Leo XIV. auf den Spuren von Papst Franziskus: Verbot der „Alten Messe“ im Petersdom + Verleugnung des überlieferten Glaubensgutes?

Erneute Demütigung Papst Benedikts XVI. + Diejenigen Skeptiker, die von Anfang nicht daran geglaubt hatten, Papst Leo XIV. würde einen Kurswechsel hin zur Entscheidung von Papst Benedikt XIV. vollziehen, sehen sich bestätigt, irgendwie auch erwartbar.

Papst Leo verfolgt offenbar glasklar (im Duktus konzilianter) die Linie seines Vorgängers Franziskus, der die Messfeier des „alten Ritus“*) im Petersdom vor einigen Jahren hat verbieten lassen, so auch jetzt seitens Papst Leos, der übrigens von Franziskus zum Kardinal ernannt worden war. + FotoAusschnitt: Petersdom, Feier der Hl. Messe in der außerordentlichen Form (Alte Messe) anlässlich der Internationalen Wallfahrt, 2018.

Franziskus hatte im Juli 2021 in einer bis dato nicht gekannten knallharten Art und Weise

seinen Vorgängerpapst Benedikt XVI. gedemütigt, indem er dessen Entscheidung von 2007: die sog. Alte Messe *) könne allerorten gefeiert werden – sie sei nie verboten gewesen, sie könne auch nie verboten werden -, mit einem Federstrich beiseite gewischt hat. + Er hat damit nicht nur der Reputation Benedikts XVI. Schaden zugefügt, der emeritierte Papst soll auch sehr unter dieser Entscheidung seines Vorgängers gelitten haben.

Wer sich mit der Gedankenwelt von Papst Franziskus näher beschäftigen möchte, dem empfehle ich den Kauf seiner Biografie „Hoffe“ aus Anfang 2025; besonders lohnenswert zu lesen die Seiten 263ff. hinsichtlich seiner negativen Einstellung zu den Priestern, die die Alte Messe zelebrieren, zeigt damit letztlich seinen Unmut über diejenigen Gläubigen, die diese Heilige Messe aller Jahrhunderte besuchen; dafür teils zig Kilometer (zwischen 50 und 120 km) Anfahrtsweg auf sich nehmen.

*) Alte Messe: Missa Tridentina + Latin Mass of the Ages + Messe aller Jahrhunderte + Hl. Messe in der außerordentlichen Form

Jeder einigermaßen versierte Katholik kennt diese aus der christlichen Tradition entwickelte Grundüberzeugung des Zusammenhangs von Gebet und Glaube + Mit Gebet ist selbstverständlich auch der Vollzug der Heiligen Messe gemeint, in der der dort gelebte, gesungene und vollzogene traditionelle Glaube, von den Aposteln überliefert, sichtbar und manifest wird. + Das formulierte Diktum lex orandi – lex credendi geht auf das 5. Jahrhundert zurück, entwickelt vom Schriftsteller und Mönch Prosper Tiro von Aquitanien.

Was bezwecken also die Protagonisten des Vatikan, weiland unter der Führung von Papst Franziskus, Papst Leo XIV. und seine engsten Mitarbeiter scheinen sich anpassen zu wollen,

  • wenn sie die Messe aller Zeiten,
  • die Heilige Messe, die von allen Heiligen bis in die 60ziger Jahre des 20. Jahrhunderts wertgeschätzt und vielfach selbst zelebriert wurde,
  • letztlich abschaffen wollen?
  • Die Einheit der Kirche wahren?
  • Die Schleifung des tradierten Glaubensgutes seitens der Apostel und der Kirchenväter?
  • Das Leugnen des überlieferten Glaubens zwecks „Anbiederung“ an den gegenwärtigen Zeitgeist resp. Mainstream ?
  • Angleichung an die protestantischen Kirchengemeinschaften?

Letztlich bringen diese Protagonisten des Vatikan damit unmissverständlich zum Ausdruck, dass sich die Gläubigen der vergangenen Jahrhunderte zuvor alle geirrt hätten, als sie das tradierte Glaubensgut der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche zum Maßstab ihres Glaubensvollzuges gemacht haben. Hätten sich die Kirche zu jeder Zeit, mindestens in jeder Epoche, dem jeweiligen Zeitgeist anpassen müssen? Welch` eine irrige Ansicht!

Auszug katholisch.de: Den Berichten zufolge sei die Feier im vergangenen Jahr unter Vorsitz von Kardinal Raymond Burke (USA) im Umfeld des Papstes als unangemessen triumphalistisch wahrgenommen worden. Dies habe die Entscheidung, in diesem Jahr keine Messe im Petersdom zu genehmigen, beeinflusst.

„Der alte Ritus war nie verboten„

(…) es (ist) erlaubt, das Messopfer nach der vom sel. Johannes XXIII. promulgierten und niemals abgeschafften Editio typica des Römischen Messbuchs als außerordentliche Form der Liturgie der Kirche zu feiern.“

Mehr zu diesem Thema siehe

➲ Beitrag: Verfechter der „Neuen Messe“: Papst Pius V. (16. Jahrhundert) sei Erfinder der sogenannten Tridentinischen Messe + Demütigung Papst Benedikt XVI.