Der aufmerksame Leser der Webseiten wird nachvollziehen, warum mich Papst Benedikt XVI. so tief beeindruckt, warum ich folgerichtig auf mehreren Seiten über ihn und von ihm berichte. Warum also? FotoQuelle: www.benedictusXVI.org, 2021.
16. April 2026. Gedenkmesse für Benedikt XVI.
Anlass zu tiefer Dankbarkeit
Vatican News. 16. April 2026. An diesem Tag wäre Papst Benedikt XVI. 99 Jahre alt geworden. Mit einer feierlichen Messe im Petersdom hat der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch am Nachmittag des 16. April 2026 des Verstorbenen gedacht.

Januar 2023. Der am 31. Dezember 2022 verstorbene Joseph Alois Ratzinger / Papst em. Benedikt XVI. wurde nach seinem Tod drei Tage im Petersdom aufgebahrt.
FotoQuelle: commons.wikimedia (20.04.26), gemeinfrei
In seiner Predigt zeichnete der langjährige Wegbegleiter Benedikts das Bild eines Glaubenszeugen, der die Dunkelheit der Zeiten klar erkannte, aber aus dem Ostergeheimnis heraus eine Hoffnung verkündete, die selbst im Angesicht von Leid und Tod trägt.
Hier die Predigt im Wortlaut.
Ein auf den Fundamenten des christ-katholischen Glaubens
stehender Pontifex maximus,
der sich zu keiner Zeit dem veröffentlichten Zeitgeist verpflichtet fühlte.
Joseph Ratzinger leitet als Kardinaldekan die Begräbnisfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II. am 8. April 2005.
FotoQuelle: commons.wikimedia (20.04.26), gemeinfrei

Im Gegenteil, schon als Priester fühlte er sich nicht dem Zeitgeist verpflichtet, auch nicht als Theologie-Professor, nicht als Erzbischof von München-Freising, nicht als Kardinal-Glaubenspräfekt im Vatikan, nicht als Vicarius (Stellvertreter) Christi + So sprach er 2011 in Freiburg im Rahmen seiner Deutschlandreise – zum Unwillen vieler Bischöfe – von der notwendigen „Entweltlichung“ der Kirche. + Als sein Nachfolger Franziskus Jahre später von der Entweltlichung der Kirche sprach, wurde es allerorten toleriert bis gutgeheißen.
Auch sei an seine Regensburger „Vorlesung“ über „Glaube, Vernunft und Universität“ vom 12. September 2006 erinnert + bitte nach unten scrollen +
Beide Reden wurden, auch und gerade von seinen innerkirchlichen deutschen Kritikern, mehr oder weniger bewusst missinterpretiert. +
Papst Benedikt XVI.: ein Brückenbauer innerhalb der Weltkirche. Ein Papst, der eindeutige und zweifelsfreie Lehr-Entscheidungen traf.
Katholische Netzwerker zu Ehren Benedikts XVI.
Zum 99. Geburtstag von Joseph Ratzinger präsentierte sich in Rom eine eben erst gegründete „Benedict XVI Society“.
Zitat: Die Latte liegt hoch und der Anspruch ist ambitioniert: Per Video aus den Vereinigten Staaten zugeschaltet erläuterte der deutsche Unternehmer, Firmengründer und christliche Philanthrop Patrick Gruhn sein Ziel, jedem Internetnutzer die Möglichkeit zu geben, Fragen zu Glaube und Theologie auf der Grundlage des römischen Lehramts und insbesondere des reichen Schrifttums von Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. beantworten zu lassen. Ort des Geschehens: die Päpstliche Akademie der Wissenschaften mitten in den Vatikanischen Gärten.
An der Seite Gruhns betreut der ebenfalls in die Vereinigten Staaten ausgewanderte Geschäftsmann Claus Weimann die Stiftung, die in Amerika die Benedikt-Society trägt. Dessen Bruder Ralph Weimann, in katholischen Kreisen als theologischer Referent und als Autor zahlreicher erbaulicher Schriften geschätzt, ist die Säule der Gesellschaft in Rom, wo Weimann an Päpstlichen Universitäten Dogmatik und Bioethik lehrt.
Doch wenn es in Rom um Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. geht, dann ist auch der schweizerische Kurienkardinal Kurt Koch nicht fern, der etwa stets bei der römischen Jahrestagung der Ratzinger-Schülerkreise anwesend ist.
Sonderausstellung für Benedikt XVI. zum 100. Geburstag in 2027
Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg will 2027 eine Sonderausstellung zum 100. Geburtstag von Papst Benedikt XVI./Joseph Ratzinger (1927-2022) zeigen.
Ein Heiliger Vater,
der christologisch und marianisch predigte,
der auch die weltweiten Christenverfolgungen nicht verschwieg + Ein Jahrhundert-Papst + Ein Theologe von Weltruf + Besonders verehrt im Nicht-Deutschen-Sprachbereich + Ein Kirchenlehrer, dessen Schriften noch in 500 Jahren und darüber hinaus gelesen werden: Papst Benedikt XVI. der Große
Fotoquellen: commons.wikimedia // domradio (08.04.24) KNA


