Zitat „Welt“: „Der Rufmord wirkt noch fort – auch nach fast 62 Jahren. Solange schon bestimmt das diffamierende Theaterstück „Der Stellvertreter“ (Premiere am 20. Februar 1963 in West-Berlin) die Wahrnehmung Pius XII. (1876 bis 1958, im Amt ab 1939). Der Autor, der damalige Verlagslektor (und Freizeitdichter) Rolf Hochhuth behauptete darin, der Papst habe zum Holocaust „geschwiegen“.

Papst Pius XII., im Jahr seines Todes 1958. Als Summus Pontifex im Amt vom 2. März 1939 bis 9. Oktober 1958. Geboren am 2. März 1876 in Rom als Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli. Apostolischer Nuntius in Deutschland von 1919 bis 1929. Ein großer, von mir sehr verehrter Papst.
Papst Pius XII. – Ein großer Marienverehrer. Der von Papst Pius IX. am 18. Juli 1870 verkündete Glaubenssatz der Unfehlbarkeit ex cathedra wird erst einmal durch Papst Pius XII. zur Anwendung kommen. – vgl. dazu ➲ Vaticannews 15.08.2020:
FotoQuelle: commons.wikimedia (25.02.25), gemeinfrei
Papst Pius XII., ausgestattet mit dieser Vollmacht, verkündete am 1. November 1950 die leibliche Aufnahme der Gottesmutter Maria in die himmlische Herrlichkeit:
- „In der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und auch kraft Unserer eigenen verkündigen, erklären und definieren Wir: Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die immerwährende Jungfrau Maria, die makellose Gottesgebärerin, als sie den Lauf des irdischen Lebens vollendete, mit Leib und Seele zur himmlischen Glorie aufgenommen wurde.“
Fortsetzung Pius XII. rettete Juden
Gestimmt hat die Unterstellung, der Papst habe geschwiegen, nie, und dennoch: nahezu alle deutschen Medien sowie viele Kirchenkritiker weltweit bezogen und beziehen sich immer noch auf Hochhuth.
Jetzt widerlegt diesmal ausgerechnet ein Kritiker des Vatikans, der Priester und Kirchenhistoriker der Universität Münster, Hubert Wolf, Hochhuths Behauptungen.“ – vgl. dazu den Welt-Artikel vom 7. Februar 2025.
Fakt ist:
Papst Pius XII. rettete zigtausend Juden vor dem Naziregime, setzte sich für Kriegsgefangene, Heimatlose, Internierte und Ausgebombte ein
Albert Einstein. Oberrabiner Isaak Herzog. Golda Meir. New York Times
- Der Heilige Stuhl hat mehr getan, den Juden zu helfen, als jede andere Organisation des Westens, einschließlich des Roten Kreuzes. Pius XII. hat während des Krieges direkt oder indirekt das Leben von etwa 860.000 Juden gerettet.“ – Pinchas Lapides, jüdischer Religionswissenschaftler (geb. 1922 in Wien, gest. 1997 in Frankfurt/Main), von 1951 bis 1969 Leiter des Presseamts der israelischen Regierung.
- 2021. Rom. Experte räumt mit Legenden über Papst Pius XII. auf. Grundlage u.a. Aufzeichnungen jüdischer Forscherin: Papst animierte 148 Klöster, den Juden zu helfen.➲ MEHR LESEN CNA
- 2019. Historiker Michael Hesemann, 18.10.2019 im➲ Interview CNA: Der Papst hat zur Shoa nicht geschwiegen.
- 1943. Film Über die weiße Linie. Sehr eindruckvoll beschreiben die Autoren anhand der gegebenen Fakten, wie unter den Augen des Papstes der irische Priester Hugh o`Flaherty, zunächst alleine, dann mit einer beachtlichen Mannschaft, in den Jahren 1943/44 ca. 6.500 Soldaten und Juden in Rom das Leben rettet – gegen die Gestapo – gegen SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler, dem er dann später verzeihen wird.
- Über die weiße Linie. Arne Molfenter und Rüdiger Strempel. DuMont Buchverlag, Köln, 2014/2016.
- Foto: God has no country. Gott hat kein Heimatland. Denkmal für O`Flaherty in Killarney, Irland.
Foto: God has no country. Gott hat kein Heimatland. Denkmal für O`Flaherty in Killarney, Irland.
FotoQuelle: commons.wikimedia (25.02.25), gemeinfrei


1940. Albert Einstein, ‘Time Magazine’:
„Nur die katholische Kirche protestierte gegen den Angriff Hitlers auf die Freiheit.
