Es brodelt in der Kirche. Es geht um ihre Existenz.

Heftige Attacke auf Papst Franziskus.

29.02.24. Zum zweiten Mal meldeten sich anonyme Verfasser, die aus hohen römischen Kirchenkreisen stammen sollen, attackieren den Papst; ihr Papier ist unterzeichnet mit „Demos II“, veröffentlicht in Italienisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Polnisch und Deutsch. Zunächst werden die Stärken von Franziskus herausgestellt, Zitat: „Verstärkte Betonung des Mitgefühls gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft“, im „Einsatz für die Armen und Ausgegrenzten, in der Sorge um die Bewahrung der Schöpfung und den daraus resultierenden Umweltfragen, aber auch in den Bemühungen, die Leidenden und Ausgegrenzten in ihrer Not zu begleiten“.

Dann der Hammer, anders kann man es nicht ausdrücken, kein gutes Haar am Stellvertreter (Vikar) Christi, am Pontifex Maximus (Brückenbauer), am Heiligen Vater, am Bischof von Rom. Ich zitiere: Autokratisch, zuweilen scheinbar nachtragend wirkender Regierungsstil, Nachlässigkeit in Fragen des Rechtes; eine Intoleranz selbst gegenüber respektvoll geäußerten Differenzen, und – was am schwersten wiegt – ein Muster der Mehrdeutigkeit in Fragen des Glaubens und der Moral, was zu Verwirrung unter den Gläubigen führt. Verwirrung wiederum befördert Spaltung und Konflikte. Sie untergräbt das Vertrauen in das Wort Gottes. Sie schwächt das Zeugnis des Evangeliums. Das Ergebnis ist eine Kirche, die heute stärker gespalten ist, als sie es in ihrer jüngsten Geschichte jemals war.“

Warum das anonym verfasste Papier? Offenheit sei nicht erwünscht, so die Autoren, Folgen könnten unerfreulich sein. Auch Franziskus` starke Abhängigkeit von den Jesuiten sei evident. Sodann gehen die anonymen Verfasser auf die Kirchenkrise Europa ein; konstatieren, dass die Kirche keine Demokratie – aber auch keine Autokratie sei, die Kirche gehöre Jesu Christi: es gäbe keine Autorität, die Lehren so umzugestalten, dass sie angenehmer in diese Welt passten. Zitat: „Als dritten Grundsatz formuliert „Demos II“: „Mehrdeutigkeit entspricht weder dem Evangelium noch ist sie einladend.“ – „Das derzeitige Pontifikat habe sich von Beginn an der Kraft des Evangeliums und der intellektuellen Klarheit seiner unmittelbaren Vorgänger widersetzt“, so beklagen sie u.a. die Demontage und Neuausrichtung des von Papst Johannes Paul II. eingesetzten Päpstlichen Instituts für Studie zu Ehe und Familie, üben Kritik an „Fiducia supplicans“.

Harte Vorwürfe. Mein Fazit. Wie jeder Kleriker, Kardinal, (Erz-)Bischof, Pfarrer, Priester, Ordensangehöriger sollte sich auch Papst Franziskus als Stellvertreter Jesu Christi an dessen, also Jesu-Verhalten orientieren: Barmherzigkeit, Liebe und Zuneigung den Kritikern und Gegnern entgegenbringen. Quelle: Tagespost, 29.02.24

Es geht um die Existenz der Kirche

23. April 2024. Unter dem Pseudonym Vigilius führt der Autor eine bemerkenswerte neue Perspektive in die Kritik des derzeitigen Pontifikats ein und legt diese in einer messerscharfen Analyse vor. Diese neue Perspektive muß in ihrer Schlußfolgerung erschüttern. In der Vergangenheit wurde ansatzweise und in groben Zügen bereits in eine ähnliche Richtung gedacht, doch das Erkannte ließ offensichtlich viele zurückschrecken. Der Autor hat diesen Schauder nicht nur überwunden, sondern ist der Frage systematisch und konsequent nachgegangen und hat das Erkannte als neuen Ansatz in der Beurteilung des aktuellen Pontifikats auch ausformuliert. Dabei geht es um nichts weniger als die Existenz der Kirche. Quelle und Text katholisches.info. MEHRLESEN katholisches.info

Anmerkung. Wie an anderer Stelle dargestellt, is19. Jahreologen der Neuzeit. Sein Nachfolger Franziskus legt völlig andere Schwerpunkte in sein Pontifikat, mit denen man sich nur schwerlich anfreunden kann. Gleichwohl, und darauf ist Wert zu legen – an sich unnötig darauf hinzuweisen -, dass es sich bei den vorgenannten, teils sehr harschen Beiträgen ausschließlich um die Meinung der betreffenden Autoren handelt, die zur Diskussion anregen sollen. Das betrifft im übrigen alle Meinungsartikel aller verlinkter externer Autoren dieser Homepage mit allen Unterseiten.

19. Jahrhundert. Donoso Cortes über die europäische Gesellschaft

19. Jahrhundert. Der spanische Staatsmann, Diplomat, Philosoph Donoso Cortes (1809-1853) prognostiziert das Ende der christlich verfaßten Gesellschaft Europas. Sie sterbe, weil sie vergiftet worden sei, sie sterbe, weil sie auf Irrtümern aufgebaut sei, sie sterbe, weil wir aus unseren Kindern keine wahren Christen machen wollen. Und dennoch. Es bestünde kein Grund zur Mutlosigkeit. Wir hätten allen Grund, Gott dankbar zu sein, dass er uns zu diesem Kampf zugelassen habe; es sei eine Ehrensache, sich für den König der Könige anzustrengen. Auch in einer glaubenslosen Gesellschaft könnten immer einzelne Menschen zum Glauben finden. Für jeden einzelnen lohne sich die Mühe.