FATIMA: „Ich bin gekommen, die Gläubigen zu bitten, ihr Leben zu verändern…“

…. Die Menschen sollen Gott nicht länger beleidigen, der schon so viel beleidigt wurde.“ + Ronald Reagan und Konrad Adenauer zu Maria. + Das Sonnenwunder.

Fatima im Mai 2011. Im Rahmen unseres Caminho Portugues.  Viele junge Menschen sind hier anzutreffen. Die junge Frau wird, wenn sie die Erscheinungskapelle (links im Bild) erreicht haben wird, mehrere hundert Meter auf den Knien gerutscht sein.

Drei Hirtenkinder schauen die Jungfrau Maria. + Betet täglich den Rosenkranz. + Das Sonnenwunder + Vita der Kinder + Die Botschaft. + Die Päpste. + Der Ort. + Lebenswende. + US-Präsident Ronald Reagan. + Konrad Adenauer. + Fatima-Weltapostolat. + Kloster Batalha. + Fatima-Gebete. + Statue „Unserer Lieben Frau von Fatima“ in Deutschland.

Einstimmung politische Situation 1917

Seit 1914 tobt ein erbarmungsloser Krieg, der 1. Weltkrieg. + Allein 260.000 deutsche Soldaten fallen 1917 in der sog. dritten Flandernschlacht, auf allierter Seite sind es 325.000 Unschuldige, von den Mächtigen in den Tod Getriebene. + Am 6. April 1917 Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg. + In Russland nehmen die Bolschewiki unter Lenin die Macht in die Hand, die Zarenfamilie wird ermordet. + Sein Nachfolger Stalin wird Millionen Menschen ermorden lassen, das Christentum verfolgen.

Die Freimaurer, mehr oder weniger feindlich gegen die katholische Kirche eingestellt, schauen 1917 auf zwei Jahrhunderte Gründung der ersten Großloge in England zurück. + Die Türken ziehen sich 1917 aus Jerusalem zurück. Sie herrschten vier Jahrhunderte lang von 1517 an über Palästina, dem späteren Israel, als Teil des osmanischen Reiches. + Der spätere Papst Pius XII. wird am 13. Mai 1917 zum Bischof geweiht, und das wird ihn ein Leben lang prägen. + Papst Benedikt XV. hatte mit seinem Friedensappell vom 1. August 1917 keinen Erfolg.

nachdem der letzte König Manuel II. bereits 1910 zurückgetreten war. + Anti-katholische Kräfte und Freimaurer hatten die Macht übernommen. + Katholische Orden werden unterdrückt, die Jesuiten des Landes verwiesen, der Religionsunterricht verboten, der Kirche immense Reparationslasten aufgebürdet, Gotteshäuser beschlagnahmt und als Kasernen und Pferdeställe missbraucht. + Dennoch, es keimt Hoffnung:

  • Portugal hatte Gott vergessen,
  • aber Gott hat Portugal nicht vergessen. 

Dieses Zitat, diese Prophezeiung wird Papst Benedikt XV. zugeschrieben. Quelle: Aufsatz Ulrich Filler in Fatima Ruft, 1/2017 Nr. 236.

greift die Gottesmutter ein,

und das beileibe nicht das erste Mal, wie neunundfünfzig Jahre zuvor in Lourdes 1858 mit Bernadette Soubirous (damals 14 Jahre alt, in bitterarmer Familie aufgewachsen; Taufname okzitanisch Maria Bernada Sobeirons. + Auch dieses Mal bittet sie die Schwachen und Kleinen dieser Welt, nicht die Starken und Reichen, für die Welt zu beten, Buße zu tun, täglich den Rosenkranz zu beten.   

Situation 21. Jahrhundert

Über 6,3 Millionen Pilger in 2019 mit mehr als 10.000 Feierlichkeiten der offiziellen oder privaten Programms der Wallfahrtsstätte von Fatima. Neben den Einzelpilgern 4.384 Pilgergruppen – davon 65% nichtportugiesisch. Der Zustrom aus Asien nimmt zu. In 2020, dem ersten Pandemiejahr, versiegte der Strom der Pilger dramatisch. In 2021 hat sich die Situation zum Positiven verändert.

Fatima am 13. Mai 1917. Wie immer hütet die knapp 10jährige Lucia dos Santos (geb. 22.03.1907) mit ihrer zwei Jahre jüngeren Cousine Jacinta  (geb. 11.03.1910) und deren Bruder Francisco Marto (geb. 11.06.1908) die Schafe der Familien aus dem Weiler Aljustrel auf einem nahe gelegenen Feld, der Cova de Iria in Fatima, einem Dorf mit 2.700 Einwohnern.

Eigenes Foto, 2011. Marienstatue in der Kathedrale.

„Über einer Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne“, so Lucia, die Älteste.

Habt keine Angst. Ich tue euch nichts Böses.“ Lucia:“Woher kommen Sie?“ Die Erscheinung weiter: „Ich bin vom Himmel.“ – „Komme ich auch in den Himmel?“ – „Ja.“ – „Und Jacinta?“ – „Auch“. – „Und Francisco?“- „Auch, aber er muss noch viele Rosenkränze beten.“

Quelle: Betendes Gottes Volk. Rosenkranz-Sühnefeldzug um den Frieden der Welt. 2022/2. Sr. Lucia spricht über Fatima.

Insgesamt sechs Mal sehen die Kinder die Jungfrau, immer am 13. des jeweiligen Monats. Nicht jedoch im August des Jahres 1917. Der Bezirksvorsteher hatte die drei Kinder am 13. August entführt und gar über Nacht festgehalten, musste dann aber klein beigeben; seine Drohungen hatten nichts bewirkt. Die Kinder blieben bei ihrer Darstellung. Sechs Tage später zeigte sich die Jungfrau Maria fünfhundert Meter vom ursprünglichen Ort entfernt. Immer wieder bittet sie die Kinder, viel zu beten, vor allem den Rosenkranz zu Ehren Unserer Lieben Frau.