Bis dahin war ich nicht an der Kirche interessiert,
doch heute empfinde ich große Bewunderung für die Kirche, die als einzige den Mut hatte, für geistige Wahrheit und sittliche Freiheit zu kämpfen.“
FotoQuelle: Albert Einstein, Fotografie von Ferdinand Schmutzer, 1921 Albert Einsteins Unterschrift. File:Albert Einstein 1921 by F Schmutzer.jpg – Wikimedia Commons
- Die New York Times schrieb zu der päpstlichen Weihnachtsansprache im Jahr 1941: “Die Stimme von Pius XII. ist eine einsame Stimme im Schweigen und in der Dunkelheit Europas.
- Er ist so ziemlich der einzige Regierende auf dem europäischen Kontinent, der es überhaupt wagt, seine Stimme zu erheben […] und sich dem Hitlerismus in die Quere zu stellen.“
- New York Times im Jahr 1942: „In dieser Weihnacht ist der Papst mehr denn je die einsame aufbegehrende Stimme im Schweigen eines Kontinents.“
- Harold Tittmann, US-Diplomat, der eigentlich im Auftrag von Präsident Roosevelt den Papst zu einer Stellungnahme gegen die Nazis bewegen sollte“, notierte „in seinem Tagebuch:
- „Ganz persönlich kann ich nicht anders als mir einzugestehen, dass der Heilige Vater den besseren Weg gewählt hat, als er sich entschied, nicht offen zu sprechen und dadurch viele Leben zu retten.“
- Oberrabbiner Isaak Herzog, 1944: „Das Volk Israel wird nie vergessen, was Seine Heiligkeit für unsere unglücklichen Brüder und Schwestern in dieser höchst tragischen Stunde tut.
- Das ist ein lebendiges Zeugnis der göttlichen Vorsehung in dieser Welt.“
1958. Golda Meir, Außenministerin und spätere Premierministerin Israels:
„Es hätte noch viel mehr Opfer gegeben ohne die wirksamen Interventionen Pius XII.“
Während der Flüchtlingskonferenz von Evian im Sommer 1938 hatte sie als Konferenzbeobachterin bereits deklamiert, dass es eine Schande sein, dass so viele westliche Staaten den jüdischen Flüchtlingen in der größten Bedrängnis das rettende Asyl verweigerten.
FotoQuelle: File:Golda Meir with children of Kibbutz Shfayim.jpg – Wikimedia Commons (07.03.26)

- Leonhard Bernstein, zu Beginn eines Konzerts mit den New Yorkers Philharmonikern, 1958: „Ich bitte um eine Minute des Schweigens zum Tode eines wahrhaft großen Mannes, Papst Pius XII.“
- Elio Toaff, Oberrabbiner in Rom 1951: „Wir hatten die Gelegenheit, die große, mitfühlende Güte und Großherzigkeit Papst Pius‘ XII. zu erleben, während der unglücklichen Jahre der Verfolgung und des Terrors, als es schien, dass es für uns kein Entkommen mehr gab.“
- Pinchas Lapide, Theologe und Diplomat, Israelischer Konsul in Mailand, kam nach ausführlichen Recherchen zum Ergebnis: „Die katholische Kirche ermöglichte unter dem Pontifikat Pius‘ XII. die Rettung von 700.000, wahrscheinlich sogar 860.000 Juden vor dem gewissen Tod durch die Hände der Nationalsozialisten. Und dies unter Lebensgefahr für die Helfer selbst!“
Von 1940 bis 1946 wurden auf Anordnung Papst Pius XII.
… vom neugeschaffenen Nachrichtenbüro (Ufficio Informazioni) 1.240.728 Suchaufrufe in über 12.000 Übertragungsstunden ausgestrahlt: Kriegsgefangene, Internierte, Flüchtlinge, Heimatlose und Ausgebombte.

Der Papst spricht 1949 vor ca. 300.000 begeisterten jungen Menschen zum Thema: Nur die Liebe überwindet den Hass.
Quelle: Zitate entnommen der Website Arbeitskreis Katholischer Glaube.com; vgl. auch Ulrich Nersinger, Der unbekannte Vatikan, Media Maria Verlag 2014.
Die Vatikanzeitung L`Osservatore Romano berichtet am 10.03.2017 von wiederentdeckten wichtigen Dokumenten im Rahmen eines Symposions „Pius XII. – Die Schwarze Legende geht bald zu Ende.“ Historiker und Vatikanmitarbeiter hatten in vatikanischen und römischen Archiven Dokumente gefunden, die eindeutig belegen, dass der vielgeschmähte Papst Pius XII. sehr wohl mehreren Tausend Juden während der Jahre 1943/44 systematisch Schutz geboten habe.
