Den Jakobsweg kann man auch mit 80 noch gehen: Vorbild Harold aus Calgary + Filmempfehlung

Den Jakobsweg kann man auch mit 80 noch gehen, so der Autor in den Jakobean News vom 2. Juli 2026 + Vorbild: Sechs Priester der Diözese Sigüenza-Guadalajara, auch wenn sie „nur“ auf der 100 Kilometer langen Strecke zwischen Sarria und Santiago de Compostela pilgerten. Dabei ein fast 81-jähriger Kaplan aus Guadalajara. + A la bonheur – eine respektable Leistung.

Foto aus 2011. Hinten rechts Harold aus Calgary, Kanada, 80 Jahre alt, ehem. Professor; daneben seine deutschstämmige Frau Irene. + Ein Phänomen. Zum damaligen Zeitpunkt war er schon als Pilger auf zig Jakobswegen gewesen.

Vorne im Bild: Hajo, ein Mitpilger aus Velpke, Niedersachsen und eine Geschäftsfrau aus der Nähe Hamburgs.

➲ Caminho Portugues, 2011. Harold aus Calgary (noch inaktiv)

Weiter im Text von Jakobean News: Die pilgernden Priester +Es ginge um die Pfarrer von Fontanar, Marchamalo, Hiendelaencina und San Juan de Ávila, sowie um den fast 81-jährigen Kaplan der Kleinen Schwestern von La Pedrosa (Guadalajara) + Sie seien begleitet gewesen von Mitarbeitern aus San Diego de Alcalá und Galve de Sorbe.

  • Der Priesterkragen ist wieder in, zumindest bei einigen der hier Abgelichteten.
  • Erläuterungen: Nach dem Konzil 1962.65 hatten sehr viele Bistums-Priester den Collar (Priesterkragen) abgelegt, trugen auch kein Priestergewand (Talar) mehr;
  • sie wollten als modern erscheinen > entsprechend dem Zeitgeist,
  • wollten anscheinend in der Öffentlichkeit auch nicht mehr als Priester erkannt werden.
  • Ganz anders die Padres der Priesterbrudergemeinschaften, z.B. FSSP (Petrus): damals wie heute.
  • Sie haben nie den Priesterkragen abgelegt, tragen prinzipiell den Talar.
  • In den Bistümern tragen neuerdings vor allem viele junge Priester wieder den Priesterkragen.

Ein Priester fühlt normalerweise sich berufen; er füllt keinen üblichen Job aus. + Nur in den deutschsprachigen Ländern gibt es eine Kirchensteuer, aus der die Kleriker bezahlt werden.

Er ist teils alter ego Jesu Christi *)

Bevor sich der Priester weihen lässt, weiß er um den Zölibat (Ehelosigkeit), auch und gerade seines Herrn Jesus Christus. + Er weiß um seine Berufung, den Gläubigen an sich zu jeder Zeit helfen zu wollen, nicht zu sollen: auch draußen in der Stadt, auf dem Land.

Priester aus Chicago beispielsweise berichten, dass sie in der City aufgrund ihrer Kleidung als „Father“ angesprochen wurden, dann in einer Hausnische die gewünschte Beichte abgenommen haben. Was kann es denn „Schöneres“ für einen Priester geben!

Gerade in denjenigen Gebieten, in denen Christen verfolgt werden, also besonders in Asien (z.B. Pakistan und Indien) wie in Afrika (z.B. Nigeria), tragen die Priester mehrheitlich sogar den Talar, das Priestergewand, und das, obwohl es zuweilen lebensgefährlich ist.

Diese ganze unrühmliche Entwicklung: Als Priester draußen in Freizeitkleidung zu gehen, ist nur den Ergebnissen des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962.65 „zu verdanken“: Anpassung an den Zeitgeist.


*) Priester alter ego Jesu Christi (kath.net vom 9. Juli 2025):

Der Priester als alter ego Jesu Christi ist ein zentrales Konzept in der katholischen Theologie. Der Priester wird als alter Christus betrachtet, was bedeutet, dass er in einzigartiger Weise Jesua Christus repräsentiert. Er handelt in persona Christi capitis, was bedeutet, dass er in der Person Christi, des Hauptes, handelt. Dies zeigt die besondere Stellung des Priesters im Heilshandeln Gottes und die Berufung, Christus zu dienen und durch sein Leben Zeugnis von dessen Liebe zu geben. Der Priester ist berufen, Christus zu dienen und durch sein Leben Zeugnis von dessen Liebe zu geben. + Deutlich feststellbar bei der Wandlung während der Heiligen Messe und bei der Beichte, wo nicht der Priester die Sünden vergibt, sondern Christus.

In diesem Zusammenhang meine Film-Empfehlung „Der Kardinal“ aus 1963

in der Mediathek von „arte“ abrufbar. + Dazu die Rezension von Dr. David Berger vom 12.09.2026 auf: https://philosophia-perennis.com/2026/09/12/als-hollywood-die-katholische-kirche-noch-ernst-nahm-otto-premingers-der-kardinal/ : Als Hollywood die katholische Kirche noch ernst nahm: Otto Premingers „Der Kardinal“.

Ihr werdet feststellen, dass sich viele Szenen nur aus der Priesterkleidung herleiten. Auch schön zu beobachten die geosteten Hochaltäre inklusive der Heiligen Messe nach dem jahrhundertealten Ritus „Missa Tridentina-Mass of the Ages + Nicht die fürchterlichen Volksaltäre, die das Konzil niemals gefordert hatte, nicht die teils verhunzten Gottesdienste.


➲ Zeitung La Cronica + 1. Juli 2026

➲ Jakobsweg mit 80zig + Se puede hacer el Camino de Santiago con 80 años cumplidos