Ein Engel hatte die Marienerscheinungen dreimal in den Jahren 1915 und 1916 vorbereitet: während sie die Schafe in der Nähe ihrer Elternhäuser hüteten, in der sommerlichen Mittagshitze im Garten von Lucias Elternhaus. „Habt keine Angst, ich bin der Engel des Friedens!“ Mit diesem biblischen Gruß leitete der Engel ein sodann gemeinsam gesprochenes Gebet ein.

Unsere liebe Frau vom Rosenkranz:

„Betet täglich den Rosenkranz um den Frieden in der Welt„

Eigenes Foto, 2011, im Rahmen des Caminho Portugues Central.

Denkmal in der Stadt mit den drei Seherkindern Lucia de los Santos, Francisco Marto und seiner Schwester Jacinta.

3. Oktober 1917. Man spricht von 70.000 Menschen, die auf dem Feld ausharren. 

Die Dame in Weiß sagt den Kindern:

  • „Man soll hier eine Kapelle zu meiner Ehre bauen. 
  • Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz.“

Und weiter im Verlauf der Erscheinungen:

  • „Habt keine Angst!“-
  • „Betet täglich den Rosenkranz um den Frieden in der Welt.“
  • „Ich bin gekommen, die Gläubigen zu bitten, ihr Leben zu verändern.
  • Die Menschen sollen Gott nicht länger beleidigen, der schon so viel beleidigt wurde.“
  • „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

Die Gottesmutter Maria lehrt die Kinder darüber hinaus folgendes Gebet, das auch in den Rosenkranzgebeten vieler Gläubiger Eingang gefunden hat:  

  • „O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle,
  • führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“ 

DAS SONNENWUNDER

Das Versprechen, keinem davon zu erzählen, konnte Jacinta, die Jüngste, nicht halten. + Im Laufe der Monate schwoll die Menschmenge derart an, die Anteil haben will an den Erscheinungen, dass die Dame, die Gottesmutter Maria, daraufhin für den 13. Oktober 1917 ein Wunder ankündigt:

70.000 Menschen bestaunten ein Sonnenwunder. + Die Sonne glich einer Silberscheibe und sie drehte sich wie ein Feuerrad, schien zu tanzen und zickzack auf die Erde zuzurasen und wieder an den Himmel zurückzukehren. + Ein unwirkliches Licht durchströmte den Himmel. Blinde wurden davon geheilt, so mehrere Anwesende.

Kopie einer Seite aus „Ilustração Portuguesa“ vom 29. Oktober 1917: Die Menge betrachtet das Sonnenwunder während der Fátima-Erscheinung am 13. Oktober 1917 + Foto folgt.

Der Dichter Alfonso Lopes Vieira (1878-1946),

der das Wunder in ca. 40 km Entfernung von seinem Haus beobachtete, notierte:

  • „An jenem 13. Oktober 1917 war ich wie verzaubert von einem bemerkenswerten Schauspiel am Himmel,
  • das ich von meiner Veranda aus verfolgte.
  • Nie zuvor hatte ich Ähnliches erlebt.
  • Die Voraussagen der Kinder war mir in diesem Augenblick nicht gegenwärtig.“ *)

Ein Ti Marto berichtete:

  • „Wir konnten, ohne geblendet zu werden, in die Sonne schauen.
  • Sie schien auf und ab zu flackern,
  • sie schoß Strahlen in verschiedene Richtungen
  • und tauchte alles in verschiedene Farben (…)
  • die Bäume, die Menschen, die Luft und die Erde.
  • Was das Erataunlichste war, die Sonne tat den Augen nicht weh.
  • Stille ruhte über der ganzen Szene. Alle schauten in die Höhe.
  • Mit einem Male schien die Sonne still zu stehen,
  • dann begann sie zu tanzen, dass es schien,
  • als löse sie sich vom Himmel und stürze auf uns.
  • Es war ein schrecklicher Augenblick.“ *)

Bericht von Prof. Jose Maria de Proenca de Almeida Garrett vom 18.12.1917,

  • „Ich war Zeuge von einem der größten Wunder.“
  • Vgl. auch Webseite „Buchempfehlung“: Wie zur Mittagszeit die Sonne tanzte: Verlinkung später.
  • Der Bischof von Leiria verkündete am 13. Mai 1930 die Glaubwürdigkeit der Erscheinung.

*) Text entnommen FATIMA RUFT- Ausgabe 3/2016 Nr. 324 (www.fatima-aktion.de).

Heiligsprechung am 13. Mai 2017

Die beiden Jüngsten sind sehr früh gestorben: Francisco knapp 11-jährig am 4. April 1919 und Jacinta, keine 10 Jahre alt, am 20. Februar 1920 (Spanische Grippe), offensichtlich voller Vorfreude auf den Himmel. + Die katholische Kirche gedenkt ihrer am 20. Februar eines jeden Jahres. + Bei der Öffnung des Sarges der kleinen Jacinata am 12. September 1935 fand man ihren Leichnam unversehrt vor. + Die sterblichen Überreste von Franciso konnten kanonisch erst am 17. Februar 1952 identifiziert werden.

Eigenes Foto, 2011. Grabplatten.

Lucia, Francisco und Jacinta. Freigegebenes Wikimediafoto.  (Bitte anklicken)

Papst Johannes Paul II. sprach beide am 13. Mai 2000 in Fatima selig.

