Fatima + abseits des Caminho Portugues + Apostolat Mundial: Fundgrube für Marien-Verehrer

„Meine Großmutter war die Cousine von den Seherkindern Jacinta und Francisco.“ + Die Botschaft von Fatima + Online Shop. Direkt bei Fatima in Portugal. Große Auswahl an religiösen Artikeln. Mit dem Kauf helft ihr, die Botschaft „Unserer Lieben Frau“ zu verbreiten. Deutsch. Englisch. Portugiesisch, etc. – Foto 2011: Die Kinder Lucia, Jacinta und Francisco.

Interessant das Interview mit Ana Reis vom internationalen Sekretariat des Fatima-Apostolats. Online-Shop. Seite 36: „Meine Großmutter war die direkte Cousine von Jacinta und Francisco Marto“

FATIMA

„Ich bin gekommen, die Gläubigen zu bitten, ihr Leben zu verändern. Die Menschen sollen Gott nicht länger beleidigen, der schon so viel beleidigt wurde.“ – sagt die Dame in Weiß den Hirtenkindern Lucia, Jacinta und Francisco.

Inhalt: Drei Hirtenkinder schauen die Jungfrau Maria + Betet täglich den Rosenkranz + Das Sonnenwunder + Vita der Kinder + Botschaft + Die Päpste + Der Ort + Lebenswende + US-Präsident Ronald Reagan + Konrad Adenauer + Fatima-Weltapostolat + Kloster Batalha + Fatima-Gebete + Statue „Unserer Lieben Frau von Fatima“ in Deutschland.

Einstimmung politische Situation 1917

Seit 1914 tobt ein erbarmungsloser Krieg, der 1. Weltkrieg: 17 Mio. Todesopfer + Allein 260.000 deutsche Soldaten fallen 1917 in der sog. dritten Flandernschlacht, auf allierter Seite sind es 325.000 Unschuldige, von den Mächtigen in den Tod Getriebene. + Am 6. April 1917 Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg. +

In Russland nehmen die Bolschewiki unter Lenin die Macht in die Hand, die Zarenfamilie wird ermordet. Sein Nachfolger Stalin wird Millionen Menschen ermorden lassen, das Christentum verfolgen.

Die Freimaurer, eindeutig feindlich gegen die katholische Kirche eingestellt, schauen 1917 auf zwei Jahrhunderte Gründung der ersten Großloge in England zurück. Sie wollen die katholische Kirche binnen zwei Generationen vernichten.

Die Türken ziehen sich 1917 aus Jerusalem zurück. Sie herrschten vier Jahrhunderte lang von 1517 an über Palästina, dem späteren Israel, als Teil des osmanischen Reiches. +

Der spätere Papst Pius XII. wird am 13. Mai 1917 zum Bischof geweiht, und das wird ihn ein Leben lang prägen. +

Papst Benedikt XV. hat mit seinem Friedensappell vom 1. August 1917 keinen Erfolg.

Die Spanische Grippe (auch Todesursache der Seherkinder Francisco und Jancinta) fordert 20 bis 50 Mio. Todesopfer; über 500 Mio. Menschen infiziert + Randbemerkung: Man stelle sich vor, die spanische Grippe in die heutige Zeit zu verlagern …

In Portugal wird die katholische Kirche verfolgt,

nachdem der letzte König Manuel II. bereits 1910 zurückgetreten war. + Anti-katholische Kräfte und Freimaurer hatten die Macht übernommen: Katholische Orden werden unterdrückt, die Jesuiten des Landes verwiesen, der Religionsunterricht verboten, der Kirche immense Reparationslasten aufgebürdet, Gotteshäuser beschlagnahmt und als Kasernen und Pferdeställe missbraucht.

Dennoch, es keimt Hoffnung:

  • Portugal hatte Gott vergessen,
  • aber Gott hat Portugal nicht vergessen. 

Dieses Zitat, diese Prophezeiung wird Papst Benedikt XV. zugeschrieben. Quelle: Aufsatz Ulrich Filler in Fatima Ruft, 1/2017 Nr. 236.

und das beileibe nicht das erste Mal, zuletzt in Lourdes 1858 mit Bernadette. + Auch dieses Mal in 1917 bittet sie die Schwachen und Kleinen dieser Welt, nicht die Starken und Reichen, für die Welt zu beten, Buße zu tun, täglich den Rosenkranz zu beten. +

Fatima. Die Gottesmutter erscheint den Seherkindern sechs Mal von Mai bis Oktober 1917: Fünf Mal jeweils am 13. des Monats in der Cova da Iria (Fatima) und einmal am 19. August in Valinhos; zum 13. August hatten die Behörden die Kinder verhaften lassen.   

