Pilgergebete und -lieder. Glaubensbekenntnis der Jakobspilger

Herr, Du lenkst unsere Schritte zum Grab des heiligen Jakobus, dem ersten Deiner Apostel, der den Glauben an Jesus Christus mit seinem Blut besiegelt hat. Nimm unser freudiges Bekenntnis dieses Glaubens an, den er uns verkündet hat.

Im Besonderen empfehle ich die Mariengebete. So thematisiert das Gebet „Schutzmantel-Madonna“ in wunderbare Weise Mariens besondere Stellung als unbefleckte und allzeit jungfräuliche Gottesmutter – der Naturl zum Staunen. – s.u.  

Glaubensbekenntnis der Jakobuspilger

Du hast den heiligen Jakobus am Seeufer in Galiläa berufen, alles zu verlassen und dir zu folgen: – Gib uns die Entschlossenheit, Deinem Anruf zu antworten. Du hast ihn die Verherrlichung auf dem Berge Tabor schauen und die Auferstehung bezeugen lassen: – Fülle unser Leben mit Licht und österlicher Freude. Du hast ihm verheißen, daß er als erster den Kelch des Leidens trinken werde: – Schenke uns die Kraft, Zeugen der Frohen Botschaft zu sein, die er verkündet hat. Du führst Menschen verschiedener Völker auf dem einen Pfad des Glaubens und der Liebe zu seinem Grab: – Gewähre uns das Gespür dafür, daß wir Brüder und Schwestern sind, wie wir es zum Ausdruck bringen, wenn wir sprechen: Nimm an, o Herr, die Bitten, die wir durch die Fürsprache des heiligen Jakobus an Dich richten, und laß uns durch die Pilgerfahrt zu seinem Grab, dem Zeichen christlicher Einheit, gemeinsam den Weg beschreiten, der zur ewigen Herrlichkeit führt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN. Quelle: Pilgergebete (derzeit nicht bekannt)

Gebete im Rahmen der Votivmesse für Pilger, Reisende und Flüchtlinge nach der überlieferten Messordnung 1962, der Messe aller Jahrhunderte

Altes Testament. Lesung aus der Genesis 28,10 – 22. 10. Jakob zog aus Beerscheba weg und ging nach Haran. 11 Er kam an einen bestimmten Ort und übernachtete dort, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dieses Ortes, legte ihn unter seinen Kopf und schlief dort ein. 12 Da hatte er einen Traum: Siehe, eine Treppe stand auf der Erde, ihre Spitze reichte bis zum Himmel. Und siehe: Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. 13 Und siehe, der HERR stand vor ihm und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. 14 Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich nach Westen und Osten, nach Norden und Süden ausbreiten und durch dich und deine Nachkommen werden alle Sippen der Erde Segen erlangen. 15 Siehe, ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir versprochen habe. 16 Jakob erwachte aus seinem Schlaf und sagte: Wirklich, der HERR ist an diesem Ort und ich wusste es nicht. 17 Er fürchtete sich und sagte: Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels. 18 Jakob stand früh am Morgen auf, nahm den Stein, den er unter seinen gelegt hatte, stellte ihn als Steinmal auf und goss Öl darauf. 19 Dann gab er dem Ort den Namen Bet-El – Haus Gottes -. Früher hieß die Stadt Lus. 20 Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich gehe, behütet, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, 21 wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters, dann wird der HERR für mich Gott sein 22 und dieser Stein, den ich als Steinmal aufgestellt habe, soll ein Gotteshaus werden. Von allem, was du mir gibst, will ich dir gewiss den zehnten Teil geben. AMEN. Quelle: Pilgergebete (derzeit nicht bekannt)

Neues Testament. Evangelium Matthäus 10, 7-14. In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 7 Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. 9 Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel! 10 Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. 11 Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. 12 Wenn ihr in ein Haus kommt, dann entbietet ihm den Gruß. 13 Wenn das Haus es wert ist, soll euer Friede bei ihm einkehren. Wenn das Haus es aber nicht wert ist, dann soll euer Friede zu euch zurückkehren. 14 Und wenn man euch nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, geht weg aus jenem Haus oder aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen! –

Bibel-Quellen für die Votivmesse: EÜ 2016 Deutsche Bischofskonferenz: https://www.bibleserver.com/Anmerkung: Ich bevorzuge ansonsten die Übersetzung von 1980, weil noch nicht so liberalisiert und noch nicht dem Zeitgeist angepasst. Gerne auch die Jerusalemer Bibel aus 1965. An sich müsdte es eine Übersetzung von vor 1962 sein. Zum Neuen Testament liegt mir diesbezüglich eine Übersetzung aus 1915 mit einer Aktualisierung aus 1936 vor.

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