Tipp Mosel-Camino: Eine gute Möglichkeit, die Messe aller Jahrhunderte kennenzulernen

Mosel-Camino, Kloster Engelport, direkt am Jakobsweg.

Die Pilger des Mosel-Camino, der Weg startet in Koblenz und führt bis nach Trier, steuern direkt das Kloster an, zumeist überrascht von der Gastfreundlichkeit der Gastschwestern; bleiben gerne über Nacht, ist der nächste Ort Beilstein doch über 20 km entfernt. O-Ton eines Pilgers Anfang September: „Das Zimmer hat sogar Dusche und WC.“ Direkt hinter dem Kloster geht es weiter; kein so leichter Weg durch den Wald hoch zum Plateau. Rechts, etwas abseitig, lohnt der direkte Aufstieg zum Gipfelkreuz.

Ein mehrtägiger Besuch des Klosters lohnt gleichermaßen, Kontemplation ist angesagt, er wird nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Im September 2023 bereichert durch den Besuch fünf sehr junger Diözesanpriester, die in diesen ehrwürdigen Mauern als Gruppe ihre (Schweige-) Exerzitien abhielten; bewundernswert auch ihr Auftreten in der Soutane. Die nur wenige Meter entfernt liegende Lourdesgrotte ist Bestandteil des Klosters.

Das Kloster kann man getrost als Zentrum der Missa Tridentina betrachten, morgens und nachmittags die Heilige Messe nach dem überlieferten Römischen Ritus (Missa Tridentina. Mass of the Ages).

Die Christgläubigen, junge wie ältere, kommen aus der unmittelbaren wie der weiteren Umgebung des Klosters, um alltags an der Stillmesse (u.a. ohne Predigt) und sonntags am Choral-Hochamt teilzunehmen. Die Kanoniker (Priester des Instituts) wie die Anbetungsschwestern (Durchschnittsalter 33 Jahre) verleihen der überlieferten Messe aller Zeiten (auch außerordentliche Form des  Römischen Ritus genannt) einen würdigen und erhabenen Rahmen; ihr Gesang, zumeist in Latein, bemerkenswert gut.

800 JAHRE KLOSTER ENGELPORT. CNA Deutsch am 31. Dezember 2020: „Auferstanden aus Ruinen: 800 Jahre nach seiner Gründung blüht Kloster Maria Engelport.“ WEITERLESEN

Fotos zum Choral-Hochamt am 10. September 2023 mit den Priestern des Instituts Christus König Hohepriester und den Anbetungsschwestern hoch oben auf der Empore vgl. Webseite Missa Tridentina. Zu Gast ein junger Ministrant aus den USA; „stolz“, dabei sein zu dürfen. Das mühevolle Erreichen des Gipfelkreuzes belohnte mit dem phantastischen Blick über den Hunsrück, im Tal das Klostergelände.