Erscheinungen in Pontevedra 1925 und Tuy 1929

Kloster Pontevedra, Spanien. Aus dem Blick geraten, jedenfalls allgemein, sind die Erscheinungen der Heiligsten Jungfrau diesmal nur gegenüber Sr. Lucia im Kloster von Pondevedra am 10. Dezember 1925: Grundlage der späteren Herz-Mariä-Sühne-Samstage: an fünf (5) aufeinander folgenden Sonnabeden beichten, die Sühnekommunion empfangen, einen Rosenkranz beten, 15 min. lang den verstorbenen Seelen Gesellschaft leisten und dabei die Rosenkranzgeheimnisse betrachten. +

Es geht dabei darum, wirkungsvoll den Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis Mariens zu begegnen, gegen ihre Jungfräulichkeit, gegen ihre Gottesmutterschaft, etc.. + Die Beleidigungen der Muttergottes stellten gleichzeitig eine Beleidigung Gottes dar. Deshalb sei die Sühne erforderlich.

Kloster Tuy, Grenzort Portugal/Spanien. Am 13. Juni 1929 berichtet Sr Lucia von ihrer Vision der „Heiligsten Dreifaltigkeit“ incl. begleitend „Unsere Liebe Frau von Fatima.“ Es ging um die Weihe Rußlands

Über 6,3 Millionen Pilger in 2019 mit mehr als 10.000 Feierlichkeiten der offiziellen oder privaten Programms der Wallfahrtsstätte von Fatima. Neben den Einzelpilgern 4.384 Pilgergruppen – davon 65% nichtportugiesisch. Der Zustrom aus Asien nimmt zu. In 2020, dem ersten Pandemiejahr, versiegte der Strom der Pilger dramatisch. In 2021 hat sich die Situation zum Positiven verändert. – Stand 2022.

KI, 31.03.26: Überblick: Pilger in Fátima aktuell. Der Wallfahrtsort Santuário de Fátima gehört weiterhin zu den wichtigsten katholischen Pilgerzielen weltweit – und erlebt aktuell sogar wieder Zuwachs. + Neueste Zahlen (2025 / Anfang 2026)

  • Rund 6,5 Millionen Pilger im Jahr 2025
  • Deutlich mehr als 2024 (ca. 6,2 Mio.).
  • Über 5.600 organisierte Pilgergruppen
  • Besucher aus 84 Ländern weltweit

Das zeigt: Fátima ist nach Corona wieder auf Rekordniveau bzw. darüber.





Fazit: Fátima erlebt aktuell sehr starke Pilgerzahlen + Internationale Bedeutung wächst weiter + Besonders große Menschenmengen zu den Hauptwallfahrtstagen


Die Botschaft von Fatima

Den sechs Erscheinungen der Gottesmutter vorgelagert sind drei Engels-Erscheinungen in 1916: Frühjahr, Sommer und Herbst. Er bereitet die Seherkinder auf die Jungfrau Maria vor. Der Engel bittet um ihre Gebete (unter anderem an die „Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist) und um ihre Opfer. Er sei der Schutzengel Portugals.

Statue von Papst Johannes Paul II., 2011.

Das Besondere an den Marienerscheinungen ist die Botschaft, die die Dame in Weiß den Kindern am 13. Juli 1917 überbrachte. Sie besteht aus drei Geheimnissen resp. Prophetien.

Die ersten beiden thematisieren, neben der Beschreibung der Hölle, den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Bekehrung des kommunistischen Russlands.

Sie verlangt dafür die Weihe Russland an „mein unbeflecktes Herz“ und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats. Wenn nicht, wird Russland weiterhin seine Irrlehren über die Welt verbreiten, Krieg und Kirchenverfolgung heraufbeschwören.

Die Guten werden leiden müssen, der Heilige Vater wird viel zu erdulden haben, ganze Nationen werden vernichtet werden. Am Ende jedoch wird mein Unbeflecktes Herz einen Triumph erleben. Der Heilige Vater wird mir das bekehrte Russland weihen.