Siebzehn Jahre später  – im Rahmen einer großen Feier zum 100sten Gedenktag vor Hundertausenden Pilgern in Fatima auf dem großen Vorplatz – wurden die beiden Geschwister von Papst Franziskus 1 letztlich heiliggesprochen. Presse, Funk und Fernsehen berichteten darüber, auch in Deutschland. + Anmerkung: Beim Seligsprechungs- und beim Heiligsprechungsverfahren für die Hirtenkinder hatten die Erscheinungen selbst keine ausschlaggebende Rolle gespielt. Die Kirche fällt ein Urteil über die Tugendhaftigkeit der Kinder, nicht über ihre freie Begnadung.

Eigenes Foto,2020. Kapelle in Hagstedt bei Visbek.

Lucias Vision von der Heiligsten Dreifaltigkeit.

Lucia starb knapp 98-jährig

am 13. Februar 2005 im Karmel von Coimbra.

Als Nonne trug sie den Namen Maria vom Unbefleckten Herzen. Der Tag ihres Begräbnisses – 15. Februar 2005 – wurde in Portugal zum nationalen Trauertag erklärt. + Papst Benedikt XVI. setzte an ihrem dritten Todestag 2008 das Seligsprechungsverfahren ein, unabhängig vom geltenden Kirchenrecht, wonach dieses erst nach Ablauf von frühestens fünf Jahre nach dem Tod der betreffenden Person eröffnet werden darf. + Die Reliquien der drei befinden sich in der Basilika Unserer Lieben Frau von Fatima.

Zwischenzeitlich wirkte Lucia auch als Nonne im spanischen Pontevedra resp. in Tui, der Grenzstadt zu Portugal. Dort hatte sie eine Vision der Heiligsten Dreifaltigkeit; festgehalten als Reproduktion in der Kapelle der vereinten Herzen Jesu und Mariä in Hagstedt bei Vechta/Visbek.

Fotos aus 2011: Reihe 1: An dieser Stelle erschien die Jungfrau Maria den Kindern. Heute das Sanctuarium mit Kapelle. + Statue der Jungfrau Maria mit der typischen Krone auf dem Haupt. + Reihe 2: Gläubige vor dem Sanctuarium während der Heiligen Messe. + Pilger auf ihrem Weg auf den Knien zum Sanctuarium. + Reihe 3: Kreuzweg außerhalb des Sanctuariums. + Reihe 4: Kreuzwegstationen; auf den Spuren des täglichen Weges der Kinder.    

Die Botschaft von Fatima

Das Besondere an den Marienerscheinungen ist die Botschaft, die die Dame in Weiß den Kindern am 13. Juli 1917 überbrachte. Sie besteht aus drei Geheimnissen respektive Prophetien.

Die ersten beiden Geheimnisse thematisieren, neben der Beschreibung der Hölle, den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Bekehrung des kommunistischen Russlands. + Sie verlangt dafür die Weihe Russland an „mein unbeflecktes Herz“ und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats. +

Wenn nicht, wird Russland weiterhin seine Irrlehren über die Welt verbreiten, Krieg und Kirchenverfolgung heraufbeschwören. + Die Guten werden leiden müssen, der Heilige Vater wird viel zu erdulden haben, ganze Nationen werden vernichtet werden. + Am Ende jedoch wird mein Unbeflecktes Herz einen Triumph erleben. +

Der Heilige Vater wird mir das bekehrte Russland weihen. (Anm.: Was aber nie in dieser prominenten Diktion aus Rücksicht auf Russland resp. die Sowjetunion erfolgt ist) + Die Welt wird eine Zeit des Friedens erleben.

Statue von Papst Johannes Paul II.

Die dritte Prophetie bezieht letztlich Papst Johannes Paul II. auf sich. Bekanntlich wurde auf ihn am 13. Mai 1981 ein Attentat verübt, das er, so sein expliziter Glaube, nur durch den Beistand der Gottesmutter Maria überlebt hat.

Inwieweit das Dritte Geheimnis als erfüllt betrachtet werden kann,

ist nach wie vor strittig.

Der Vatikan hat lt. Radio Vatikan (21.05.2016) unmissverständlich deklamiert, dass es komplett veröffentlicht sei. + Fachleute und Kleriker wie Bischof Kurt Krenn von St. Pölten + Kurienkardinal Tarcisio Bertone und ein Freund Kardinal Ratzingers namens + Ingo Dollinger formulieren vorsichtiger, gar abweisend.

  • Joseph Kardinal Ratzinger, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, veröffentlichte am 26. Juni 2000 auf Wunsch von Johannes Paul II. vor der internationale Presse in Rom seinen Kommentar zum Inhalt des Dritten Geheimnisses.
  • Papst Wojtyla habe sich im „weißgekleideten Bischof“, der getötet werde, wiedererkannt.
  • Der genaue Wortlaut der Pressekonferenz ist nachzulesen in den aufgeführten Büchern des Weltapostolats und der Schwester Lucia.
  • Das dritte Geheimnis war vom Staatssekretär des Papstes, Angelo Kardinal Sodano, 
  • am13. Mai 2000 in Fatima bekanntgegeben worden.
  • Johannes Paul II. hatte zuvor den damaligen Sekretär der Glaubenskongregation,
  • Kurienerzbischof Tarcisio Bertone, zu Schwester Lucia geschickt.
  • Die damals 93jährige Ordensfrau habe diese Auslegung des Papstes bestätigt.  
  • Zurück zum oben erwähnten Bischof Krenn von St. Pölten.
  • Danach soll  Kardinal Ratzinger die Interpretation von Johannes Paul II., die Vision auf sich zu beziehen, nicht teilen.
  • Tatsächlich äußerte sich Papst Benedikt XVI. 2010 bei seiner Portugal-Reise sehr zurückhaltend und
  • ließ die Möglichkeit offen, daß  sich die Prophezeiung noch nicht erfüllt
  • oder jedenfalls nicht vollständig erfüllt habe.
  • Im Interview für Radio 1 sagte Kardinal Bertone im Mai 2010:
  • “Das Dritte Geheimnis von Fatima hat sich zum Teil in der Beschreibung erfüllt, die Schwester Lucia gab.
  • Doch wie damals Kardinal Ratzinger erklärte, wird das Unbefleckte Herz Marias siegen.
  • Es gilt die Hoffnung zu pflegen und nicht ängstlich oder panisch zu sein.“
  • 17. Mai 2016: (Rom) Ein guter Freund des emeritierten Papstes Benedikt XVI., der katholische Priester Ingo Dollinger,
  • bestätigte gegenüber der bekannten deutsch-amerikanischen Katholikin Maike Hickson,
  • dass im Jahr 2000 vom Heiligen Stuhl nicht das vollständige Dritte Geheimnis von Fatima veröffentlicht wurde.
  • Unterdessen berichten mehr als hundert Gläubige,
  • vor wenigen Tagen in Fatima Zeugen eines neuen Sonnenwunders geworden zu sein
  • (…),  von dem der örtliche Pfarrer allerdings nichts wissen will, und
  • ich füge hinzu: wie Anno 1917 anfangs der portugiesische Klerus und
  • lange Zeit die portugiesischen Politiker, der Bürgermeister, die Journalisten
  • das Sonnenwunder in Abrede gestellt haben.

