Christen unter Beschuss: Bundesregierung bestreitet Sklaverei und Verfolgung von Christen im Sudan, beruft sich auf die UN + Deutscher Journalist spricht von bereits exekutiertem (christlichen) Glauben

Die Zeichen stehen auf Sturm. Der Katholizismus wankt bedenklich im Westen. Deutsche Bischöfe wenden sich dem Zeitgeist zu, vernachlässigen die Verkündigung der Frohen Botschaft Jesu Christi, zu der sie sich bei ihrer Bischofsweise verpflichtet haben, kümmern sich mehrheitlich nicht um die weltweite Christenverfolgung, relativieren sie gar, wie die UN und die Bundesregierung es tun. Kleriker der USA und Anhänger der überlieferten Messe aller Zeiten in Europa und den US-Staaten halten dagegen, verkünden das Wort Gottes.

In Ergänzung dazu die Arroganz von westlichen Journalisten, die für sich als Nachgeborene des vermeintlich „finsteren“ Mittelalters, als Menschen der Aufklärung *1 und der Französischen Revolution *2 , in Anspruch nehmen, alles rational begründen, alles Numinose*3 in Abrede stellen zu können, was ihnen ihre vermeintlich wissenschaftlich grundierten Erkenntnisse (in einer Art Quasi-Religiosität) vorgeben, eigentlich doch wissend, dass auch diese ihre Erkenntnisse zu falsifizieren wären, weil sowieso nur vorläufig, bis sie widerlegt werden.

*1) Aufklärung: 17./18. Jh.: Vernunft = Maßstab allen Handelns + * Französische Revolution: 1789-1799; sie hat im Zuge ihres radikalen Kultes der Vernunft die katholische Kirche vernichten, Frankreich ent-christianisieren wollen, letztlich zigtausend Kleriker, Ordensleute und Katholiken auf brutale Art und Weise töten, ermorden lassen + *3: Numinoses: Göttliches, Unfassbares

Christlicher Glaube bereits exekutiert

Bestes Beispiel Dirk Schümer (1962; Journalist) in der „Welt“ vom 18. September 2026, der lapidar in seinem Artikel „Ihr Abendländer habt nicht mehr viele Chancen – Die Angst vor Überfremdung und dem Ende der Zivilisation ist nicht das einzige Thema in Michel Houllebecqs neuem Buch „Der stets verlorene Kampf““ deklamiert, dass der (christliche) Glaube eigentlich bereits ja exekutiert sei. Dass Autoren des 5. Jahrhunderts wie Augustinus, Synesios (von Kyrene; Philosoph, Christ) oder Hieronymus (Kirchenvater; Übersetzer der Bibel) lamentierend sich ins christliche Jenseits weggeduckt hätten.

Einmal davon abgesehen, dass der berühmteste katholische Kirchenlehrer des Westens, Bischof Augustinus von Hippo (aus Nordafrika: einstmals christliches Kernland, bevor die moslemischen Berber kamen), auch heute noch an paganen Hochschulen als Philosoph gelehrt wird, so bemächtigt sich Dirk Schümer einer abschätzigen Tonalität, die der Bedeutung Augustinus` nun wirklich nicht gerecht wird.

Lebenssinn in einer immanenten Welt?

Ihm kommen gar nicht die Gedanken eines Prof. Meinhard Miegel (Soziologe; geb. 1939) in den Sinn, der auf Seite 162 in seinem Buch aus 2014 „Hybris – Die überforderte Gesellschaft“ konstatiert, dass sein Lebensentwurf (er meint den des a-religiösen Westens) eine fundamentale Schwäche habe: „Solange das Unbegrenzte transzendentes Ziel war, konnte es Lebenssinn vermitteln. In die immanente Welt verbracht, kann es Lebenssinn allenfalls simulieren. Denn welchen Sinn kann es für Menschen haben, im Grenzenlosen Ziele zu verfolgen, die sich bei jeder vermeintlichen Annäherung weiter entfernen?“ + Dirk Schümer wird auch keine Gedanken darüber verschwendet haben, warum nur ca. 15% der Weltöffentlichkeit sich als a-religiös betrachten resp. konfessionslos sind.

