R.I.P. + Ende April 2006: Alle Herbergen waren completo; das direkt an der berühmten Brücke gelegene Hostal Don Suero de Quiñones unsere letzte Rettung: nach 37 km anstrengendem Fußmarsch unbedingt die richtige Wahl. + Persönlich durften wir Pfarrer Manuel González Rodriguez nicht kennenlernen; wahrscheinlich (indirekt) an jenem 28. Apriltag als Pfarrer, als er uns in der Hl. Abendmesse an den Namenstag meiner Mutter, der hl. Katharina von Siena (1347-1380), erinnerte + FotoAusschnitt: Hospital de Órbigo – igrexa Purificación.Quelle: s.u.

Jakobsweg 2006.
Anton Pombo von gronze.com hingegen berichtet von einprägsamen Erinnerungen, die ihn mit Don Manuel verbinden.
Er sei ein hervorragender Gastgeber gewesen, treibende Kraft hinter dem Pfarrgasthaus Karl Leisner *).
So widmete er sich ferner der stetigen Verbesserung der Pilgerherberge + Letztlich könnte man ihn auch als Märtyrer bezeichnen, musste sich doch Daon Manuel in 2021 von „falschen“ Pilgern brutal verprügeln lassen, worüber die Medien landesweit berichteten.
Hospital de Órbigo – igrexa Purificación. Kirche Purgatorium
FotoQuelle: commons.wikimedia (12.04.26), gemeinfrei.
Zitat gronze.com. „Wir haben einen der letzten Vertreter der „alten Garde“ *) verloren, einen würdigen Nachfolger für das Engagement von unter anderem Elías Valiña, José María Alonso Marroquín, José Mariscal oder José Ignacio Díaz, allesamt Pfarrer, die sich dem Camino und den Pilgern verschrieben haben …

… Dank ihnen – und das sollten wir nie vergessen – bewahrt der französische Jakobsweg weiterhin jene spirituelle und gastfreundliche Atmosphäre, die Pilger so in ihren Bann zieht. Ruhe in Frieden, und mögen Karl Leisner und Santiago euch zum Heil geleiten.“
Gedenkstätte Karl Leisner
„Die Gedenkstätte für Karl Leisner, deutscher Seliger, von der Gestapo verfolgt, im Konzentrationslager Dachau interniert,, dort 1945 getötet, wurde 2001 auf Vorschlag eines deutschen Jakobusvereins errichtet. Der Grund dafür ist zutiefst bewegend: …

Foto und Quelle: https://www.karl-leisner.de/karl-leisner-und-die-pilgerherberge/ + Artikel von Hans-Karl Seeger und Gabrielez Latzel, 10.10.2020: Button siehe unten.
… Karl, ein großer Verehrer des Apostels Jakobus, sehnte sich danach, Priester zu werden, nach Santiago de Compostela zu pilgern und dort die Messe zu feiern. Er starb jedoch kurz vor Kriegsende, ohne einen dieser drei Wünsche erfüllen zu können. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1996 als Märtyrer des Nationalsozialismus selig“
*) Anmerkungen zum Zitat „alte Garde“): Kollar (Römerkragen, Priesterkragen)
Junge Priester mit Kollar, weil traditionsbewusst + Ältere Priester ohne Kollar, weil offenbar dem Zeitgeist verpflichtet
*) Schade, dass Don Manuel sich nicht hat durchringen können,
irgendwann nach dem Konzil 1962.65 resp. der nachfolgenden Liturgiereform 1969.70 wieder den Priesterkragen (Kollar) anzulegen; vgl. dazu das Foto im Gronze-Bericht (s.u)
Er wird ihn anfangs seiner Priestertätigkeit 1962 (Beginn des Konzils) gut sichtbar getragen haben, also immer als Mann Gottes, als Priester erkennbar gewesen. Ich gehe auch davon aus, dass er die obligatorische Soutane getragen hat. +
Warum, frage ich mich, wollen Priester – nicht erkennbar – mit Freizeitkleidung herumlaufen? Bischöfe tragen fast immer den Priesterkragen, häufig den Talar oder die Soutane; der Papst immer seine weiße Soutane als Alltags- und Reisekleidung. Auch sie sind Priester.
Junger Priester in Soutane mit Kollar in 2007, auch als Römerkragen oder Priesterkragen bekannt.
Hochgeladen ins Internet 2007. Daran alleine ist festzumachen, dass junge Priester sich schon seit vielen Jahren von der mainstreamorientierten liberal-progressiven Glaubenseinstellung verabschiedet und sich dem überlieferten Glaubensgut zugewandt haben.
FotoQuelle: commons.wikimedia (12.04.26), gemeinfrei + This work has been released into the public domain by its author, KF at English Wikipedia. This applies worldwide.