Die Päpste und Fatima

Papst Franziskus warnte vor Auswüchsen der Marienfrömmigkeit

Alle Anno Domini 1917 nachfolgenden Päpste (Benedikt XV.(1914-1922); Pius XI. (1922-1939); Pius XII. (1939-1958); Johannes XXIII. (1958-1963); Paul VI. (1963-1978); Johannes Paul I. (33 Tage in 1978); Johannes Paul II. (1978-2005); Benedikt XVI. (2005-2013) fühlten sich – mehr oder weniger stark ausgeprägt – zu diesem Ort hingezogen: zur Botschaft, zum Wunder von Fatima. *)

  • „Die Botschaft von Fatima ist das stärkste Eingreifen Gottes durch Maria in der Geschichte der Kirche und Menschheit seit dem Tod der Apostel“,
  • so der von mir sehr geschätzte Papst Pius XII. 
  • Papst Paul VI. schien skeptisch gewesen zu sein.
  • So verweigerte er auch das persönliche Gespräch mit Lucia,
  • verwies sie bei seinem Kurzbesuch in Fatima auf den örtlichen Bischof.
  • Papst Johannes Paul II. war dreimal in Fatima;
  • unnötig über seine hehren Beweggründe und seine Nähe zu Maria zu sprechen.
  • Papst Johannes XXIII. hatte Fatima am 13. Mai 1956 als Kardinal Angelo Guiseppe Roncalli besucht.
  • Es existiert ein Foto; s.u.
  • Wenngleich Papst Benedikt sehr christuszentriert predigte,
  • so rückte er doch die von der Jungfrau Maria geäußerten Geheimnisse in den Vordergrund:
  • sie seien nicht in den Archiven verschwunden,
  • die größte Verfolgung der Kirche käme nicht von außen,
  • sondern von innen, durch die Sünde:
  • „Wo ist dein Bruder Abel? Das Blut Abels schreit vom Ackerboden.“
  • Nachdrücklich empfahl der Papst das Rosenkranzgebet.
  • Papst Franziskus warnte die Gläubigen am 13. Mai 2017 im Rahmen der Heiligsprechung von Jacinta und Francisco
  • vor den Auswüchsen der Marienfrömmigkeit.
  • Anm.: Irgendwie auch typisch für den Pontifex, der, sorry, sich offensichtlich eben niemals als „Pontifex maximus“ verstanden wissen wollte, nämlich als „Brückenbauer“ vermittelnd auf die diversen katholischen Gruppierungen einzugehen und nicht wie geschehen, zum Beispiel Priester und Gläubige der Alten Messe (Missa Tridentina; überlieferte heilige Messe aller Zeiten), zu beschimpfen; vgl. seine Biografie aus 2025 „Hoffe“, Seiten 263 ff..

*) inwieweit die Päpste Franziskus (2013-2025) und Leo XIV. (ab 2025) sich wirklich von Fatima angezogen fühlen, vermag ich abschließend noch nicht (Stand 10.26) einzuschätzen.

Der Ort Fatima

Fatima beherbergt heute 11.500 Einwohner, liegt etwa 130 Kilometer nördlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon an der A 1. Das von den Mauren vormals beherrschte Gebiet wurde Anno Domini 1147 von den christlichen Portugiesen rückerobert. Der Name Fatima erinnert zunächst an die Lieblingstochter von Mohammed.

Einer alten Legende gemäß ließ sich Fatima, die schöne Tochter eines maurischen Fürsten, im 12. Jahrhundert taufen. Sie hatte sich in einen christlichen Ritter verliebt. Sie soll dort auch begraben sein.

Kardinal Angelo Guiseppe Roncalli, der spätere Konzilspapst Johannes XXIII., weilte am 13. Mai 1956 in Fatima. 

Angelo Guiseppe Roncalli: Geboren am 25. November 1881. + Priesterweihe am 10. August 1904 in Rom. + 1925 Bischofsweihe daselbst. + Kardinal und Patriarch von Venedig seit 1953; zuvor ab 1934 Apostolischer Delegat in der Türkei und Griechenland und Nuntius ab 1944 in Frankreich. + Als Pontifex maximus und Nachfolger von Papst Pius XII. nannte er sich Johannes XXIII. und amtierte vom 28.10.1958 bis 3.06.1963. + Er berief am 11. Oktober 1962 das Zweite Vatikanische Konzil ein. + Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. am 3. September 2000 und Heiligsprechung am 27. April 2014 durch Papst Franziskus.  

