Weltweiter Aufruf an Papst Leo XIV. „Volle Freiheit für die ‚tradionelle lateinische Messe'“: Dafür weltweit Messen feiern und beten bis zum Fest Peter und Paul am 29. Juni 2026 + Kommentar Don Michael Gurtner

Was hindert eigentlich Papst Leo XIV. daran – nicht Papst Franziskus – sondern Papst Benedikt XVI. zu folgen?, der 2007 zur „Alten Messe“ erklärt hatte: „Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein.“ + Benedikt XVI. bezog sich auf die Anordnungen von Papst Franziskus aus 2019 und seinen engsten Mitarbeitern, die heute gleichermaßen Papst Leo XIV. dienen.

„Weltweiter spiritueller Blumenstrauß für den Papst und die Tridentinische Messe“

Im Original: Worldwide Spiritual Bouquet for the Pope and the TLM (Traditional Latin Mass) 

vom US-amerikanischen Philosophen, Exeget der TLM, Peter Kwasniewski *) am  22.02.2026 um 00:00 Uhr Missae Pro Missa.

Papst Leo XIV. am 13. Okober 2025.

FotoQuelle: commons.wikimedia (23-02-26), gemeinfrei; Author Lula Oficial

Zitat: Da die kommenden Monate für die traditionelle lateinische Messe und die Sache der katholischen Tradition innerhalb der Kirche von entscheidender Bedeutung sein werden,  kündigt Missae pro Missa hiermit ein neues weltweites spirituelles Angebot an,

das am 22. Februar, dem Fest des Stuhls des heiligen Petrus und ersten Fastensonntag, beginnt und am 29. Juni, dem Hochfest der Heiligen Peter und Paul, endet, welches dem nächsten von Papst Leo XIV. einberufenen Kardinalskonsistorium folgt.

Weiter im Text: Das Ziel dieser jüngsten Kampagne ist klar: Der Papst soll die volle Freiheit der Tridentinischen Messe anerkennen. Wie schon bei unseren früheren Kampagnen laden wir alle Katholiken ein, sich auf vier Arten zu beteiligen:

Tridentinische Messe in Hannover.

1. Bitten Sie darum,  Messen für dieses Anliegen zu lesen (z. B. über Ihre Pfarrei, Ihren Orden oder eine andere Gruppe).

Oder, falls Sie Priester sind, zelebrieren Sie  Messen für dieses Anliegen.

  • 2. Bringt  eure eigenen Messreden für diese Intention dar.
  • 3. Beten Sie  den Rosenkranz (oder bringen Sie andere Gebete/Opfer dar) für dieses Anliegen.
  • 4. Teilen Sie  diese Initiative mit anderen.

*) Peter Andrew Kwasniewski (* 22. März 1971 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Philosoph. Er arbeitet derzeit als unabhängiger Schriftsteller, Herausgeber, Verleger und Gastdozent, der Vorträge zur traditionellen Liturgie der katholischen Kirche hält. Er ist Vorstandsmitglied und Stipendiat des Aquinas Institute in Green Bay, das die Opera Omnia von Thomas von Aquin herausgibt.

Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein.“
Papst Benedikt XVI. 2007 zu Summorum Pontificum.

Ein Kommentar von Don Michael Gurtner*

Auszüge: Mit der Ankündigung der Weihe von neuen Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) für den 1. Juli dieses Jahres, dem Hochfest des kostbarsten Blutes Jesu Christi, geht einher, daß diese zahlreich kommentiert werden, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß sich diese Weihen objektiv in einer kanonisch nicht regulären Weise vollziehen, was sehr unterschiedlich bewertet wird.

Vermutung: Das Katholische soll verschwinden

(…) Immer offener wird dabei zugegeben, was man alles zu ändern gedenkt.

  • Letztlich soll das Katholische für immer verschwinden, und man sagt es auch immer offener, wobei das Liturgische nur ein besonders sichtbarer Teil ist:
  • letztlich geht es aber um die Lehre der katholischen Kirche im Gesamten.
  • Die katholische Glaubenslehre wird nicht mehr verkündet, sondern verschwiegen – sie gilt als überholt und heute nicht mehr gültige Lehre, oftmals ohne sie dabei offiziell „abzuschaffen“;
  • sie wird einfach nicht mehr erwähnt, ganz so als sei sie eine heute nicht mehr gültige Vergangenheit,
  • und sie wird durch neue Formeln und Lehren ersetzt, die man gleichsam über die katholische Lehre darüberlegt, und sie somit verdeckt.

(…) Man darf nicht den Fehler begehen und meinen, bei den anstehenden Bischofsweihen ginge es ausschließlich oder vornehmlich um das Überleben einer Priesterbruderschaft.

  • In Wirklichkeit geht es um das Fortleben dessen, was sie vertritt, und zu dessen Werkzeug sie geworden ist.
  • Angesichts der Gesamtsituation ist es derzeit unerläßlich, vorübergehend hinsichtlich der bischöflichen Weihegewalt unabhängig zu sein, wobei es sich eigentlich jedoch nicht um eine Art „Monopolstellung“ handeln sollte, da dies zu große Gefahren mit sich brächte.

Schisma und Ungehorsam

(…) Es ist einerseits sehr befremdlich, aber andererseits angesichts der nachkonziliaren Ausbildungssituation auf den theologischen Fakultäten und Seminaren auch wieder nicht verwunderlich,

  • wie wenig genau manche zwischen Schisma und Ungehorsam zu unterscheiden wissen.
  • (…) Wenn die einzige Alternative das Aussterben dessen ist, was die Kirche zweitausend Jahre hindurch treu verwaltet und weitergegeben hat, und wie es in zunehmender Deutlichkeit gesagt und umgesetzt wird,
  • dann ist das Eingreifen jener eine unumgängliche Pflicht, die es zwar nicht dürfen aber können, auch wenn es gegen kirchliches (und nicht göttliches!) Recht verstößt.
  • Denn man kann es nicht zulassen, daß man an Gehorsam stirbt.

*Mag. Don Michael Gurtner ist ein aus Österreich stammender Diözesanpriester, der in der Zeit des öffentlichen (Corona-) Meßverbots diesem widerstanden und sich große Verdienste um den Zugang der Gläubigen zu den Sakramenten erworben hat. Von ihm stammen die Kolumne „Zur Lage der Kirche“ und weitere Beiträge.