Das ist insoweit beachtlich, als dass sich die Niederländer Bischöfe bislang als ausgesprochen progressiv (liberal) auszeichneten, Stichwort Holländischer Katechismus aus 1966.
Radio Maria Niederlande sorgte am 15. März 2026 für eine Direktübertragung und zeigte damit mehr liturgische Sensibilität, als sie bisher von den Sendern von Radio Maria (Radio Horeb) im deutschen Sprachraum gezeigt wird.
Wird Papst Leo XIV. sich jetzt noch einer offiziellen Wiederzulassung
der „Alten Messe“ verweigern können?
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Zitat: Die Messe fand in der historischen Kirche der Unbefleckten Empfängnis (Grote Kerk) in Oss statt. Viele Gläubige, die der alten römischen Liturgie verbunden sind, betrachten dies als einen historischen Moment im zeitgenössischen niederländischen Katholizismus.
In dieser Kirche wird jeden Sonntag die Traditionelle Lateinische Messe gefeiert, und damit die feste Heimat dieser Liturgie in der Diözese. Die Messe begann um 12:30 Uhr.
Die Traditionelle Lateinische Messe ist in den Niederlanden nach wie vor vergleichsweise selten. Das Latin Mass Directory verzeichnet für das Land mit seinen 3,4 Millionen Katholiken nur 12 Orte, an denen sie gefeiert wird. Es gibt jedoch Zeichen eines wachsenden Interesses.
Das Erscheinen von Kardinal Eijk kann als Geste pastoraler Nähe und institutioneller Unterstützung gegenüber den Gläubigen gewertet werden, die regelmäßig die traditionelle Messe besuchen.
Öffnung oder Mahnung
Kardinal van Eijks Feier eines traditionellen Pontifikalamts – als Vorsitzender der Niederländischen Bischofskonferenz – könnte als bewusstes Signal der offiziellen Kirche an die Anhänger der alten Liturgie gewertet werden: „Ihr seid willkommen, ihr gehört dazu.“ Dies könnte dazu beitragen, Gläubige, die mit einer Hinwendung zur FSSPX liebäugeln, in der vollen Gemeinschaft mit Rom zu halten.
Das Timing ist bemerkenswert. In einer Phase, in der die Priesterbruderschaft St. Pius X. durch angekündigte Bischofsweihen erneut auf Konfrontationskurs mit Rom zu gehen droht, sendet ein Kardinal in den Niederlanden das Signal, dass die traditionelle Liturgie eine lebendige Heimat innerhalb der Kirche hat.
Die Kirche öffnet sich – eine Spaltung ist unnötig.