Die Welt wird eine Zeit des Friedens erleben.

Die dritte Prophetie bezieht dann letztlich Papst Johannes Paul II. auf sich. Bekanntlich wurde auf ihn am 13. Mai 1981 ein Attentat verübt, das er, so sein expliziter Glaube, nur durch den Beistand der Gottesmutter Maria überlebt hat.

Inwieweit das Dritte Geheimnis als erfüllt betrachtet werden kann,

ist nach wie vor strittig. Der Vatikan hat Radio Vatikan am 21. Mai 2016 2016 unmissverständlich deklamiert, dass es komplett veröffentlicht sei. Fachleute und Kleriker wie Bischof Kurt Krenn von St. Pölten, Kurienkardinal Tarcisio Bertone und ein Freund Kardinal Ratzingers namens Ingo Dollinger formulieren vorsichtiger.

  • Joseph Kardinal Ratzinger, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, veröffentlichte am 26. Juni 2000 auf Wunsch von Johannes Paul II. vor der internationale Presse in Rom seinen Kommentar zum Inhalt des Dritten Geheimnisses. Papst Wojtyla habe sich im „weißgekleideten Bischof“, der getötet werde, wiedererkannt. Der genauen Wortlaut der Pressekonferenz ist nachzulesen in den auf der nächste Seite aufgeführten Büchern des Weltapostolats und der Schwester Lucia.
  • Das dritte Geheimnis war vom Staatssekretär des Papstes, Angelo Kardinal Sodano, am13. Mai 2000 in Fatima bekanntgegeben worden.
  • Johannes Paul II. hatte zuvor den damaligen Sekretär der Glaubenskongregation, Kurienerzbischof Tarcisio Bertone, zu Schwester Lucia geschickt. Die damals 93jährige Ordensfrau habe diese Auslegung des Papstes bestätigt.  
  • Zurück zum oben erwähnten Bischof Krenn von St. Pölten. Demgemäß soll  Kardinal Ratzinger die Interpretation von Johannes Paul II., die Vision auf sich zu beziehen, nicht teilen.
  • Tatsächlich äußerte sich Papst Benedikt XVI. 2010 bei seiner Portugal-Reise sehr zurückhaltend und ließ die Möglichkeit offen, daß  sich die Prophezeiung noch nicht erfüllt oder jedenfalls nicht vollständig erfüllt habe.
  • Im Interview für Radio 1 sagte Kardinal Bertone im Mai 2010: “Das Dritte Geheimnis von Fatima hat sich zum Teil in der Beschreibung erfüllt, die Schwester Lucia gab. Doch wie damals Kardinal Ratzinger erklärte, wird das Unbefleckte Herz Marias siegen. Es gilt die Hoffnung zu pflegen und nicht ängstlich oder panisch zu sein.“
  • 17. Mai 2016: (Rom). Ein guter Freund des emeritierten Papstes Benedikt XVI., der katholische Priester Ingo Dollinger, bestätigte gegenüber der bekannten deutsch-amerikanischen Katholikin Maike Hickson, dass im Jahr 2000 vom Heiligen Stuhl nicht das vollständige Dritte Geheimnis von Fatima veröffentlicht wurde. Unterdessen berichten mehr als hundert Gläubige, vor wenigen Tagen in Fatima Zeugen eines neuen Sonnenwunders geworden zu sein (…),  von dem der örtliche Pfarrer allerdings nichts wissen will, und ich füge hinzu: wie Anno 1917 anfangs der portugiesische Klerus und lange Zeit die portugiesischen Politiker, der Bürgermeister , die Journalisten.                   Quelle: www.katholisches.info 

Drei Hirtenkinder schauen die Jungfrau Maria

Lucia, sie führte mit der Jungfrau Maria das Gespräch, memoriert den Gesprächsverlauf wie folgt. Es geht um den Himmel.

  • Die Dame in Weiß zu den Kindern:
  • „Habt keine Angst. Ich tue euch nichts Böses.“ +
  • Lucia:
  • „Woher kommen Sie?“ +
  • Die Erscheinung weiter:
  • „Ich bin vom Himmel.“ +
  • „Komme ich auch in den Himmel?“ +
  • „Ja“
  • Und Jacinta? +
  • „Auch“
  • „Und Francisco?“+
  • „Auch, aber er muss noch viele Rosenkränze beten.“ 

Marienstatue in der Kathedrale, 2011.