Heute (vor Corona) kommen jährlich mehr als vier Millionen Pilger nach Fatima. + Für Gläubige ist der Besuch ein Ereignis, das ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Wohl war. + Nicht-Gläubige werden, wenn sie die Geschehnisse vorurteilslos beobachten, beurteilen, erstaunt sein, welche große Anziehungskraft das Wunder von Fatima auf Menschen haben kann.

Ergänzung 2019. Es kamen über 6,3 Millionen Pilger. + In 2025: 6,5 Mio. + Durchschnittlich etwa 17.800 pro Tag.

Lebenswende in Fatima

Die Zeitschrift „FATIMA RUFT“ berichtet in ihrer Ausgabe Nr. 228 – 01.2015 auf Seite 9 vom ehemaligen spanischen Topmodel Olalla Oliveros (eine bildschöne Frau), bekannt von TV-Spots, der Kellogg`s Werbung, von spanischen Serien und Kinofilmen.

Fatima-Aktion „Fatima ruft“

Bei ihrem Besuch in Fatima vor vier Jahren macht sie eine tiefe spirituelle Erfahrung vor dem Fatima-Schrein. Ein regelrechtes Erdbeben habe in ihr stattgefunden. Sie lässt infolgedessen ihre bisherige Welt hinter sich, wird Nonne in Madrid, wo sie als Schwester Olalla del Si de Maria des jungen Schwesternordens des hl. Erzengels Michael alte Menschen betreut.

Foto aus obiger Zeitschrift.

Berührend die Lebensgeschichte von Paul Claudel,

dem berühmten französischen Schriftsteller und Diplomat (1868-1955). Als 19-jähriger Dichter, mittlerweile dem Katholizismus entfremdet, ließ er sich am 25. Dezember 1886 von der weihnachtlichen Vesper in der Pariser Kathedrale Notre Dame anrühren. Das Magnifikat war es. + Mehr darüber können Sie lesen in der Ausgabe Nr. 235, 4.2016.  

Wer mehr über diese Zeitschrift wissen möchte, sie wird ¼-jährlich kostenlos abgegeben, wende sich bitte an den Herausgeber der FATIMA-Aktion, Hauptstraße 22, 88353 Kisslegg-Immenried. +   http://www.fatima-aktion.de

US-Präsident Ronald Reagan 1985 über die Hirtenkinder von Fatima

„Einfache Menschen wie die Hirtenkinder von Fatima haben mehr Macht als alle großen Armeen und Staatsmänner der Welt.“

Die Rede des amerikanischen Präsidenten am 9. Mai 1985 in Portugal hatte es in sich. + Nur wenige Tage vor dem Gedenktag der Marienerscheinung vom 13. Mai 1917 nutzte er das Forum des portugiesischen Parlaments, der Assembleia Republica im Palacio de Sao Bento, in seiner Rede voller Bewunderung die tiefe Verbindung von Papst Johannes Pauls II. mit den Hirtenkindern von Fatima zu thematisieren.

Der betreffende englischsprachige Passus mit der deutschen Übersetzung (von katholisches.info)

Vgl. Auch die Webseiten: www.presidency.ucsb.edu/ws/?pid=38605   resp. www.fatimaperspectives.com/oc/perspective1009.asp: „The Gipper and Fatima“

  • “No one has done more to remind the world of the truth of human dignity, as well as the truth that peace and justice begins with each of us,
  • than the special man who came to Portugal a few years ago after a terrible attempt on his life.
  • He came here to Fatima, the site of your great religious shrine,
  • to fulfill his special devotion to Mary, to plead for forgiveness and compassion among men,
  • to pray for peace and the recognition of human dignity throughout the world.”
  • „Niemand hat mehr getan, um die Welt an die Wahrheit von der Würde des Menschen zu erinnern, ebenso wie an die Tatsache, dass der Frieden und die Gerechtigkeit bei jedem von uns beginnen,
  • als jener besondere Mann (Anmerkung: Papst Johannes Paul II.) , der vor ein paar Jahren nach Portugal gekommen ist, nachdem er ein schreckliches Attentat erlitten hatte.
  • Er kam hierher, nach Fatima, Sitz Eures großen Heiligtums,
  • bewegt von seiner besonderen Verehrung für Maria, um für Vergebung und Mitleid zwischen den Menschen zu bitten und
  • um für den Frieden und für die Anerkennung der Menschenwürde in der Welt zu beten.“

“When I met Pope John Paul II a year ago in Alaska, I thanked him for his life and his apostolate. And I dared to suggest to him the example of men like himself and in the prayers of simple people everywhere,

  • simple people like the children of Fatima, there resides more power
  • than in all the great armies and statesmen of the world.”

„Als ich Papst Johannes Paul II. im vergangenen Jahr in Alaska begegnet bin, habe ich ihm für sein Leben und für sein Apostolat gedankt. Ich habe gewagt, anzudeuten, dass das Vorbild von Männern wie ihm und die Gebete von einfachen Menschen auf der ganzen Welt,

  • einfache Menschen wie die Hirtenkinder von Fatima, mehr Macht haben,
  • als alle großen Armeen und Staatsmänner der Welt.“

Im weiteren Verlauf seiner Rede sagte der Präsident in etwa, dass die unveräußerlichen Rechte von jemand kämen, der größer sei als wir, sie gründeten im Transzendenten.

Ronald Reagan sah Papst Johannes Paul II. nicht von ungefähr als genuinen Partner im Kampf gegen den Kommunismus; und insoweit erinnern wir uns an die Gottesmutter Maria, die die Hirtenkinder aufgefordert hatte, für das kommunistische Russland zu beten.   

Konrad Adenauers enge Verbindung zu Fatima

Mitglied in der „Blauen Armee Mariens“, dem deutschen Zweig der internationalen Fatima-Organisation.

