Konzil von Ephesus: 431 n. Chr. + Marias „Ja“, den Sohn Gottes zu empfangen: Lukas 1,38 + Predigt Bischof Cyrill von Alexandrien 

Das Konzil von Ephesus 431 klärte ein für allemal für verbindlich: Maria ist Gottesgebärerin. + Dennoch bleibt das damit verbundene „Fiat“ (wörtlich übersetzt: es geschehe) von Anfang an Gegenstand vieler Abhandlungen. Manche Theologen vertreten gar die Meinung, dass Gott nicht gewusst habe, wie sich die Jungfrau Maria entscheiden würde, ob und wie sie sich bereit erklären würde, dem Wunsch Gottes zu folgen. + Falls es Gott gibt, und das unterstelle ich, dann sprechen wir von einem allmächtigen und allwissenden Gott. + Insoweit machen auch die nachfolgenden Äußerungen von Papst Benedikt XVI. vom 26. Oktober 2008 einen Sinn.

In seiner Homilie (Predigt Evangelienauslegung) betont der Patriarch Cyrill von Alexandrien, wie der dreieinige Gott die Theotokos in seine Heilsgeschichte mit einbezogen hat, als ER die Madonna gleichsam zum Tempel des Erlösers auserwählte. + Es ging dem Kirchenvater dabei vor allem um die Einheit der göttlichen und der menschlichen Natur in der Person Christi. + Das Konzil von Ephesus wurde auch von Martin Luther ausdrücklich anerkannt und der Ehrentitel „Gottesmutter“ von ihm verteidigt, z.B. in seiner Magnificat-Auslegung.

Fresko: Cyrill und Timotheus, im Kloster Gračanica im Kosovo.

Patriarch von Alexandria, Kirchenlehrer / -vater, geb. 380, gest. 27. Juni 444

FotoQuelle: Joachim Schäfer – https://www.heiligenlexikon.de/Grundlagen/Gemeinfreiheit.html + Joachim Schäfer – <a href

Auszüge der Predigt: Ich sehe die frohe Versammlung der Heiligen. Sie alle sind gern gekommen; denn die heilige Gottesgebärerin Maria, die immerwährende Jungfrau, hat sie zusammengerufen. Ich war in tiefer Traurigkeit. Aber die Anwesenheit der heiligen Väter hat mich in Freude versetzt.

Jetzt ist für uns das geliebte Wort des Psalmisten erfüllt: „Wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen!“ (Psalm 133,1)

Sei uns also gegrüßt, heilige, geheimnisvolle Dreifaltigkeit; du hast uns alle in dieser Kirche der heiligen Gottesgebärerin zusammengeführt.

Sei uns gegrüßt, Gottesgebärerin, du kostbarer Schatz der ganzen Erde, du nie erlöschende Lampe, du Krone der Jungfräulichkeit, du Zepter des wahren Glaubens, du unzerstörbares Heiligtum, du Ort dessen, den kein Ort umfasst, Mutter und Jungfrau! Durch dich wird im Evangelium gesegnet genannt, der da kommt im Namen des HERRN.
Sei gegrüßt! Du hast in deinem Schoß umfangen, den kein Raum zu fassen vermag…

Durch dich leuchtete der eingeborene Sohn Gottes den Menschen, die in Finsternis und im Dunkel des Todes sitzen, als Licht auf (Lk 1,79)

Welcher Mensch könnte das Lob Mariens würdig singen? Sie ist Mutter und Jungfrau zugleich. O welch staunenswertes Wunder! Wer hätte je gehört, dass Gott, der sich einen Tempel erbaut hat, nicht darin Wohnung nehmen dürfte? Wie könnte Gott darum geschmäht werden, weil ER sich seine Magd zur Mutter erwählt hat?

Siehe, es freuen sich alle, und es werde uns die Gnade zuteil, die Einheit Gottes ergriffen anzurufen und in Ehrfurcht die unteilbare Dreieinigkeit zu verehren.

Die allerseligste Jungfrau Maria – die als »Magd des Herrn« ihr Leben hingegeben hat, damit sich alles in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes erfülle (vgl. Lk 1,38)

  • und die aufgefordert hat, alles zu tun, was Jesus sagt (vgl. Joh 2,5)
  • möge uns lehren, in unserem Leben den Primat des Wortes anzuerkennen, das allein uns Rettung schenken kann.

Aus: Predigt vom 26. Oktober 2008. Quelle: Die Tagespost, 25.10.24. Mehr zu Person und Werk Benedikts XVI. finden Sie auf der Internetseite www.benedictusXVI.org

Foto: Marienstele am Camino Frances, nahe Roncesvalles.

