Auf dem Camino für den Frieden in der Ukraine beten. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt: „Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen“

Militärbischof lässt das Überbringen von Todesnachrichten üben; Teil des Geistlichen Operationsplans Deutschland der EKD. Mehr lesen: bitte nach unten scrollen.

Mein Appell: Es sollten aber – mindestens parallel dazu – deutschlandweit Gebetsaktivitäten für den Frieden in der Ukraine initiiert werden; inklusive für die Beendigung aller weltweiten Kriege: zum Beispiel auch für den im Kongo, in Syrien, im Jemen. Internetportal gibt Überblick auf Kriege und Konflikte weltweit. Nahezu alle Kontinente betroffen.

Ja, es gibt – als ultima ratio – den gerechten Verteidigungskrieg; vgl. dazu Augustinus von Hippo und Thomas von Aquin, vgl. dazu den Katechismus der Katholische Kirche; unten der Button. Aber in sehr engen Grenzen.

Auf dem Jakobsweg für den Frieden in der Ukraine beten – Why no Prayer Activities for Peace in Ukraine on the Way of St. James –

For example, spontaneously on the Camino: in front of the hostels; at the pilgrims‘ evening meal; in front of the churches and chapels. Everywhere where pilgrims gather. – Zum Beispiel spontan auf dem Camino: vor den Herbergen; beim abendlichen Pilgermenü; vor den Kirchen und Kapellen. Überall dort, wo sich Pilger einfinden.

Selbige euphorische Rhetorik wird, so mein Eindruck, gerne von jenen Journalisten oder Politikern verbreitet, die wahrscheinlich nie aufgrund ihres Geschlechtes, Alters und / oder Stellung jemals eine Waffe in die Hand nehmen werden. *) vgl. auch Zitat Erich Maria Remarque: bitte nach unten scrollen

Lassen wir uns nicht blenden von den Politikern, derer gibt es mittlerweile zuhauf auf EU-Ebene und in Deutschland , die der „Kriegswirtschaft“ das Wort reden. Das bedeutet nichts anderes denn eine weitgehend staatliche Kontrolle der Wirtschaft sowie die Rationierung und Verteilung von Rohstoffen, um die Produktion von Kriegsgerät sicherzustellen, zu beschleunigen, wie „normale“ Industrieunternehmen für die Herstellung von Waffen und Munition, zum Beispiel VW, zu gewinnen, ggfs. zu verpflichten.

  • Unterstützen wir jene Politiker, Medien- und Kirchenleute, die sich aktiv für den Frieden einsetzen – aktiv Friedensgespräche einfordern.
  • Wo bleiben die permanenten Friedensappelle aller deutschen Bischöfe? Wirksam platziert in den Medien: Zeitungen, TV-Talkshows, Tagesschau, heute? – In den Predigten?
  • Wo bleiben die von katholischen Bischöfen initiierten Bittprozessionen flächendeckend in allen Bistümern Deutschlands? In allen katholischen Gemeinden?
  • In den Klöstern? In den katholischen Gemeinschaften?
  • Wo bleiben die Friedensappelle der katholischen Medienorgane, Zeitungen?
  • Wo die expliziten Gebetsaufrufe der „Tagespost“?

Die Tagespost, 20. März 2025: Ernstfall Seelsorge,

Katholischer Militärbischof *) fordert verteidigungsfähiges Deutschland

Evangelischer Militärbischof *) lässt das Überbringen von Todesnachrichten einüben

S. 10. Man beachte die Diktion des Artikels: „Am Vorabend des Krieges – Überbringen von Todesnachrichten – Kriegstüchtigkeit der Seelsorge.“

Text Regina Einig: Gleich zu Beginn geht Frau Einig davon aus, dass die Politik den Ernst der Lage wohl nur in vorsichtigen Dosierungen der Öffentlichkeit mitteilen dürfte, um Panikreakationen zu verhindern, um allerdings eingie Zeilen anschließend hinzufügen, dass Staat und Medien die Bevölkerung auf den Ernstfall vorbereiteten; dass Militärexperten und Diplomaten – fast täglich in den überregionalen Medien – künftige Kriegsszenarien in Europa beschrieben.