Fatima am 13. Mai 1917. Wie immer hütet die knapp 10jährige Lucia dos Santos (geb. 22.03.1907) mit ihrer zwei Jahre jüngeren Cousine Jacinta  (geb. 11.03.1910) und deren Bruder Francisco Marto (geb. 11.06.1908) die Schafe der Familien aus dem Weiler Aljustrel auf einem nahe gelegenen Feld, der Cova de Iria in Fatima, einem Dorf mit 2.700 Einwohnern.

„Über einer Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne“, so Lucia, die Älteste.

Quelle: Betendes Gottes Volk. Rosenkranz-Sühnefeldzug um den Frieden der Welt. 2022/2. Sr. Lucia spricht über Fatima.

Insgesamt sechs Mal sehen die Kinder die Jungfrau, immer am 13. des jeweiligen Monats. Nicht jedoch im August des Jahres 1917. Der Bezirksvorsteher hatte die drei Kinder am 13. August entführt und gar über Nacht festgehalten, musste dann aber klein beigeben; seine Drohungen hatten nichts bewirkt. Die Kinder blieben bei ihrer Darstellung. Sechs Tage später zeigte sich die Jungfrau Maria fünfhundert Meter vom ursprünglichen Ort entfernt. Immer wieder bittet sie die Kinder, viel zu beten, vor allem den Rosenkranz zu Ehren Unserer Lieben Frau.

… dreimal in den Jahren 1915 und 1916, während sie die Schafe in der Nähe ihrer Elternhäuser hüteten, in der sommerlichen Mittagshitze im Garten von Lucias Elternhaus. „Habt keine Angst, ich bin der Engel des Friedens!“ Mit diesem biblischen Gruß leitete der Engel ein sodann gemeinsam gesprochenes Gebet ein.

Unsere liebe Frau vom Rosenkranz:

Denkmal in der Stadt. Lucia dos Santos. Francisco und Jacinta Marto.

13. Oktober 1917. Man spricht von 70.000 Menschen, die auf dem Feld ausharren.  Die Dame sagt den Kindern:

„Man soll hier eine Kapelle zu meiner Ehre bauen. – „Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz.“  – Und weiter im Verlauf der Erscheinungen:

  • „Habt keine Angst!“-
  • „Betet täglich den Rosenkranz um den Frieden in der Welt.“
  • „Ich bin gekommen, die Gläubigen zu bitten, ihr Leben zu verändern.
  • Die Menschen sollen Gott nicht länger beleidigen, der schon so viel beleidigt wurde.“
  • „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

Die Gottesmutter Maria lehrt die Kinder darüberhinaus folgendes Gebet, das auch in den Rosenkranzgebeten vieler Gläubiger weltweit Eingang gefunden hat: 

  • O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“ 

Kopie einer Seite aus „Ilustração Portuguesa“ vom 29. Oktober 1917. Die Menge betrachtet das Sonnenwunder während der Fátima-Erscheinung am 13. Oktober 1917. (bessere Auflösung in Kürze)

Das Versprechen, keinem davon zu erzählen, konnte Jacinta, die Jüngste, nicht halten. Im Laufe der Monate schwoll die Menschmenge derart an, die Anteil haben will an den Erscheinungen, dass die Dame, die Gottesmutter Maria, daraufhin für den 13. Oktober 1917 ein Wunder ankündigt

  • 70.000 Menschen bestaunten ein Sonnenwunder.
  • Die Sonne glich einer Silberscheibe und sie drehte sich wie ein Feuerrad,
  • schien zu tanzen und zickzack auf die Erde zuzurasen
  • und wieder an den Himmel zurückzukehren.
  • Ein unwirkliches Licht durchströmte den Himmel. Blinde wurden davon geheilt, so mehrere Anwesende.