Der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer (5. Januar 1876 bis 19. April 1967) war ein praktizierender Katholik. Zusammen mit den gleichermaßen tiefgläubigen Politikern Robert Schuman (Außenminister Frankreichs) und Alcide de Gasperi (italienischer Ministerpräsident) zählte er zu den Architekten eines christlich-jüdisch geprägten Nachkriegseuropas; später gesellte sich dann der französische Präsident Charles de Gaulle hinzu, ebenfalls praktizierender Katholik.

Dass Konrad Adenauer ein großer Marienverehrer war, wusste ich nicht; so beschrieben in dem 2015 herausgekommenen Buch von Dorothea und Wolfgang Koch über Konrad Adenauer – Der Katholik und sein Europa. + Adenauer pflegte er eine große Nähe zu mehreren deutschen Marienwallfahrtsorten.

FATIMA-WELTAPOSTOLAT.  Der Hauptsitz liegt in Fatima, gegründet 1947 in den USA. Das Apostolat ist eine der größten Laienbewegungen mit päpstlichen Recht, in über 120 Ändern vertreten und 22 Mio. Betern. Eines der größten Sekretariate befindet sich in Süd-Korea. Das deutsche Apostolat umfasst gut 7.000 Beter.

Belegt wird Adenauers Bezug zu Fatima durch seine Mitgliedschaft

in der „Blauen Armee Mariens“, dem deutschen Zweig einer internationalen Fatima-Organisation,

die 1947 von dem US-amerikanischen Laien John M. Haffert und dem Geistlichen Prälat Harold V. Colgan gegründet und 1951 durch Pfarrer Andreas Johannes Fuhrs (geb. 1967) in Deutschland eingeführt wurde. + Pfarrers Fuhs` Buch Fatima und der Friede in Adenauers Rhöndorfer Privatbibliothek enthält als handschriftliche Widmung des Verfassers:

  • „Dem Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer in dankbarem Gedenken an die Überreichung des 1. Friedenspreises der Blauen Armee Mariens am 30. Mai 1954.“

Der Bundeskanzler besaß weiterhin auch eine „Wunderbare Medaille“, sie lag auf seinem Arbeitstisch, die auf die Marienerscheinungen der Novizin Catharine Laboure (1808-1876) aus dem Mutterhaus der Vinzentinerinnen in Paris zurückgeht. + Nicht zu vergessen auch Adenauers Nähe zur hl. Bernadette Soubirous aus Lourdes. In seiner Privatbibliothek befindet sich jedenfalls der Roman „Das Lied von Bernadette“ des deutsch-jüdischen Schriftstellers Franz Werfel (1890-1945). Ein sehr berührender Roman, geschrieben aus Dankbarkeit seiner Rettung vor den Nazischergen.

Quelle: Konrad Adenauer, Der Katholik und sein Europa.Dorothea und Wolfgang Koch, 2. Auflage 2015, Fe-Medienverlag, Kißlegg.

Kloster Batalha

Nahe der Ortschaft Fatima befindet sich in Batalha das aus dem 14.- 16. Jahrhundert stammende Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitoria; 1983 von der UNESCO als Weltkulturerbe deklariert. Der Besuch lohnt allemal. + Nach der Schlacht von Aljabarrota 1385, in der Portugal das Königreich Kastilien besiegte, ließ König Joao das Kloster erbauen, das er dem Dominikanerorden im Falles eines Sieges versprochen hatte. + Zweihundert Jahre dauerte letztlich der Bau eines der großartigsten gotischen Bauwerke der iberischen Halbinsel.

Fatima-Prozession und und -Messe in St. Marien, Bremen 2015

Seit achtundzwanzig Jahren gibt es die Fatima-Prozession in Bremen. Immer unter maßgeblicher Beteiligung polnischer und portugiesischer Katholiken. + Nachstehend einige Impressionen vom 17. Mai 2015. + Zur Prozession am 14. Mai 2017 (100 Jahre Fatima, 30 Jahre Fatima-Prozession in Bremen) mit Weihbischof Dr. Kettmann in Kürze mehr. + Soviel kann ich schon sagen: Das Gotteshaus war übervoll mit Gläubigen aller Nationalitäten, vor allem portugiesischer und polnischer Herkunft. Mit einem Wort: beeindruckend. 

Fatima Weltapostolat Bremen

Das Fatima-Weltapostolat ist eine „Internationale Vereinigung päpstlichen Rechts“. In Bremen werden die betreffenden Fatimatage einmal monatlich in St. Marien gefeiert, jeweils montags in diesem Jahr 2017 am 14. September, 12. Oktober, 9. November und 7. Dezember. Der Messe um 16:00 Uhr ist der obligatorische Rosenkranz um 15:00 Uhr vorgeschaltet. Wer mehr wissen will, der schlage die Website www.fatima-nord.de auf. (nicht mehr erreichbar)

STATUE „UNSERER LIEBEN FRAU VON FATIMA“

in Deutschland. Bericht in der „Tagespost“, 5. August 2021, S. 12. „Wir bringen die Fatima-Botschaft in die Gemeinden“. Näheres unter Tel.: 0661.63859. + Möglicherweise obsolet: Stand 10.26

Das Ave von Fatima + Fatima-Gebete.

1. Am dreizehnten Maien im Tal der Iria  vom Himmel erscheinet die Jungfrau Maria.

2. Die Mutter des Heilands im strahlenden Licht begnadet drei Hirten mit hehrem Gesicht.

3. Erst halten für Blitz sie den blenden Schein, sie sammeln die Herde und wenden sich heim.

4. Doch spricht aus der Eiche so freundlich und gut die Jungfrau. Da fassen die Ängstlichen Mut.

5. Sie fragen: „Wie heißest du, Schönst der Frau`n?“ „Ich komme vom Himmel, ihr dürft mir vertrau`n.“

6. Ein Rosenkranz zieret, wie Perlen von Licht, die Hände der Frau, die so liebevoll spricht.

7. Sie mahnet die Kinder: „O betet ihn gern! So haltet die Sünde und Strafe ihr fern.“

8. „Tut Buße und sühnet, was Böses geschah`n! So wird auch die Drangsal der Kriege vergeh`n.“

9. Ja, lehre und führ` uns, wir folgen dir gern, Du Gütige, Milde, Du Mutter des Herrn!“

A Treze de Maio – Ave de Fatima

Refrão: Ave, Ave, Ave Maria! Ave, Ave, Ave Maria!