  • ZItat: „Wie kriegstüchtig ist die Seelsorge, in Zeiten, in denen Staat und Medien die Bevölkerung auf den Ernstfall vorbereiten?
  • Wenn schon keine Bittprozessionen für den Frieden gehalten werden
  • Anmerkung: warum eigentlich nicht?
  • ist am Vorabend des Krieges dennoch Zeit, die Menschen zum Gebet zu ermutigen „
  • Anmerkung: warum nur ermutigen?, warum nicht selbst initiieren?)
  • Katholische Militärseelsorge am Notfallkonzept der evangelischen Kirche Herbst 2024 beteiligt.
  • Zitat: „Der evangelische Militärbischof *) arbeitet derzeit an einem geistlichen Operationsplan Deutschland,
  • bei der auch Kernaufgaben jedes Seelsorgers wieder eingeübt werden sollen,
  • etwa das Überbringen von Todesnachrichten.“ 

*) katholischer Militärbischof Franz-Josef Overbeck, Essen. + Evangelischer Militärbischof Dr. Bernhard Felmberg

Wer weiß nicht um die Welt-Romane „Krieg und Friedenvon Lew Tolstoi (1868) und „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque (1928), letzterer als Anti-Kriegsroman und -film in die Annalen der Geschichte eingegangen, von mir in der Jugendzeit gelesen. Verfilmt sowohl in den USA schon in 1930 von Lewis Milestone (zwei Oscars), wie in Deutschland 2022/23 (vier Oscars). Quelle: Wikipedia (22.03.25)

Remarque geht auf die fürchterlichen Schrecken des 1. Weltkriegs aus der Sicht eines jungen Soldaten ein! Zusammenfassung Kapitel 1: Der 19-jährige Erzähler Paul Bäumer beschreibt, wie er und seine Mitschüler von ihrem Lehrer Kantorek überredet wurden, sich zur Armee zu melden. Im Rückblick erkennt er, dass die von dem Erzieher vermittelte Weltanschauung nicht mit der an der Front erlebten blutigen Realität zu vereinen ist.

nicht unbedingt mit 2022/25 verglichen werden können: Angriffskrieg vs möglichem Verteidigungskrieg. – Mein Credo: Frieden schaffen ohne Waffen dürfte langfristig nicht von Erfolg gekrönt sein, denn die Geschichte lehrt uns eindeutig, dass es zu jeder Zeit, auch heute, skrupellose Machthaber gab (gibt), die die Schwächen der Anderen brutal ausnutz(t)en.

Aber: Kriege können vermieden oder abgewehrt werden, wenn der eigene Staat – nomen est omen – gut gerüstet ist. Für eine ausreichende Verteidigungsbereitschaft gleichwohl völlig unaufgeregt sorgt – auf keinen Fall mittels fulminanter Kriegsrhetorik – seitens Regierung, Teilen der Opposition und vor allem seitens der Leitmedien. Dieser Maxime wäre zuzustimmen – allerdings unter Implizierung aller denkbar möglichen ernsthaften Friedensbemühungen, denn: jeder Machthaber wird eines Tages die Erde verlassen, seine Nation, sein Staat, sein Volk aber aller Voraussicht nach bestehen bleiben.

Wollen wir eine jahrzehntelange Feindschaft zweier Völker, Russen und Deutschen (in diesem Fall inkl. der EU-Länder), in die Seelen der Menschen einpflanzen? Zu Lasten unserer und ihrer Kinder?

die letztlich erst mit dem von Konrad Adenauer (Bundeskanzler) und Charles de Gaulle (Präsident) initiierten Deutsch-französischen Freundschaftsvertrag am 22. Januar 1963 endgültig beendet wurde, knapp fünf Jahre nach dem ersten Treffen beider Politiker am 14./15. September 1958 in Lothringen.

Frühchristlicher Pazifismus. Augustinus` Lehre vom gerechten Krieg. Thomas von Aquin: Nur Friede rechtfertige den Krieg. Immanuel Kants Idee vom „Ewigen Frieden“. Was im Alten und das Neuen geschrieben steht.

  • Frühchristliche Gemeinden lehnten – der Bergpredigt Jesu Christi folgend – alles „Kriegerische“ radikal ab.
  • Die Synode (Konzil) von Elvira 306 (heutiges südliches Spanien) verhängte sogar Strafen für Christen, die Waffen trugen.
  • Die Synode (Konzil) von Arles (Frankreich) 314 n. Chr. vollzog eine Kehrtwendung, ein Jahr nach dem Mailänder Edikt von 313, wonach der Kriegsdienst im römischen Staat erlaubt sei.
  • Augustinus rief knapp einhundert Jahre später (354 – 430)
  • zum gerechten Verteidigungskrieg auf (möglich unter strikter Beachtung von vier Kriterien *), als die Hunnen unter ihrem berühmten Anführer Alarich im Jahre 410 nach Christus Rom verwüsteten.
  • Bemerkenswert seine Stichworte Civitas Dei (Gottesstaat: Vergebung, Gnade, Nächsten-, Feindesliebe) vs Civitas Terrena (tatsächlich in der profanen Gesellschaft aber vorherrschend: Selbstliebe, Rache, Gewalt) wie Ordinata Concordia (geordnete staatliche Gewalt) eine Rolle.
  • Der urchristliche Pazifismus war nun endgültig abgelöst.

*) Augustinus: 1. gerechter Grund (causa iusta). 2. rechte Intention (recta intensio). 3. legitimiert (legitima potestas) und 4. harte Notwendigkeit (dira necessitas) – nachzulesen in seiner berühmten Schrift De civitate Dei 19,12-17.

