Während Spanien im 17. J. unter Dauerbeschuss geriet, Stichwort Legenda Negra (Schwarze Legende), kehrten die Sklavenhalter Europas (Niederlande, Engländer, Belgier, Franzosen) ihre Schandtaten unter den Teppich; wie die Behandlung der Ureinwohner der USA oder beispielsweise derjenigen auf Surinam (Holländisch-Guayana) durch die Engländer und Niederländer, die Angelsachsen oder der Eingeborenen Afrikas durch die Engländer, Holländer, Belgier wie Franzosen. Sie waren an Grausamkeiten nicht zu überbieten. Nicht minder heftig wurden die „Nigger“ seitens der weißen Südstaatler der USA traktiert, wohlgemerkt noch im vergangenen 20. Jahrhundert. FotoAuschnitt: Handschellen
GOLDENES ZEITALTER AMSTERDAMS – Sklaven zu Tode geröstet

The National Slavery Monument in Amsterdam.
FotoQuelle: commons.wikimedia (21-02-26), gemeinfrei; Author Arthena
Amsterdams Wohlstand beruht auf 300 Jahre Sklaverei. Das sogenannte Goldene Zeitalter, das 17. Jahrhundert, wird noch heute gefeiert; ausgeblendet wird dabei, dass seine Seehelden, Generalgouverneure und Kaufleute Blut an ihren Händen haben.
Von 1640 bis 1670 waren die Niederlande der weltweit größte Sklavenhändler mit hunderttausenden versklavten Menschen aus Afrika, Lateinamerika und Asien; Zehntausende von ihnen starben.
Allein das Sklavenschiff „Beeckestijn“ soll 4.600 Sklaven von der afrikanischen Westküste nach Surinam transportiert haben; Amsterdam war zu jener Zeit Miteigentümer der Insel.
Quelle: Weser-Kurier vom 4. Juli 2020. Die dunkle Seite des Goldenen Zeitalters, S. 20.
Detail from William Blake’s illustration John Gabriel Stedman, Narrative, of a Five Years‘ Expedition, against the Revolted Negroes of Surinam, copy 2, object 2 (Bentley 499.2) „A Negro hung alive by the Ribs to a Gallows“
FotoQuelle: commons.wikimedia (21-02-26), gemeinfrei;

Das Amsterdamer Rijksmuseum arbeitet derzeit (2021) die Geschichte der Sklaverei auf – die der Amsterdamer „ehrenwerten“ Kaufleute, von Rembrandt porträtiert.
Klebt also Blut an den Bildern des „Goldenen Zeitalters“, fragt sich der Autor Dirk Schümer des in der Welt am Sonntag am 30. Mai 2021 erschienenen Artikels „Rembrandts Nachtseite.“
Zitat: „Aus Justizdokumenten, die nüchtern beschreiben, was man nach ihrer (entflohene Sklaven) Gefangennahme am 11. August 1707 mit ihnen anstellte:
Sie wurden mit glühenden Zangen geschunden, langsam zu Tode geröstet, dann geköpft. Die Köpfe steckten die Kolonialbehörden zur Abschreckung auf Stangen.“
History of slavery in the Netherlands
Auszug Wikipedia englisch (21-02-26): Slavery in Dutch Guiana + Main article: Dutch colonisation of the Guianas
In the 17th century, Zeelanders had founded a colony on the banks of the River Berbice in present-day Guyana with plantations that were worked by African slaves. In 1763, the slaves of the Berbice colony led by Cuffy (Kofi, Coffy) revolted, which was eventually brutally suppressed with the help of six naval ships carrying 600 soldiers. This slave revolt was the first major revolt on the American continent.
Slavery under the VOC + Within the context of Dutch history, the WIC is usually thought of when it comes to slavery. However, in Dutch East India Company (VOC) areas slaves were traded earlier than in WIC areas, and until the end of the eighteenth century more slaves were traded and held in VOC areas than in WIC areas. Around 1750 there were an estimated 75,500 slaves in settlements under VOC rule, compared to 64,000 slaves in areas under WIC rule.
FotoQuellen: „Turkish use of slaves to row galleys“, published by Pieter van der Aa, Leyden, circa 1725 + Slave handcuffs from 1848, which were to prevent slaves from fleeing from Sint Eustatius to free Saint Kitts. + Memorial to the Emancipation of Slaves in the Cape Colony on 1 December 1838.
Belgische Untaten
u.a. im afrikanischen Belgisch-Kongo sind an bestialischen Grausamkeiten nicht zu überbieten, und der belgische König goutierte es offensiv. Heute werden seine Statuen gerissen.
Und ausgerechnet Protagonisten dieser Länder werfen den Spaniern vor, gestern wie heute, als Conquistatoren Lateinamerikas agiert zu haben.