Wie Papst Pius XII. als Schutzherr der Ewigen Stadt das Leben der Römer und nahezu 1 Mio. Juden rettete
Der letzte Römer in den Schuhen des Fischers. + Pius XII. trat sein Amt in dramatischen Zeiten an: Unter den Bomben der Alliierten und während der Besetzung durch die Nazis wurde er zum „defensor civitatis“ der Stadt, aus der er selber stammte. – Zitat: Ulrich Nersinger
Besuch von Papst Pius XII. am 19. Juni 1943 im Stadtteil San Lorenzo. + Zu sehen die Ruinen der Basilika von San Lorenzo fuori le mura. + Zeichnung von Achille Beltrame (1. August 1943). Man beachte den knienden Papst und die im Gebet versunkene Bevölkerung. Man spürt geradezu körperlich die Ehrerbietung, die dem Pontifex maximus seitens der Menschen entgegengebracht wird. + Was war passiert?
Zitat Ulrich Nersinger, 01-03-26; Die Tagespost: „Der Seitenwechsel Italiens im Kriegsgeschehen bringt neue Gefahren. Amerikanische Flugzeuge werfen am 19. Juli 1943 in vier Angriffswellen mehr als 680 Tonnen Bombenmaterial über Rom, über dem Stadtviertel von San Lorenzo, ab. Viele Tote und Vermisste sind zu beklagen. Es war der Papst, der in diesen Stunden den verzweifelten Menschen in ihrer Not beistand. Pius XII. hatte den Vatikan unmittelbar nach den Angriffen verlassen, um das Arbeiterviertel aufzusuchen.“
FotoQuelle: commons.wikimedia (25.02.25), gemeinfrei

Zitat Ulrich Nersinger, Die Tagespost, 01.03.26: Der letzte Römer in den Schuhen des Fischers
Ein Hirte in der Mitte des Volkes
- Schwester Pascalina Lehnert, die Haushälterin des Papstes, erinnert sich in ihren Aufzeichnungen an das engagierte Auftreten des Pontifex:
- „Das arme Volk umringte seinen Hirten und Vater, der als Erster zu ihnen kam, um ihnen Trost und Hilfe zu bringen. Wie Trauben hingen die Leute am Trittbrett seines Wagens; sie stiegen auf den Kühler und das Dach.
- Auf einmal blieb das Auto stehen und war nicht mehr von der Stelle zu bringen.
- Der Heilige Vater stieg aus und mischte sich unter seine Söhne und Töchter, tröstete sie und kniete auf dem rauchenden Trümmerhaufen vor der Basilika zum Gebet nieder.
- Dann verteilte er alles, was er an Geld mitgebracht hatte. Jemandem, der Pius XII. den Vorwurf machte, weil er sich in eine solche Gefahr begeben hatte, antwortete er ohne Umschweife:
- ‚Ich werde es sofort wieder tun, sollte – was Gott verhüten möge – die Stadt noch einmal bombardiert werden.‘
- Von da an waren die Kolonnaden von St. Peter Tag und Nacht die Zufluchtsstätte der verängstigten, vor einem neuen Angriff zitternden Bevölkerung der Vorstadtviertel. Jeder Alarm sah große Menschenmassen dem Petersplatz und St. Peter zuströmen“.
Sein Versprechen, bei weiteren Bombenangriffen unter der Bevölkerung präsent zu sein, meint der Papst ernst, so am 13. August. Noch ehe Entwarnung gegeben ist, begibt er sich unter das Volk. Und auf zweifache Weise ist es sein Volk: als die Gläubigen der Diözese Rom und als Römer wie er selber.
Als die Stadt im September 1943 in die Hände der deutschen Besatzer fällt und damit dem Zugriff der SS ausgesetzt ist, handelt er. Kirchliche Einrichtungen, Ordenshäuser und Klöster lässt der Papst für Verfolgte jeglicher Couleur öffnen, besonders für jene mosaischen Glaubens. Auch die exterritorialen Besitzungen des Heiligen Stuhls werden zu Zufluchtsstätten und retten Tausende von Leben. Den römischen Juden steht er zur Seite, auch wenn er Deportationen tragischerweise nicht verhindern kann.