Der Dichter Alfonso Lopes Vieira (1878-1946), der das Wunder in ca. 40 km Entfernung von seinem Haus beobachtete, notierte: „An jenem 13. Oktober 1917 war ich wie verzaubert von einem bemerkenswerten Schauspiel am Himmel, das ich von meiner Veranda aus verfolgte. Nie zuvor hatte ich Ähnliches erlebt. Die Voraussagen der Kinder war mir in diesem Augenblick nicht gegenwärtig.“ *)

Ein Ti Marto berichtete: „Wir konnten, ohne geblendet zu werden, in die Sonne schauen. Sie schien auf und ab zu flackern, sie schoß Strahlen in verschiedene Richtungen und tauchte alles in verschiedene Farben (…) die Bäume, die Menschen, die Luft und die Erde. Was das Erataunlichste war, die Sonne tat den Augen nicht weh. Stille ruhte über der ganzen Szene. Alle schauten in die Höhe. Mit einem Male schien die Sonne still zu stehen, dann begann sie zu tanzen, dass es schien, als löse sie sich vom Himmel und stürze auf uns. Es war ein schrecklicher Augenblick.“ *)

Es existiert weiterhin ein Bericht von Prof. Jose Maria de Proenca de Almeida Garrett vom 18.12.1917, Professor der Naturwissenschaften an der Universität in Coimbra: „Ich war Zeuge von einem der größten Wunder.“ 

Vgl. auch nächste Seite „Buchempfehlung“: Wie zur Mittagszeit die Sonne tanzte. Der Bischof von Leiria verkündete am 13. Mai 1930 die Glaubwürdigkeit der Erscheinung.

*) Text entnommen FATIMA RUFT- Ausgabe 3/2016 Nr. 324 (www.fatima-aktion.de).

Nur ein kurzes Leben für die Geschwister Jacinta und Francisco

Heiligsprechung am 13. Mai 2017

Foto. Lucia dos Santos, Francisco und Jacinta Marto, Oktober 2017.

FotoQuelle: commons.wikimedia (26.02.25) gemeinfrei.

Die beiden Jüngsten sind sehr früh gestorben: Francisco knapp 11-jährig am 4. April 1919 und Jacinta, keine 10 Jahre alt, am 20. Februar 1920 (Spanische Grippe), offensichtlich voller Vorfreude auf den Himmel.

Die katholische Kirche gedenkt ihrer am 20. Februar eines jeden Jahres. Bei der Öffnung des Sarges der kleinen Jacinata am 12. September 1935 fand man ihren Leichnam unversehrt vor. Die sterblichen Überreste von Franciso konnten kanonisch erst am 17. Februar 1952 identifiziert werden.

Papst Johannes Paul II. sprach beide am 13. Mai 2000 in Fatima selig. Siebzehn Jahre später  – im Rahmen einer großen Feier zum 100sten Gedenktag vor Hundertausenden Pilgern in Fatima auf dem großen Vorplatz – wurden die beiden Geschwister von Papst Franziskus 1 letztlich heiliggesprochen. Presse, Funk und Fernsehen berichteten darüber, auch in Deutschland. Anmerkung: Beim Seligsprechungs- und beim Heiligsprechungsverfahren für die Hirtenkinder hatten die Erscheinungen selbst keine ausschlaggebende Rolle gespielt. Die Kirche fällt ein Urteil über die Tugendhaftigkeit der Kinder, nicht über ihre freie Begnadung.

Lucia starb knapp 98-jährig am 13. Februar 2005 im Karmel von Coimbra. Als Nonne trug sie den Namen Maria vom Unbefleckten Herzen. Der Tag ihres Begräbnisses – 15. Februar 2005 – wurde in Portugal zum nationalen Trauertag erklärt. Papst Benedikt XVI. setzte an ihrem dritten Todestag 2008 das Seligsprechungsverfahren ein, unabhängig vom geltenden Kirchenrecht, wonach dieses erst nach Ablauf von frühestens fünf Jahre nach dem Tod der betreffenden Person eröffnet werden darf. Die Reliquien der drei befinden sich in der Basilika Unserer Lieben Frau von Fatima.

Zwischenzeitlich wirkte Lucia auch als Nonne im spanischen Pontevedra resp. in Tui, der Grenzstadt zu Portugal; beides Orte direkt am Caminho Portrugues. Dort hatte sie eine Vision der Heiligsten Dreifaltigkeit; festgehalten als Reproduktion in der Kapelle der vereinten Herzen Jesu und Mariä in Hagstedt bei Vechta/Visbek.

Die Päpste und Fatima, US-Präsident Ronald Reagan 1985 über die Hirtenkinder, Konrad Adenauers enge Verbidung zu Fatima, den Ort Fatima, Fatima-Aktion „Fatima ruft“, Kloster Batalha, Fatima-Weltapostolat Bremen, Das Ave von Fatima, Fatima-Gebete, Lebenswende in Fatima, etc.