Der größte Feind der Kirche kommt nicht von aussen

Der größte Feind der Kirche kommt nicht von aussen – er kommt von innen aus der Kirche!

Papst Benedikt XVI.

Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen.

Apostel Paulus an Timoheus

Byzantinisches Elfenbeinrelief, 6.–7. Jahrhundert, Paris, Musée de Cluny. Quelle: commons.wikimedia.

Paulus von Tarsus, Apostel Jesu Christi, an Timotheus. *)

„Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst!“

*) Brief an seinen Mitarbeiter Timotheus (2 Tim 4,3-5); gelesen gemäß des Außerordentlichen Kalenders vom 15. November 2023, am Tag des Hl. Albertus Magnus.

Erleben wir derzeit nicht hautnah diese vom Apostel Paulus vor rd. 2.000 Jahren prognostizierte Zeit? Wer könnte es bezweifeln? 

Glaubensabfall Kleriker höchster Ränge + Innerkirchlicher Kampf gegen Gläubige, die sich auf tradierte Glaubenssätze der Apostel, Kirchenväter und Kirchenlehrer berufen + Willkürliche Abberufungen von unliebsam gewordenen Bischöfen + Schließung von traditionell orientierten Klöstern + Annäherung um jeden Preis an den veröffentlichten Zeitgeist + Der säkulare Kulturkampf gegen das Christentum (USA, Kanada, Teile von Latein-Amerika, Australien, West-Europa, Deutschland) – ausgenommen osteuropäische Länder + Weltweite Christenverfolgungen: zwischen 300 und 360 Millionen verfolgte, getötete, diskriminierte Christen.

Jesus Christus an seine Jünger: „Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat“ – Joh 15,18. – Dieses Diktum Jesu wurde in neuerer Zeit erst wieder seitens der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. thematisiert. + 7über7 Heiligenkreuz: P. Lässer und Mark von Riedemann (Kirche in Not) : Zur Lage der Religionsfreiheit

11. Mai 2010. Papst Benedikt XVI. auf dem Flug nach Fatima.

Heute sehen wir in wirklich erschreckender Weise, dass die grösste Verfolgung der Kirche von Feinden nicht ausserhalb kommt, sondern aus der Sünde innerhalb der Kirche entsteht.“ – Der Papst bezog sich in seiner Analyse vor allem auf die Missbrauchsfälle in der Kirche.

Die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Innern. Die Sünde existiert im Innern der Kirche.“  

Christus ist stärker!

Man müsse realistisch sein und anerkennen, dass es immer «Attacken des Bösen» geben werde; am Ende sei Christus aber stärker, so Benedikt XVI. Quelle: kath.ch.

Meine Anmerkung: Ich füge hinzu, die Attacken des Bösen hat es zu jeder Zeit gegeben, in jedem Jahrhundert, schon zu Beginn des Christentums, wie Paulus warnt. Die Attacken auf das Glaubensgut gibt es heute mehr denn je unter dem Deckmantel, die Gläubigen „mitnehmen“ zu müssen, ihre Lebenswirklichkeit berücksichtigen zu müssen. Ich meine Kleriker, Bischöfe wie Priester und Ordensleute, die das Evangelium Jesu Christi umzudeuten versuchen.