Gudrun Kugler, ÖVP-Abgeordnete des Nationalrats:+ Häufig von liberalen Politikern und Medien vertretene These, es gebe keine gezielte Christenverfolgung, ist falsch + FotoAusschnitt: Elephants in Yankari National Park. Author: Peter Garland Photo taken by myself in September 2005. Free to public use-
ZUR NEUJAHRSANSPRACHE DES PAPSTES BITTE NACH UNTEN SCROLLEN
Religiös begründete Gewalt gehe nicht von Christen aus
Gudrun Kuglers Analyse ergab, dass die Christen einen überproportional hohen Anteil der Gewaltopfer stellen. Es gebe ethnische Konflikte, Ausrichtungsstreit oder wirtschaftliche Interessen. Aber: Christen seien besonders häufig Ziel. Straflosigkeit verstärke den Kreislauf der Gewalt. Die Täter stammten laut Experten nahezu ausschließlich aus islamistischem Kontext, etwa bei Gruppen wie Boko Haram. Ein christliches Gegenstück existiere nicht. Religiös begründete Gewalt gehe nicht von Christen aus.“
- Zerstörte Kirchen + aber verschonte Moscheen,
- gezielte Angriffe auf christliche Häuser.
- Globaler dschihadistischer Kontext.
- Seit rund 20 Jahren wenden zwölf Bundesstaaten die Scharia an.
- Spannungen haben auch historische Ursachen wie koloniale Strukturen, Armut, mangelnde Bildung und die Ausdehnung der trockenen Gebiete, die zum Beispiel Fulani-Hirten zu Räubern werden lassen.
Mindestens 29 Christen über Ostern ermordet
Während Christen Ostern feierten, wurden in Nigeria erneut Kirchen und Dörfer angegriffen. In Kaduna und Benue starben mindestens 29 Gläubige, zahlreiche weitere wurden entführt.

Flagge Nigerias. + Wahlspruch: „Unity and Faith, Peace and Progress“ + engl. für „Einheit und Glaube, Friede und Fortschritt“
FotoQuelle: commons.wikimedia (09.04.26), gemeinfrei
Zitat: Nigeria bleibt das Land, in dem weltweit die meisten Christen wegen ihres Glaubens getötet werden. Laut Open Doors‘ Weltverfolgungsliste 2026 wurden von 4.849 global getöteten Gläubigen 3.490 (72 Prozent) in Nigeria ermordet – mehr als im Vorjahr (3.100). Das Land rangiert auf Platz sieben der stärksten Christenverfolgungen.
Ein Bericht der britischen „All-Party Parliamentary Group for International Freedom of Belief“
verglich bereits 2020 radikalisierte Fulani-Gruppen mit Boko Haram und ISWAP (dem „Islamischen Staat in der Provinz Westafrika“). Christliche Führer melden seit langem gezielte Angriffe auf christliche Dörfer im sogenannten Middle Belt: Landnahme, Vertreibung, islamistische Gewalt. Der Terror breitet sich aus – durch Entführungen und neue Gruppen wie Lakurawa im Nordwesten, die mit modernen Waffen agiert und mit der expansionistischen Al-Qaida-Rebellengruppe Jama’a Nusrat ul-Islam wa al-Muslimin (JNIM) kooperiert, die ihren Ursprung in Mali hat. (DT/jg)
Während Christen Ostern feierten, wurden in Nigeria erneut Kirchen und Dörfer angegriffen. In Kaduna und Benue starben mindestens 29 Gläubige, zahlreiche weitere wurden entführt.
Doch während ähnliche Vorfälle in westlichen Hauptstädten tagelang die Schlagzeilen beherrschen würden, stößt das Leid der nigerianischen Christen international auf eine Mauer des Schweigens.
Auch innerhalb der weltweiten Kirchenführung gibt es Stimmen, die das Ausmaß der dschihadistischen Bedrohung im Middle Belt Nigerias herunterspielen oder aus diplomatischen Rücksichten gegenüber dem Islam nicht beim Namen nennen wollen. Lokale Priester in Jos kritisieren seit langem, dass die Weltkirche ihre verfolgten Geschwister im Stich lässt.
25. September 2025. Niger. Afrika
In einem Dorf in Niger haben Islamisten während einer Taufe zweiundzwanzig Menschen erschossen. + Und immer wieder trifft es Christen.
Flagge von Niger (7:6). Wahlspruch: „Fraternité, Travail, Progrès“
(französisch für „Brüderlichkeit, Arbeit, Fortschritt“)
FotoQuelle: commons.wikimedia (09.04.26), gemeinfrei
➲ Die Welt: Im tödlichsten Terrorgebiet der Welt

Neujahrsansprache: Papst Leo XIV. verurteilt weltweite Christenverfolgungen, besonders die in Nigeria
In den Leitmedien wurde darüber, so mein Überblick, nicht berichtet. Warum auch? Antwort: Zweiter Satz unten. + Eine wirksame Öffentlichkeit erreicht der Papst nur Ostern, Pfingsten und Weihnachten; vgl. dazu
Leo XIV. hat die Christenverfolgungen in der Welt verurteilt – auch in Nigeria. Medien hatten versucht, die dortigen Christenverfolgungen als „soziales Problem“ einzuordnen. Auch der Jahreswechsel brachte neuen Terror gegen Christen.
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Wird Papst Leo XIV. seine Ansprachen zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten nutzen, auf die weltweiten Christenverfolgungen aufmerksam zu machen, wenn Radio- und TV-Sender weltweit live seine Ansprachen übertragen mit päpstlichen Segen „Urbi et Orbi“ (Rom und der Welt)? + Wenn bis zu 100.000 Menschen auf dem Petersplatz versammelt, zig Millionen weltweit zugeschaltet sind?