Video-Tipp: Den großen Papst kennenlernen
Benedikt XVI. – Der emeritierte Papst
Goya Producciones, Madrid. + Sprachen: Spanisch, Deutsch, Englisch. 2021. 54 Minuten. + Deutsche Fassung: Dr. Claudia Kaminski. + Zu Wort kommen Mons. Georg Gänswein, Kardinal Gerhard Müller, mehrere spanische Kardinäle, Gabriele Kuby, et ecetera. + Vita: geboren: 16. April 1927 (Karsamstag + Taufe) + Priesterweihe: 29. Juni 1951 (Peter und Paul) + Bischofsweihe: 28. Mai 1977 + Ernennung Kardinal: 1977 + Kardinalpräfekt Kongregation Glaubenslehre: 1982 + Wahl zum Papst: 19. April 2005 + Rücktritt: 28. Februar: 2013 + Tod: 31. Dezember 2022 + Verlinkung später
VERLINKUNGEN incl. Regensburger Vorlesung
Bibel und Koran und die Frage nach dem Gottes- und Menschenbild
Der Papst zitierte eine Aussage zur Rolle der Gewalt im Islam, die der byzantinische Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350–1425) während der Unterhaltung mit einem persischen Gelehrten machte.
Seine Gegner mißinterpretierten seine Rede in der Form einer Vorlesung an die Wissenschaftler bewußt als Angriff auf den Islam + Nein: Das von ihm verwendete Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen, betonte in etwa der Hürriyet-Kolumnist Mehmet Yilmaz: aus dem Redetext gehe klar hervor, „dass sich der Papst von den Zitaten aus dem Mittelalter distanziert habe“.

Papst Benedikt XVI. 19. April 2005 bis 28. Februar 2013
KurzVita Joseph Alois Ratzinger: geboren: 16. April 1927 (Karsamstag + Taufe) + Priesterweihe: 29. Juni 1951 (Peter und Paul) + Bischofsweihe: 28. Mai 1977 + Ernennung zum Kardinal (Papst Paul VI.): 1977 + Ernennung zum Kardinalpräfekt Kongregation Glaubenslehre, Vatikan (Papst Johannes Paul II.) : 1982 + Wahl zum 265. Papst: 19. April 2005 + Rücktritt: 28. Februar: 2013 + Tod: 31. Dezember 2022.
Papst Benedikt XVI.: „Nur wer im Tod Hoffnung erkennen kann, kann auch das Leben aus Hoffnung führen.“ + Johannes 11,25-26: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ +
FotoQuelle: commons.wikimedia (20.04.26), gemeinfrei
Auszug. Zitat Rede Papst Benedikt XVI.: Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er [Anm.: der Kaiser] sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘.
Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω a zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung … Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“
Auf welche Fragen antwortet dieser Text?
Zitat: Wie unter einem Brennglas verdichten sich in der „Regensburger Rede“ große Themen Benedikts XVI.
Warum sind Vernunft und Glaube aufeinander angewiesen?
Warum braucht der Glaube die Vernunft und die Vernunft den Glauben? Warum ist ein verkürzter Vernunftbegriff gefährlich – nicht nur für die Welt der Wissenschaft, sondern für uns alle?
Warum steht Gewalt im Widerspruch zum Wesen Gottes?
Und warum gehört die Theologie an die Universität?
Mit seiner „Regensburger Rede“ sorgte Benedikt XVI. international für Aufsehen. Hier trat ein Nachfolger des Apostels Petrus an, um die Vernunft in ihrer ganzen Weite zu retten.
„Folgt nicht dem Weg des Stolzes, sondern dem der Demut. Schwimmt gegen den Strom …
Auszug: Seine Verehrung besonders für Augustinus brachte Papst Benedikt auch mit der Enzyklika „Deus caritas est“ zum Ausdruck. Vor allem der erste Teil sei stark vom Denken des heiligen Augustinus beeinflusst. + Augustinus, so Papst Benedikt, sei verliebt gewesen in die Liebe Gottes und habe sie in all seinen Schriften gepriesen, betrachtet, verkündet und vor allem in seinem Hirtendienst bezeugt.
Erzbischof Georg Gänswein, Papst Benedikts langjähriger Privatsekretär,
erklärt, was den Papst an den Kirchenvätern interessierte
- „Ihm sei klar geworden, dass die Frische der Theologie in den Kirchenvätern vorhanden sei.
- Im Laufe der Zeit ging sie verloren“, sagt Gänswein.
Vatikanische Gärten. Alterswohnsitz des emeritierten Papstes von 2013 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 2022.
Aufnahme in 2015.
- Deshalb sei er überzeugt, das Studium der Kirchenväter führe zurück zu den Quellen.“

- Auch an die Reise nach Pavia – zu Augustinus‘ Grab –
- Die Reise sei ein ausdrücklicher Wunsch Benedikts gewesen.
Podcasts. Artikel. Gedenkmesse: Papst Benedikt XVI. der Große