Dazu ein aktuelles, beredtes Beispiel: Im April 2026 berichtete ein hiesiger Diözesanpfarrer von seinem (Freizeit-) Besuch an die Nordsee. Die lange Wartezeit für den Kauf eines Fischbrötchens überbrückte er mit einem Gespräch einer gleichfalls wartenden Frau, stellten einander vor. Hätte nun der Pfarrer seinen Priesterkragen getragen, hätte er sich der Frau gar nicht erst vorstellen müssen, vielmehr hätte sie ihn wahrscheinlich direkt angesprochen nach dem Motto: sind Sie tatsächlich Priester?
Das ist die Quintessenz der Geschichte, die dem Pater aus Indien (er ist seit mehreren Jahren unser Pfarrer) gar nicht in den Sinn gekommen ist. + Übrigens, seine Gesprächspartnerin hatte in ihm der Hautfarbe wegen einen indischen Computerfachmann vermutet.
Die Padres der Petrusbruderschaft FSSP, wie andere traditionsbewusste Priesterbruderschaften (Christus König Hohepriester, etc.), tragen übrigens grundsätzlich die Soutane plus Römerkragen + mittlerweile weltweit auch viele jung geweihte Bistumspriester, sodass man konstatieren könnte:
- Ältere Priester = liberal-progressiv
- (provokant ausgedrückt) dem sog. „Konzil der Medien“ folgend, und nicht dem „Konzil der Konzilsväter“ mit seinen wirklichen Ergebnissen. So war der Gebrauch der lateinischen Sprache weiterhin gewünscht, wie der „geostete“ Altar; auch das Ablegen der Soutane resp. des Priesterkragens war nicht expliziter Gegenstand der Beschlüsse.
- Jüngere Priester = traditionsbewusst
- der überlieferten Lehre der Apostel und Kirchenväter folgend, wie unter Berücksichtigung aller Konzilien von 48 n. Chr. bis zum Ersten Vatikanischen Konzil von 1869.70 +
- Im Gegensatz zu den Liberalen, die die vorherigen Konzile am liebsten ungeschehen machen wollen.
DON MANUEL GONZÁLEZ RODRÍGUEZ, PFARRER VON HOSPITAL DE ÓRBIGO, IST VERSTORBEN
Zitat (Auszug) Bistum Astorga: „Er stammte aus Santa Colomba de Sanabria in der Diözese Zamora, wo seine sterblichen Überreste nun ruhen. Die Beerdigung fand am Mittwoch, dem 8. April, um 13 Uhr in der Pfarrkirche von Hospital de Órbigo statt, wo er aufgebahrt war und von zahlreichen Nachbarn und Gläubigen aus den Orten, denen er jahrelang gedient hatte, liebevoll verabschiedet wurde.
Don Manuel widmete mehr als drei Jahrzehnte der Betreuung der Pilger auf dem Jakobsweg, der durch diesen Ort führt. Er war zudem Initiator der Pfarrherberge, in der er wohnte, und zeigte stets besondere Sensibilität gegenüber denjenigen, die diesen Jakobsweg beschritten.
Sein pastoraler Werdegang war breit gefächert und fruchtbar. Er begann seinen Dienst 1962 … (Anm.: also zu Beginn des 2. Vatikanischen Konzils 1962.65, als das Tragen sogar der Soutane (mit Prieserkragen) obligatorisch war)
…. als Koadjutor in O Barco de Valdeorras. Später betreute er verschiedene Pfarreien wie Viloria, Cesures, Vales und Arnado und war als Religionslehrer an der Schule Divina Pastora tätig. Er war auch Koadjutor in der Pfarrei Nuestra Señora de la Encina in Ponferrada, wo er die Aufgabe des geistlichen Leiters der Werkstatt-Schule sowie die eines Lehrers am Instituto Gil y Carrasco wahrnahm.„
Übersetzt mit DeepL.com
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