1. A treze de Maio, na Cova da Iria; Apareceu brilhando, a Virgem Maria.
2. A Virgem Maria, cercada de luz; Nossa Mãe bendita e Mãe de Jesus.
3. C`os males da guerra, o mundo sofria; Portugal ferido, sangrava e gemia.
4. Foi aos Pastorinhos, que a virgem falou; desde então nas almas, nova luz brilhou.
5. Com doces palavras, mandou-nos rezar; a Virgem Maria, para nos salvar.
6. Achou logo a Pátria, remédio ao seu mal; e a Virgem bendita, salvou Portugal!.
7. Mas jamais esqueçam, nossos corações; que nos fez a Virgem, determinações..
8. Falou contra o luxo, contra o impudor; de imodestas modas, de uso pecador..
9. Disse que a pureza , agrada a jesus; disse que a luxuria, ao fogo conduz..
10. A treze de Outubro, foi o seu adeus, E a Virgem Maria, voltou para os Céus..“

das auch im Rahmen des Rosenkranzes gesprochen wird.

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.  

Gebet des Engels von Fatima

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die nicht an Dich glauben, Dich nicht anbeten, nicht auf Dich hoffen und Dich nicht lieben.

Gebet des Engels von Fatima

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und und Heiliger Geist! + Ich opfere Dir auf den kostenbaren Leib und das Blut die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Welt: zur Sühne für die Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. + Durch die unendlichen Verdienste seines Heiligsten Herzens und durch die des Unbefleckten Herzens Mariens erbitte ich von Dir die Bekehrung der armen Sünder. Amen. 

Quelle der drei Fatima-Gebete: PUR spezial FATIMA – Wo der Himmel die Erde berührt; redaktion@pur-magazin.de, Kisslegg. 

1 Nachtrag zum Papstbesuch: Franziskus am 13. Mai 2017 in Fatima

Ob die zu Hunderttausend und mehr gekommenen Pilger es wohl bemerkt haben? Papst Franziskus hat die Bitte der Gottesmutter Maria, die diese gegenüber den drei Hirtenkindern geäußert hatte,

  • nämlich für die Sünder zu beten, nicht thematisiert.
  • Warum auch?
  • Nach der Barmherzigkeitstheologie des Papstes – der sola misericordia, sehr nahe der Lehre Luthers –
  • kommt ein jeder in den Himmel.

Die allseits bekannte Bitte des Ave Maria

  • „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und der Stunde unseres Todes –
  • Sancta Maria, Mater Dei, ora pro nobis peccatoribus, nunc et hora mortis nostrae“
  • wäre  damit eigentlich obsolet geworden.

Getreu der Aussage von Lucia, der ältesten der drei, ließ die Gottesmutter die Kinder während der dritten Erscheinung am 13. Juli 1917 in die „Hölle“ blicken. Sie sahen offensichtlich Schreckliches. Schade, dass Franziskus dazu nicht Stellung genommen hat.

Das Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus hat in seiner Ausgabe Nr. 287 – Juli 2017 zur Deutung des Geschehens in Fatima einen interessanten Beitrag gebracht.

  • Der Fall Israels und seine Rettung, wie im Alten Testament beschrieben,  
  • wird mit dem Aufruf Mariens des Jahres 1917 verglichen: 
  • Gott nicht mehr beleidigen, sondern umkehren,
  • sich zu Gott und Jesus Christus bekennen, Buße tun, für den Frieden beten.
  • So wie Christus für uns Sühne geleistet hat, sollen auch wir durch unsere Opfer Sühne leisten für die Sünder.
  • Eines der bekanntesten Fatima-Gebete lautet daher nicht von ungefähr:
  • „Oh, mein Jesus, verzeih` uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen“ –
  • ein wichtiger Bestandteil des Rosenkranzgebetes.   

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

Gedenktag am 7. Oktober

  • Zitat: Eines Tages wird die Muttergottes durch den Rosenkranz und das Skapulier die Welt erlösen.
  • ~Hl. Dominikus.
  • Niemand, der täglich den Rosenkranz betet, wird jemals irregeführt werden.
  • Dies ist eine Aussage, die ich mit meinem Blut unterschreiben würde. ~Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort.
  • Von allen Gebeten ist der Rosenkranz das schönste und reichste an Gnaden…
  • Liebt den Rosenkranz und betet ihn täglich andächtig.
  • ~Hl. Pius X.
  • Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Ein wunderbares Gebet!
  • Wunderbar in seiner Einfachheit und seiner Tiefe. ~Hl. Johannes Paul II.
  • Der Rosenkranz ist ein unschätzbarer, von Gott inspirierter Schatz.
  • ~Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort.
  • Der Rosenkranz ist die erhabenste Form des Gebets und
  • das wirksamste Mittel, das ewige Leben zu erlangen.
  • Er ist das Heilmittel für all unser Übel, die Wurzel all unserer Segnungen.
  • Es gibt keine bessere Art zu beten. ~Papst Leo XIII.

Geschichte des Rosenkranzfestes

vollständig übernommen von obiger Plattform (07-10-26) in deutscher Übersetzung

Reflexion: Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte die Albigenserlehre in Südfrankreich ihre Blütezeit. Die Albigenser waren christliche Dualisten, die glaubten, der Gott des Alten Testaments sei der Ursprung der materiellen Welt, die böse sei, und der Gott des Neuen Testaments der Ursprung der geistigen Welt, die gut sei. Sie lehnten die Sakramente ab und propagierten extreme Askese, um die materielle Welt zu verleugnen.