  • Thomas von Aquin (Philosoph, Kirchenlehrer 1225 – 1274)
  • fügte zu den vier Kriterien des Philosophen, Kirchenvaters und Bischofs von Hippo (Nord-Afrika) zwei weitere Kriterien hinzu:
  • 5. so wenig Gewalt wie möglich (debitus modus). 6. es dürfe nur ein Verteidigungskrieg geführt werden (bellum defensivum). – Nachzulesen in seiner Summa Theologiae 2IIq29 und q40:
  • Nur wenn der Krieg zum Frieden führt, ist er gerechtfertigt!“

Text u.a. in Anlehnung an Krieg und Frieden, Prof. Reinhold Mokrosch, EKD 2016

  • Die Welt bräuchte heute einen zweiten Papst Johannes Paul II., der weiland als einziger ernstzunehmder Gottesmann vor dem Irak-Krieg gewarnt hatte,
  • der, und davon kann man ausgehen, gerade heute mit machtvollen Worten allen mittelbar wie unmittelbar am Ukraine-/Russlandkrieg beteiligten Nationen (u.a. USA, Russland, Ukraine, EU inkl. Deutschland) ins Gewissen rufen würde, den Krieg zu beenden;
  • der wahrscheinlich vor der UN-Hauptversammlung einen flammenden Friedensappell an alle Staatenlenker, vor allem China, Indien, die Brics-Staaten, richten würde.
  • Wer kennt die Stellungnahme des vatikanischen Presseamtes vom 17. März 2025 ? Wurde sie publiziert in den Hauptnachrichten? Mindestens aber im Bayrischen Fernsehen?
  • Seit der „Abdankung“ von Papst Benedikt XVI. in 2013 habe das Interesse deutscher Medien am Vatikan nachgelassen, so der frühere Vatikan- und Rom-Korrespondent des Bayerischen Fernsehens, Michael Mandlik, in k-tv, März 2025.

Das Alte Testament beschreibt in der Tat Schreckliches, nicht nur nach heutigem Verständnis. Andererseits haben wir es quasi mit einem Narrativ zu tun, in welchem Gott die Menschen langsam aber sicher auf das Neue Testament vorbereitet, sie wegführt von den Gräueltaten, die nun halt weiland überall auf dem Erdenrund üblich waren – hin zur Feindesliebe Jesu Christi.

  • Bei Jesaja und in mehreren Psalmen gibt es Ansätze eines Völkerrechts; in Jes 45,7 wird Gott als Gott des Friedens beschrieben.

Im Neuen Testament (NT) sind sog. Gerichtsansagen Jesu enthalten, die ich aber nicht, wie der Autor Prof. Mokrosch, als Gewaltanwendung Jesu bezeichnen würde, vielmehr schlichtweg als seine Beschreibung von „Himmel“ und „Hölle“ unter anderen für diejenigen Menschen, die konsequent sich von Gott abwendeten, den Heiligen Geist leugneten, etc..

Der Völkerapostel Paulus fasst in dieser Hinsicht in seinem Römerbrief 12,21 das NT und damit wesentliche Aussagen der Evangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, wie auch in der Apokalypse des Johannes, gut zusammen:

  • Überwindet Böses mit Gutem

Gleichwohl: Die Welt hat sich bis heute nicht verändert, sie ist wie in der Bibel beschrieben: lebens und liebenswert, aber auch schrecklich voller Kriege und Armut und Ungerechtigkeiten. Gläubige Christen dürften am ehesten das Beschriebene meistern, weil sie sich in Jesus Christus gut aufgehoben fühlen.

Anlage: *) Politiker und Journalisten, die selbst keine Waffe in die Hand nehmen, selbst nicht an die Front gehen werden, wie auch die selbsternannten TV-Spezialisten, die Generäle in den Stäben; wie auch schon von General Carl von Clausewitz (1780 – 1831) vorformuliert resp. von Jean-Paul Sartre pointiert: „Wenn die Reichen Krieg führen, sterben die Armen“. – Otto von Bismarck: „Nie wird so viel gelogen wie nach der Jagd, im Krieg und vor Wahlen.“ 

In seinem Hauptwerk „Vom Kriege“ beschreibt er, dass der Krieg nicht plötzlich entsteht und dass seine Ausbreitung nicht das Werk eines Augenblicks ist. Er betont, dass die Politik den Krieg als zynisches Mittel einsetzt, was zu einer Dynamik von Abschreckung oder Kampf auf Leben und Tod führt. Clausewitz argumentiert, dass der Krieg die Politik nicht vollständig absorbiert, sondern dass beide Bereiche miteinander verbunden sind. – Quelle: Wikipedia (29.03.25)

  • „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand,
  • dass es welche gibt, die dafür sind.
  • Besonders die, die nicht hineingehen müssen.“