Aus Predigt Papst Benedikt XVI. vom 18. Dezember 2005

Zitat: Am Ende des Gesprächs antwortet dem Engel: Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast. Maria nimmt so die dritte Bitte des Vaterunsers vorweg: Dein Wille geschehe. Maria sagt ja zu diesem göttlichen Willen, sie fügt sich diesem Willen und öffnet Gott so die Tür zu Welt. Adam und Eva hatten durch ihr Nein zum Willen Gottes diese Tür geschlossen. Maria lädt uns ein, ebenfalls dieses Ja auszusprechen.

Bücher. Wer sich kurz und knapp über MARIA informieren will, dem empfehle ich das Buch des (verstorbenen) Papstes Benedikt XVI. (1927-2022) „MARIA – Über die Gottesmutter“; Sankt Ulrich Verlag, Augsburg, 2008. Eine Fundgrube sondersgleichen; mit vielen Kurzbeiträgen und Fotos. + Ein kleines Büchlein Maria, Mutter Gottes – Gebete und Meditationen lädt Sie ein, die schönsten Mariengebete nachzuempfinden. St. Benno-Verlag, Leipzig; gekauft am 23.06.2012.

Wer noch tiefer einsteigen möchte, dem sei das Buch von Leo Kardinal Scheffczyk (1920-08.12.2005) „Maria – Mutter und Gefährtin Christi“ – empfohlen. Sankt Ulrich Verlag Augsburg, 2003, 360 Seiten

Mit Prof. Ralph Weimann 2018 im Petersdom. Zuvor hatte er eine sog. Stillmesse am Grab des Heiligen Apostels Petrus in der überlieferten Form zelebriert. Für uns als Teil einer 8-köpfigen Gruppe krönender Abschluss der Internationalen Wallfahrt Summorum Pontificum.

11.517 Aufrufe Live übertragen am 04.07.2026 #ewtn#kirche#katholischLive aus Altötting: Vortrag von Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann – „Die Fürsprache Mariens – Quell der Hoffnung“ Erleben Sie den Vortrag von Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann live aus Altötting im Rahmen des Benedikt XVI. Forums.

Foto. Kirche in Los Arcos am Jakobsweg.

Unter dem Titel „Die Fürsprache Mariens – Quell der Hoffnung“ spricht der Theologe über die Bedeutung der Gottesmutter Maria für das christliche Leben und ihre Fürsprache als Quelle der Hoffnung im Glauben. Die Live-Übertragung lädt dazu ein, einen theologischen Vortrag im Geist von Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. mitzuerleben. Verfolgen Sie den Vortrag online und begleiten Sie das Benedikt XVI. Forum live aus Altötting. #RalphWeimann#Maria#BenediktXVIForum#Altötting#JosephRatzinger#PapstBenediktXVI#Vortrag#Livestream#ewtn#ewtntv#katholisch#kirche

26 Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret 27 zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. 28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. 29 Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. 30 Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.

  • 31 Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. 
  • 32 Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. 

33 Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. 34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? 35 Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

FotoQuelle: Artikel Weihnachtsgeschichte… + Fra ANGELICO, Annunciation, 1437-46 + Verkündigung

33 Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. 34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? 

  • 35 Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. 
  • 36 Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
  • 37 Denn für Gott ist nichts unmöglich. 

38 Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Quelle: bibel.github.io

ZUR SCHUTZMANTEL-MADONNA x1)

Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, du heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns (jederzeit = falschx1)) von allen Gefahren. Oh Du immerwährende (allzeit = korrekte Übersetzungx2) glorwürdige und gebenedeite jungfräuliche Gottesmutter, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl` uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne. 

Foto: Schutzmantelmadonna Belorado am Camino Frances.

SUB TUUM PRAESIDIUM CONFUGIMUS, Sancta Dei Genetrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus , sed a periculis cunctis libera nos semper, Virgo gloriosa et benedicta.

(Domina nostra, mediatrix nostra, advocata nostra, tuo filio nos reconcilia, tuo filio nos commenda, tuo filio nos repræsenta.) Amen. 

x1) lt. Professor Dr. Pater Karl Wallner OCist, Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, nicht korrekte Übersetzung seitens der Liturgiekommission – in Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962.65. Im griechischen resp. lateinischen Urtext (Korrektur des obigen Textes in Kürze) beziehe sich das Adverb „jederzeit“ x1) auf die Gottesmutter und nicht auf das Substantiv „Gefahren“x1); also: alle Zeit x1) Jungfrau: vor der Geburt Jesu, während der Geburt Jesu, nach der Geburt Jesu, was mithin weitere leibliche Geschwister ausschließe. Quelle: Predigt Pater Karl. Mittagsmesse Missio Österreich. 1. Februar 2023. Evangelium Mk 6,1b-6.

Anmerkung: Es ist eines der ältesten Mariengebete. Der Textkern entstammt dem 3./4. Jahrhundert. Der in Klammern gesetzte Text wurde später hinzugefügt.