Camino Frances: „Verkommen“ zum Fernwanderweg für Massentourismus

Deklamiert ein Pilger in seinem Video. Die im Frühjahr 2024 auf dem Camino Frances gemachten Erlebnisse hätten nichts mehr mit Pilgern zu tun gehabt: Überfüllte Unterkünfte. Verweifelte Suche nach freien Betten. Kein Vergleich zu den anderen Wegen, wie beispielsweise zum Camino Primitivo.

Video YouTube- 06.06.2024

Begleittext des Pilgers: Nachdem ich auf dem Camino del Norte und dem Camino Primitivo war, stand dieses Jahr der Camino Francés auf dem Plan. Wir, d.h. Pilgerbruder Tobias und ich, sind Ende April in SJPdP gestartet und bis Sahagún gegangen. Unsere Eindrücke des Weges habe ich versucht hier wiederzugeben. Der erste Teil geht von SJPdP nach Azofra.

Wehmut kommt auf

Unser erster Jakobsweg in 2006 verlief geradezu optimal. Haben prinzipiell nie unlösbare Probleme gehabt, einen Herbergs- oder Hostalschlafplatz zu ergattern. Natürlich gab es, bereits um die Mittagszeit, lange Reihen abgestellter Rucksäcke vor den Herbergen; aber alles im Rahmen. Wir haben tolle Menschen kennengelernt; vgl. Seite Dort, wo sich Pilger aller Nationen treffen. Wir durften andächtige Pilgergottesdienste erleben, relativ wenige lärmende Pilger. Allerdings, 2011 auf dem Caminho Portugues gab es die ersten ersten dunklen Wolken am Pilgerhimmel festzumachen. Europäische Fernwanderer wichen auf den Camino de Santiago aus, nutzten die günstige Infrastruktur der Jakobswege.