeden 5. Bewerber nähmen, weil Priestersein einherginge mit einem hohen Status.
- Für mich bleibt das Interesse junger Männer, Priester zu werden, nach wie vor in dem Sinne rätselhaft,
- als die seit vielen Jahren wirkliche schlimme Christenverfolgung u.a. seitens der Fulani neben den Bischöfen, Ordensleuten, katholischen Laien auch und gerade Priester betrifft.
Leider ist dem Programmdirektor die Begrifflichkeit „Christenververfolgung“
nicht über die Lippen gekommen. Vielmehr sprach Dr. Kocher über ethnische Konflike + über Stammesfehden und von Überfällen, die den Frieden bedrohten. + Warum nur in dieser Diktion? + Die Situation ist doch mehr als evident; vgl. dazu die vielen Berichte auf den einschlägigen Internetportalen. + Zuletzt berichtete CSI Schweiz am 1. Juli 2026: „Als der Vater getötet wurde, kam sein Kind zur Welt.“
Weiter im CSI-Text: „Massaker in Zentralnigeria: (Moslemische) Fulani-Terroristen greifen in der Nacht vom 22. Juni das Dorf Kawel im Bundesstaat Plateau an. Sie töten 22 Menschen und lassen viele Verletzte zurück. Die entsetzliche Tat ist verstörend und ein Weckruf, sich stärker für die Christen in Nigeria einzusetzen. (…) blanker Horror. Kein Medium der Welt kann die Bilder der zerstückelten Toten zeigen.
Papst Leo XIV. über den Frieden
In diesem Zusammenhang lobte er das Verhalten des neuen Papstes Leo XIV., der in seinen Reden sich immer wieder für den Frieden einsetze. + Soweit, so gut und richtig. + Aber: Sätze wie „Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden!“ reichen nicht.
- Sorry, wenn seine Heiligkeit es denn wirklich an prominenter Stelle täte und zwar dann,
- wenn „alle Welt“ ihm zuhört bei seinen Ansprachen im Rahmen des Urbi et Orbi-Segens zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
- Wenn zig Millionen Menschen weltweit live via Radio oder TV zugeschaltet sind + wenn über 100.000 Menschen auf dem Petersplatz versammelt sind + wenn über eine Million Zuschauer live bei der Übertragung des Deutschen Fernsehens dabei sind.
- Fakt: kein Wort