Warum dieses Thema an dieser Stelle? Weil viele Follower der Mainstream-Wissenschaftler die Ereignisse um den Apostel Jakobus in Spanien am liebsten ins Reich der Fabeln schicken möchte: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ (Dichter Christian Morgenstern, 1871-1914)
„Natürlich sind die in Santiago aufbewahrten Gebeine nicht die von Jakobus (Das wüsste doch jeder)“ + „Natürlich war auch (der große Heilige) Franz von Assisi niemals in Spanien, geschweige denn in Compostelle, wie noch bis 2022 auf dem Denkmal auf dem Monte do Gozo zu lesen war (Foto unten). + Achtung: die beiden letzten Sätze sind ironisch zu verstehen.

Die historisch-kritischen Exegeten und die allzu willigen Follower des veröffentlichten Mainstreams werden alle von der Kirche anerkannten Wunder als Mythen (Märchen) abtun, gar Geschäftemacherei vermuten.
Jedoch: Der frei von Vourteilen Herangehende wird sich von diesen Exegeten nicht allzu sehr beeindrucken lassen.
Eigenes Foto Mai 2006, Monte do Gozo. Schriftzug: „San Francisco Peregrino en Santiago„
Der historisch-kritische Exeget lehnt das metaphysische Weltbild,
den Supernaturalismus ab, lehnt also das Übersinnliche, das Numinose, das Glaubende ab: weil die Natur übersteigend, weil rational nicht begreifbar, weil außergesetzmäßig. Viele katholische Theologen schlossen sich in den vergangenen Jahrhunderte diesem Trend der zumeist evangelisch orientierten Exegeten an.
Eigenes Foto, 2006. Der Schrein des Apostels unterhalb des Hochaltars der Kathedrale von Santiago de Compostela. + Sechs Jahre später werden wir im Rahmen unseres Caminho Portugues mit Pater Fidelis aus Süd-Tirol und weiteren, wenigen Jakobspilgern die Heilige Messe direkt vis a vis des Schreines feiern. Bewegend.

Auch heute denken noch viele katholische Theologen so. Aber längst nicht mehr alle. + Heute nimmt die „Kanonische Exegese“ wieder breiteren Raum ein, ohne dass die „Historisch-kritische Exegese“ vollends negiert wird. + Die kanonische Methode betrachtet die biblischen Texte im Rahmen des gesamten biblischen Kanons und untersucht, wie sie miteinander in Beziehung stehen.
Gedanken zur Wissenschaft *)
- Das Wesen der Wissenschaft ist Streit um die bessere Theorie.
- Wissenschaftliche Theorien müssen immer widerlegbar sein;
- Philosoph Karl Popper nennt es: das Kriterium der ‚Falsifizierbarkeit‘.
Selbst eine brillante Theorie ist niemals wahr +
sie ist nur im Moment noch nicht widerlegt.
*) Quelle: Ferdinand von Schirach, Weser-Kurier, 2. Mai 2020. Deutscher Schriftsteller, Jurist. Autor vieler Bücher. Bekannt geworden als Strafverteidiger in den Berliner Mauerschützenprozessen von 1991 bis 2004.
„Follow the Science“: Nonsens
Fazit: Das Diktum „Follow the Science“ – folge der Wissenschaft – ist nonsens, zeugt von wenig Sach- und Fachverstand; gleichermaßen in Folge dann das weiter gerne ins Spiel gebrachte Diktum: „die Mehrheit habe Recht“.
Unsinn. Die Jahrhunderte sind überreich an Fällen, bei denen ein einzelner Wissenschaftler sich letztlich gegen den Rest, gegen über 90% seiner Kollegen, durchzusetzten hatte. Ich nenne beispielsweise Albert Einstein (1879 in Ulm – gest. 1955 in Princeton, USA), Begründer der Relativitätstheorie.
Foto. Albert Einstein’s exam of maturity grades. Albert Einsteins Maturazeugnis 1896 an der Kantonsschule Aarau; in der Schweiz ist die 6 die beste und die 1 die schlechteste Note + Aus gegebenem Anlass werde ich das Foto erst später einstellen. + Bitte selbst anklicken.
Insofern ist das Apodiktum der Regierung, dass die (vermeintliche) Mehrheit der Wissenschaftler ihre Maßnahmen zu Corona als auch zum menschengemachten Klimawandel stützen würde, kompletter Unsinn. + Jedoch, dieses Mantra wird immer noch von regierungstreuen Journalisten heruntergespult. + Mich hat dieses Argument immer stutzig gemacht.