Woher kommt das Gute? – Woher kommt das Böse?

Da kommt mir P. Engelbert Recktenwald FSSP (Philosoph und katholischer Priester) in den Sinn, der in seinem aktuellsten Tagespost-Beitrag vom 27. August 2026 „Woher kommt das Gute?“ wie folgt argumentiert: Der Christ sei vom grundsätzlich Guten des Menschen überzeugt, weil von der Liebe des ewigen Gottes bestimmt; er frage sich aber, wie das Böse in die Welt komme. + Der Atheist hingegen stehe vor dem umgekehrten Problem: „Woher kommt das Gute? Wie kann der Mensch über seinen Schatten seiner Eigenliebe springen, wenn er das Ergebnis einer Evolution ist, in der das Gesetz des Stärkeren gilt?“+ Sodann zitiert Recktenwald Gottfried Benn (Dichter; 1886-1956): Ich habe mich oft gefragt und keine Antwort gefunden, woher das Sanfte und das Gute kommt; weiß es auch heute nicht und muss nun gehen.“

Man kann sich nur noch fremdschämen für eine von den C-Parteien dominierte Bundesregierung

Menschenrechtsorganisation CSI: Christian Solidarity International

Zitat Portal Christliches Forum, 15. September 2026, am Tag Sieben Schmerzen Mariens:

  • „Erkenntnissen über Zwangsarbeit oder Sklaverei im Sudan“ bzw.
  • danach, inwieweit Christen von dieser betroffen seien, mit einem saloppen Einzeiler:
  • „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.“
  • Fazit: Also keine Sklaverei von Christen und damit keine Christenverfolgung.

… in dem mit Abstand weltweit die meisten Christen ermordet werden – beruft sich die Bundesregierung – ähnlich wie im Falle Syriens – auf die verfassungsrechtlich gewährleistete Religionsfreiheit. + Dass Verfassungstheorie und gelebte Verfassungswirklichkeit definitiv nicht übereinstimmen, interessiert das christdemokratisch geführte Auswärtige Amt offenbar nicht.

Denn: In den nördlichen Bundesstaaten wurde die Scharia eingeführt – inklusive aller negativen Implikationen für Nicht-Muslime – mit Berufung auf exakt jene Religionsfreiheit, die Berlin als Gegenargument verwendet.

  • Die Bundesregierung stützt sich bei der Bewertung des „Konfliktes“ in Nigeria auf die UN.
  • Diese beschreibe die Lage dabei „überwiegend nicht als Religionskonflikt“,
  • sondern als „Zusammenwirken verschiedener Faktoren und Konfliktlinien,
  • wie Terrorismus, Banditentum, ethnischen Spannungen, Ressourcen- und Landkonflikten“.
  • Fazit: Berlin stellt sich also in die Reihe jener Staaten und Medien,
  • die in Nigeria einen „sozialen Konflikt“ zwischen „Bauern und Hirten“ sehen,
  • ohne die Religionen von Opfern und Tätern zu nennen.

wenn das Europäische Parlament zeitgleich explizit die Christenverfolgung in Nigeria verurteilt und damit anerkannt habe, dass der „religiöse Faktor“ durchaus eine größere Rolle spielt als bloßes Banditentum oder Landverteilungskämpfe?

  • Der Islamismus ist nicht bloßes Werkzeug,
  • sondern die Triebfeder der Angriffe in Nigeria.

Man verschließt offenbar aus wirtschaftlichen Gründen – wie offensichtlich aus Furcht und Angst vor den Führern und der Bevölkerung der islamischen Welt – die Augen der Wirklichkeit.