  • Im Jahr 1203 reiste der heilige Dominikus auf einer diplomatischen Mission durch Südfrankreich, als er auf diese schwerwiegende Irrlehre stieß.
  • In den folgenden zwei Jahrzehnten widmete er sich mit ganzem Herzen der Bekämpfung dieser Lehre durch Predigten und Debatten.
  • Der Legende nach zog er sich, frustriert über die Schwierigkeiten seiner Mission, für einige Tage zum Gebet und Fasten zurück, um die Muttergottes um Führung zu bitten.
  • Sie erschien ihm, gab ihm den Rosenkranz, offenbarte ihm die Geheimnisse, über die er in den fünfzehn Gesätzen meditieren sollte, und ermahnte ihn, die Geheimnisse zu predigen und die Gesätze als geistliche Waffe zu beten.
  • Das Wort „Rosenkranz“ stammt vom lateinischen „ rosarium “, was „Rosengarten“ bedeutet.
  • Jedes Ave Maria ist eine geistliche Rose; zusammen bilden sie den Rosengarten.
  • Der heilige Dominikus tat, wie die Muttergottes ihn angewiesen hatte, und war sehr erfolgreich in der Bekehrung der Irrlehrer.

Das heutige Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz hat seine Wurzeln in einem Fest namens Unserer Lieben Frau vom Siege, 1571.

  • Im späten 16. Jahrhundert expandierten die Muslime des Osmanischen Reiches
  • nach Südosteuropa und in den Mittelmeerraum.
  • 1571 schloss Papst Pius V., ein Dominikaner, die Heilige Liga,
  • ein Bündnis zwischen dem Kirchenstaat, Spanien, Venedig und mehreren kleineren christlichen Staaten,
  • um die (moslemisch-)osmanische Aggression zu stoppen.
  • Am 7. Oktober desselben Jahres stellte sich die Heilige Liga
  • der osmanischen Flotte im Mittelmeer entgegen,
  • und der Papst rief ganz Europa zum Rosenkranzgebet für den Sieg auf.
  • Der Sieg (gegen moslemischen Osmanen) wurde errungen.
  • Aus Dankbarkeit stiftete Papst Pius V. das Fest Unserer Lieben Frau vom Siege,
  • das jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wird.
  • Zwei Jahre später benannte Papst Gregor XIII. es in Fest des Heiligen Rosenkranzes um.
  • 1671 wurde das Fest auf ganz Spanien ausgedehnt,
  • und 1716, nach einem weiteren wichtigen Sieg über die Muslime,
  • wurde es auf die gesamte Kirche ausgedehnt.
  • 1913 verlegte Papst Pius X. den Termin vom ersten Sonntag im Oktober auf den 7. Oktober,
  • um die sonntägliche Feier beizubehalten.
  • Heute wird dieses Fest unter dem Namen „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“
  • als obligatorischer Gedenktag am 7. Oktober im römischen Kalender begangen.

Obwohl Krieg stets zutiefst bedauerlich ist und nach Möglichkeit vermieden werden sollte, ist die Verteidigung der eigenen Familie und Nation eine moralische Pflicht, wenn ein ungerechter Angreifer angreift. In diesem Fall ist das Gebet die stärkste Waffe im Kampf, und nach der Messe ist der Rosenkranz das wichtigste Gebet.

Neben dem Krieg zum Schutz der eigenen Nation zählt der Rosenkranz zu den wirkungsvollsten spirituellen Waffen im Kampf gegen alles Böse. Oftmals herrscht selbst in Zeiten des nationalen Friedens spirituelles Chaos. Dank der heutigen weltweiten Kommunikationsmittel sind wir uns der vielen spirituellen Übel, die Gesellschaften und Völker überall plagen, sehr wohl bewusst: Kriege, Korruption, unmoralisches Leben, maßlose Sünden, Mord, Diebstahl, Hassverbrechen, moralischer Verfall, Armut und vieles mehr. Anstatt diese Übel nur zu kritisieren und zu verurteilen, ist das Rosenkranzgebet für diese Anliegen der beste Weg, ihnen entgegenzuwirken.

Während wir dieses Fest zu Ehren des heiligen Rosenkranzes und der Muttergottes feiern, wollen wir unser Vertrauen in ihre Fürsprache erneuern und uns dabei dieser mächtigen geistlichen Waffe bedienen. Jedes Verbrechen, jeder Missbrauch, jede Grausamkeit, jeder Hass und jedes Übel jeglicher Art ist in erster Linie ein geistlicher Mangel. Es ist eine Sünde. Das beste Heilmittel gegen die Sünde ist die Reue. Der beste Weg, sündige Herzen zur Reue zu bewegen, ist das Gebet, und der Rosenkranz ist eine der wirkungsvollsten Formen des Gebets. Die Kirche hat den Rosenkranz durch die Jahrhunderte hindurch in ihren Päpsten, Bischöfen und Heiligen hochgehalten. Unzählige Heilige beteten täglich mit seinen Perlen und brachten der Muttergottes einen geistlichen Blumenstrauß dar, damit sie ihrerseits die Welt mit den geistlichen Rosen dieses Straußes überschütten konnte.

Gebet: Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, du hast dieses heilige Gebet dem heiligen Dominikus anvertraut und durch ihn der ganzen Welt. Du hörst die Gebete des Rosenkranzes stets und lässt uns immer Gottes Gnade empfangen. Bitte bete für mich, dass ich die Kraft des Rosenkranzes tiefer verstehe und meine Pflicht, ihn täglich zu beten, nie vernachlässige. Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für mich. Jesus, ich vertraue auf dich.

➲ Rosenkranz mit biblischen Texten (bitte anklicken)