„Der Papst ist da. Er ist geblieben“
Nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken, dass Rom gegen Kriegsende ein Blutbad erspart bleibt. Es wird zur „città aperta“, zur „offenen Stadt“. Die deutsche Besatzungsmacht zieht kampflos ab. Giulio Andreotti zieht das Resümee: „Eine staatliche Gewalt gab es nicht mehr. Der König und die Regierung waren nach Süditalien geflüchtet. Hier in Rom war der Papst die einzige Macht in der Stadt, auch für diejenigen, die nicht in die Kirche gingen. Am Tag der Befreiung war der Petersplatz so voll, wie ich ihn nie gesehen habe. Alle haben es gespürt. Der Papst ist da. Er ist geblieben“.
Rom wird nach dem Krieg zum Schauplatz höchster religiöser Feierlichkeiten. 1950 feiert man ein Heiliges Jahr und das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel wird auf dem Petersplatz verkündet. Für 1954 ruft der Pontifex ein Marianisches Jahr aus. Am 1. November lässt er die bedeutendste Muttergottesikone Roms, die „Salus Populi Romani“, in einer feierlichen Prozession nach St. Peter kommen und krönt das in der Ewigen Stadt hochverehrte Abbild Mariens.
Hochhuths Theaterstück „Stellvertreter“ ein Fake
Der veröffentlichte Mainstream wehrt sich nach wie vor zu akzeptieren, daß Hochhuths Theaterstück „Stellvertreter“ den Fake-News zuzurechnen ist, ebenso läßt er nicht ab, allzugern weiterhin der „schwarze Legende“ von „Hitlers Papst“ zu folgen; hier hatten die Sowjets ihre Hand im Spiel. Alles widerlegt als Lügen und Geschwätz.
Diese Propaganda wirkt sich gleichwohl bis heute aus, als nämlich Papst Franziskus seinem Vorgänger Papst Benedikt XVI. offensichtlich nicht folgen will, das Seligsprechungsverfahren aufzunehmen. Er befürchtet Proteste. Benedikt XVI. hatte bereits in 2009 den heroischen Tugendgrad Pius` XII. promulgiert.
- Schon als Kardinalstaatssekretär unter Papst Pius XI. hatte Eugenio Pacelli versucht, so sein Name, unmittelbar nach der „Kristallnacht“ für 200.000 Juden Visa zu bekommen. Damals lebten noch 230.000 Juden in Deutschland.
- Der betreffende Dokumentenfund in 2008, Michael Hesemann hatte das vatikanische Geheimarchiv durchforsten dürfen, hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – auch und gerade in Israel.
- Die Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem tauschte daraufhin eine Tafel mit einem sehr negativen Text über Pius XII. gegen eine neutrale Darstellung aus.
- Weiterhin gilt heute als bewiesen, daß Papst Pius XII. nicht nur in drei bekannten öffentlichen Ansprachen gegen die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden protestierte, sondern in mindestens 40 (vierzig) diplomatischen Aktivitäten daraufhin wirkte, Deportationen zu verhindern oder aufzuschieben.
- Hitlers „Vasallenstaaten“ Rumänien und Bulgarien verzichteten in Folge auf eine Auslieferung der Juden an die Nazis. Ungarn ließ die Deportationen einstellen.
- Somit rettete der Papst das Leben von 960.000 Juden. In Rom ließ er über 4.500 Juden in über 200 Klöstern verstecken.
Quelle: Die Tagespost, 18.10.18. Interview mit Michael Hesemann zu seinem neuesten Buch: Der Papst und der Holocaust. Pius XII. und die geheimen Akten im Vatikan, Langen-Müller, 2018.
Wie laut schwieg Papst Pius XII.?
- New York, Januar 2020. Historiker-Professoren entlasten den Papst von dem Vorwurf, geschwiegen zu haben; es seien gezielte Desinformationenkampganen des sowjetischen Geheimdienstes gewesen. Das Gegenteil sei richtig. Spätestens ab dem 2. März 2020 werde Pius XII. rehabilitiert werden. An jenem Tag, dem 81. Jahrestag der Papstwahl Pius`XII., werden auf Anordnung Papst Franziskus` endlich die entsprechenden Vatikanarchive geöffnet.
- 1947/2020. PAPST PIUS XII. SCHREIBT GROßMUFTI VON JERUSALEM? Er wünsche „einen gerechten und echten Frieden durch Verständnis, gegenseitiges Einvernehmen und Achtung der Rechte aller.“➲ WEITERLESEN
- 2. Juni 2021. New York Times korrigiert sich. Die NYT behauptet nicht mehr, dass der Papst weder mit Worten noch schriftlich gegen die Ermordung von Juden protestiert habe (vgl. dazu Text im Museum von Yad Vashem in Jerusalem).
- Nach Intervention einer amerikanischen Ordensschwester und vormaliger Professorin für italienische Sprache und Literatur korrigierte die weltberühmte NYT ihren Artikel vom 29. Mai 2021 und deklamierte nunmehr: der Papst habe „nicht gegen die Deportation der Juden aus Rom öffentlich protestiert“, und verwies darüber hinaus darauf, dass endgültige Schlußfolgerungen erst nach gründlicher Untersuchung der päpstlichen Archive gezogen werden könnten. Quelle: Die Tagespost vom 10. Juni 2021, S. 22.Gerechtigkeit für Pius XII. von Jose Garcia.
David Berger auf PP Philosophia Perennis vom 02.03.26
150. Geburtstag von Papst Pius XII: Lichtgestalt in dunklen Zeiten
Auszüge: (David Berger) Seit ich mich näher mit der Persönlichkeit von Pius XII. beschäftigt habe, gilt mir der 2. März als einer der wichtigen Gedenktage im Jahr: es ist der Tag, an dem der spätere Papst Pius XII. 1876, also heute vor 150 Jahren, in Rom geboren und 1939 zum Papst gewählt wurde.
Keiner der Päpste des 20. Jahrhunderts wurde von der Nachwelt so missverstanden wie er, keinem hat die Nachwelt so viel Unrecht angetan wie ihm: Papst Pius XII. Als er 1958 starb, galt er den Gläubigen in aller Welt bereits als Heiliger. In den Herzen der Katholiken weltweit hallte das „Santo subito“ schon damals – jener Ruf, der von den Gläubigen beim Tod Johannes Pauls II. auf dem Petersplatz aus tausenden Kehlen junger Katholiken erklang.
Einen guten Eindruck davon gibt ein Spielfilm aus der damaligen Zeit, in den man die originalen Szenen einer Generalaudienz hinein geschnitten hat (1958, Verfilmung des Werfel-Klassikers „Der veruntreute Himmel“ von Franz Werfel)
Das änderte sich alles erst 1963, als das Theaterstück „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhut erschien. Auf einmal wurde er zu Hitlers Papst erklärt, der die Juden verraten habe. Bis heute prägt diese Sicht den Blick auf Pius und hat über viele Jahre dessen Seligsprechungsverfahren gebremst.
2.611 Aufrufe Premiere am 01.03.2026 #papst#christlich#katholischPapst Pius XII. wird oft als der schweigende Papst dargestellt. Nach der Öffnung der Archive im Vatikan zeichnet sich ein anderes Bild ab. Pfr. Dr. Thomas Maria Rimmel im Gespräch mit Dr. Johan Ickx (Leiter Historisches Archiv des Staatssekretariats im Vatikan).
3.083 Aufrufe 10.03.2020 Ausschnitt mit Originalaufnahmen von Papst Pius XII. aus dem Film „Der veruntreute Himmel“ aus den 50er Jahren. Der Papst wird auf einer Sänfte zur Generalaudienz getragen. + Zum Artikel von Sebastian Sasse vom 01.03.26 in der Tagespost zum 150 Geburtstag: Der Papst im Kino. Pius XII. im Film: „Der veruntreute Himmel“ aus dem Jahr 1958.
Zitat: Ende der 50er-Jahre schafften es noch solche Szenen auf die Kinoleinwände: Pius XII. wird auf seiner Sänfte zur Generalaudienz in den Petersdom getragen, besonders eindrucksvoll das Flabellum, ein Fächer aus Pfauenfedern, der jeweils rechts und links von der Sänfte mitgeführt wird. Huldvoll grüßt der Pontifex in Großaufnahme segnend die Gläubigen, die ihm von allen Seiten zujubeln. Schließlich spricht er sogar ein paar Worte Deutsch und richtet sich an eine Pilgergruppe aus Deutschland.
Zu ihr gehört auch Teta Linek, eine alte Frau, die ihr Leben lang als Hauswirtschafterin gearbeitet hat. Sie hat ihre Wallfahrt nach Rom aus Buße angetreten. + Zur Qualität trägt auch bei, dass die Vorlage für den Film der Roman „Der veruntreute Himmel“ (ursprünglich: „Der gestohlene Himmel“) aus dem Jahr 1939 von Franz Werfel bildete. Auch in Werfels Leben (1890–1945) spiegelt sich das Schicksal seiner Zeit wider: Als Jude emigrierte er in die USA, vorher fand er in Frankreich in Lourdes Zuflucht. Er gelobte, wenn er gerettet werde, schreibe er über die Heilige Bernadette („Das Lied von Bernadette“, 1941).